UPI-Rekord: 23,66 Milliarden Transaktionen im Juli in Indien

Indiens UPI-System verarbeitet im Juli 23,66 Milliarden Transaktionen. PhonePe und Google Pay dominieren, während die NPCI eine Marktanteilsgrenze prüft.

Im Bereich der mobilen Kommunikation hat das indische Unified Payments Interface (UPI) im Juli 2026 neue Höchststände erreicht. Nach Angaben der National Payments Corporation of India (NPCI) verarbeitete das System in diesem Monat insgesamt 23,66 Milliarden Transaktionen. Der Gesamtwert dieser Zahlungen belief sich auf 29,88 Lakh Crore indische Rupien, was die zentrale Rolle der Plattform für den digitalen Zahlungsverkehr in Indien unterstreicht.

Marktanteile von PhonePe und Google Pay

Die Marktstruktur wird weiterhin maßgeblich von zwei großen Akteuren geprägt. PhonePe festigte seine Position als Marktführer und verzeichnete im Juli 10,86 Milliarden Transaktionen. Dies entspricht einem Anteil von 45,89 % am gesamten Transaktionsvolumen und 48,33 % am Gesamtwert, was in absoluten Zahlen 14,44 Lakh Crore indische Rupien entspricht.

Google Pay folgte an zweiter Stelle mit 7,65 Milliarden Transaktionen, einem Volumenanteil von 32,33 % und einem Wertanteil von 33,51 % (10,01 Lakh Crore indische Rupien).

Zusammen steuerten PhonePe und Google Pay mehr als 78 % des Volumens und 81 % des Gesamtwerts aller UPI-Transaktionen bei. Paytm erreichte mit 1,90 Milliarden Transaktionen einen Volumenanteil von 8,05 % und einen Wertanteil von 6,85 % (2,05 Lakh Crore indische Rupien).

Kleinere Anbieter wie Navi verzeichneten 947,08 Millionen Transaktionen (4 % Volumenanteil), während CRED mit 142,10 Millionen Transaktionen auf den zehnten Platz der meistgenutzten Apps abrutschte. Angesichts der hohen Marktkonzentration erwägt die NPCI derzeit die Einführung einer Obergrenze von 30 % für das Transaktionsvolumen pro App.

Wachstumsdynamik im Einzelhandel und regionale Trends

Aktuelle Daten aus dem SANKET-Bericht verdeutlichen, dass das Wachstum von UPI-Transaktionen im Einzelhandel das von kartenbasierten Zahlungen deutlich übertrifft. Im Juli 2026 lag das Wachstum bei UPI bei 14 %, während kartenbasierte Zahlungen lediglich um 3,2 % zulegten.

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Dieser trend war bereits in den Vormonaten sichtbar: Im April stand ein Plus von 22 % bei UPI einem Zuwachs von 4,6 % bei Karten gegenüber; im Juni betrug das Verhältnis 12 % zu 0,7 %.

Ein weiterer Aspekt der Entwicklung ist die Verschiebung zwischen verschiedenen Stadtkategorien. Der Vorsprung der Tier-3-Städte gegenüber Tier-1-Städten beim Transaktionswachstum vergrößerte sich von 0,7 Punkten im April auf 2,4 Punkte im Juni, bevor er sich im Juli auf 1,9 Punkte leicht verengte.

Parallel zu diesen operativen Erfolgen gab PhonePe finanzielle Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2026 bekannt. Das Unternehmen meldete einen Betriebsertrag von 7.920 Crore indischen Rupien, was einer Steigerung von 11 % entspricht, verzeichnete jedoch gleichzeitig einen Nettoverlust von 2.792 Crore indischen Rupien.

Regulatorische Entwicklungen und finanzielle Inklusion

Das indische Finanzministerium präzisierte am 8. August 2026 die künftigen Rahmenbedingungen für das System. Es wurde bestätigt, dass für Verbraucher weiterhin keine UPI-Gebühren anfallen und Peer-to-Peer-Überweisungen (P2P) kostenlos bleiben.

Dennoch verabschiedete das Parlament das Taxation and Other Laws (Amendment) Bill 2026. Dieses Gesetz ermöglicht die Einführung einer Merchant Discount Rate (MDR) auf ausgewählte UPI-Transaktionen in der Zukunft.

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Diese Gebühr müsste von den Händlern getragen werden; zum aktuellen Zeitpunkt wurde jedoch noch keine konkrete Gebühr erhoben. Bereits seit 2023 besteht eine Interchange-Gebühr von bis zu 1,1 % auf Zahlungen via UPI-Wallets bei Beträgen über 2.000 indischen Rupien.

Die Basis für die breite Nutzung digitaler Zahlungen bildet das Programm Pradhan Mantri Jan Dhan Yojana (PMJDY). Zum 22. Juli 2026 verzeichnete das Programm 58,84 Crore Begünstigte mit Einlagen in Höhe von insgesamt 3,11 Lakh Crore indischen Rupien. Im Rahmen dieser Initiative wurden bisher 41,01 Crore RuPay-Karten ausgegeben, was die fortschreitende finanzielle Inklusion in Indien dokumentiert.