Von QR-Code-Fallen bis zu KI-Stimmenklonen reicht das Spektrum.
Physischer Diebstahl: Sofort handeln
Die Telekom warnte am heutigen Donnerstag vor Methoden, mit denen Kriminelle im Urlaub Mobiltelefone entwenden. Sicherheitsbehörden raten: Notiere dir vor Reiseantritt die IMEI-Nummer deines Geräts. Damit lässt es sich im Ernstfall eindeutig identifizieren.
Ist das Smartphone weg oder gestohlen, solltest du es sofort orten und fern sperren lassen. Die SIM-Karte muss unverzüglich blockiert werden – in Deutschland hilft der zentrale Sperr-Notruf 116 116. Parallel dazu: Passwörter wichtiger Accounts ändern und den Vorfall bei der örtlichen Polizei anzeigen.
Digitale Fallen: eSIM-Betrug und WhatsApp-Phishing
Ein wachsender Risikofaktor sind digitale Betrugsformen, die die Reisevorbereitung ausnutzen. Eine Cybersicherheitsexpertin wies gestern auf Phishing-Seiten hin, die Mobilfunkanbieter nachahmen. Dort werden vermeintlich günstige eSIM-Profile für das Ausland angeboten – Ziel ist der Diebstahl von Kreditkarten- und Zugangsdaten. Dank künstlicher Intelligenz wirken diese gefälschten Webseiten täuschend echt.
Bitdefender-Sicherheitsexperten analysierten seit März eine großflächige Phishing-Kampagne über WhatsApp. Sie wurde in mehr als zehn Ländern beobachtet, darunter Deutschland. Die Betrüger nutzen teils echte Buchungsdaten wie Hotelnamen, Reisedaten und Reservierungsnummern, um Vertrauen zu erwecken. Mindestens acht bekannte Reiseanbieter wurden missbraucht.
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Quishing: Jede neunte Phishing-Mail enthält schädlichen QR-Code
Auch technische Neuerungen bergen Risiken. Laut Microsoft stieg die Zahl der sogenannten Quishing-Angriffe – Phishing via QR-Code – von Januar bis März um 146 Prozent. Analysen von ESET zeigen: Jede neunte Phishing-Mail enthält mittlerweile einen schädlichen QR-Code. Urlauber sind besonders gefährdet, wenn sie Speisekarten oder Informationsbroschüren per QR-Code aufrufen.
Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz und die Verbraucherzentrale warnten gestern zudem vor KI-gestützten Betrugsmaschen. Besonders hervorgehoben wurde das Stimmenklonen. Dabei werden kurze Audiosequenzen genutzt, um Stimmen von Angehörigen zu imitieren. In Schockanrufen fordern die Täter dann Geld. Die Polizei erprobt derzeit Detektoren, die künstlich erzeugte Deepfakes erkennen können.
So bleibst du sicher im Urlaub
Polizei Bielefeld und Digitalexperten empfehlen:
- Technische Vorsorge: Regelmäßige Backups durchführen, Offline-Karten vorab herunterladen und Roaming-Einstellungen prüfen – besonders auf Kreuzfahrtschiffen, um Kostenfallen zu vermeiden.
- Vorsicht an Ladestationen: Öffentliche USB-Ladestationen können für „Juice Jacking“ missbraucht werden. Nutze lieber eigene Netzteile.
- Sicheres Surfen: Öffentliche WLAN-Netzwerke mit Vorsicht nutzen. Für sensible Transaktionen hilft eine VPN-Verbindung oder das Mobilfunknetz.
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- Verhalten im Internet: Links in Nachrichten nicht ungeprüft anklicken. Offizielle Webseiten von Dienstleistern direkt über die Browser-Adressleiste aufrufen.
- Analoge Sicherheit: Wichtige Dokumente als Kopie getrennt von den Originalen aufbewahren. Wertsachen gehören in den Hotelsafe. Und: Abwesenheiten während des Urlaubs nicht in sozialen Netzwerken kommunizieren.

