Die US-Verbraucherschutzbehörde CPSC steht unter massivem Druck, noch heute auf Forderungen nach strengeren Regeln für KI-gesteuerte Kinderspielzeuge zu reagieren. Hintergrund sind gravierende Bedenken hinsichtlich Datenschutz und kindlicher Entwicklung.
Versteckte Gefahren für die Privatsphäre
In einem eindringlichen Schreiben forderten die einflussreichen Senatorinnen Amy Klobuchar und Maria Cantwell sowie Senator Edward Markey die CPSC auf, ihre Strategie zum Schutz von Kindern vor KI-Risiken darzulegen. Die Frist für eine Antwort endet heute, am 31. Januar 2026.
Die Politiker warnen vor Spielzeugen, die sensible Gespräche aufzeichnen – selbst im ausgeschalteten Zustand. „Diese High-Tech-Spielzeuge könnten mehr schaden als nutzen“, so der Tenor des Briefes. Besorgniserregend sei auch, dass die KI-Integration Kreativität hemmen und das Verständnis für gesunde Beziehungen stören könnte.
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Eltern im Unklaren, Werbung ohne Belege
Ein Kernproblem: Viele Eltern kaufen diese Produkte, ohne die Risiken zu kennen. Unternehmen vermarkten KI-Spielzeug bereits für Säuglinge und werben mit angeblichen Entwicklungshilfen. Doch diese Versprechen sind oft nicht wissenschaftlich belegt.
Die Senatorinnen fordern deshalb, dass Hersteller die inhärenten KI-Risiken mindern müssen, bevor ihre Produkte für Kleinkinder beworben werden. Die Lücke zwischen Marketing und nachgewiesener Wirkung steht im Zentrum der Forderungen.
Globale Bewegung für mehr KI-Kontrolle
Der Druck auf die CPSC ist Teil eines weltweiten Trends. Die Vereinten Nationen warnen bereits vor KI-gesteuerten Bedrohungen für Kindersicherheit. Im Dezember 2025 forderte das Weiße Haus in einer Executive Order eine umfassende nationale KI-Politik, anstatt des bisherigen Flickenteppichs aus Landesregelungen.
Während Bundesstaaten wie Kalifornien den KI-Zugang im Internet regulieren, fehlt auf Bundesebene klare Vorgabe für in Produkte eingebettete KI. Die CPSC steht vor einer Herkulesaufgabe: Bisher konzentrierte sie sich auf physische Risiken wie Verschlucken – nicht auf komplexe Cybersicherheit.
Industrie vor fundamentalem Wandel
Für die milliardenschwere Spielzeugbranche sind die Entwicklungen ein Warnschuss. Neue Compliance-Anforderungen und verschärfte Prüfungen der Datenverarbeitung könnten bevorstehen. Das Ergebnis dieser Anfrage könnte grundlegend verändern, wie intelligentes Spielzeug entworfen, getestet und vermarktet wird.
Klare Offenlegungen gegenüber Eltern, welche Daten gesammelt und wie sie genutzt werden, dürften zur Pflicht werden. Branchenbeobachter erwarten möglicherweise neue Sicherheitsstandards speziell für KI und vernetzte Geräte.
Entscheidung mit Signalwirkung
Die Antwort der CPSC wird richtungsweisend für die KI-Spielzeugregulierung in den USA sein. Ein detaillierter Aktionsplan könnte neue Regeln und strengere Durchsetzung bedeuten. Eine unzureichende Reaktion würde wahrscheinlich weitere Gesetzgebungsverfahren im Kongress auslösen.
Eines scheint sicher: Die Zeit, in der KI-Spielzeug ohne kritische Fragen zu Privatsphäre und Kindeswohl auf den Markt kommt, neigt sich dem Ende zu. Die Debatte hat eine neue Ebene erreicht – mit potenziell weitreichenden Folgen für Hersteller auf der ganzen Welt, darunter auch deutsche Spielzeugunternehmen im Export.
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