USA beschleunigt Weg in die autonome Zukunft

Ein neuer Bundesgesetzentwurf soll einheitliche Regeln für selbstfahrende Fahrzeuge schaffen, während New York den kommerziellen Robotaxi-Einsatz plant. Die Sicherheitsbehörden prüfen weiterhin kritisch Systeme wie Tesla FSD.

Die USA stellen die Weichen für den kommerziellen Einsatz selbstfahrender Autos. Während ein neuer Bundesgesetzentwurf einheitliche Regeln schaffen soll, prescht der Bundesstaat New York mit eigenen Plänen für Robotaxis vor.

Diese Woche markiert einen Wendepunkt für die Branche. Nach Jahren des Testens drängen Politik und Industrie nun auf die Straße – trotz anhaltender Sicherheitsbedenken und regulatorischer Hürden. Die Entwicklungen zeigen den Spagat zwischen Innovationsförderung und der Forderung nach robusten Sicherheitsgarantien.

Bundesgesetz soll Flickenteppich der Staaten beenden

Im US-Kongress liegt ein Entwurf, der den regulatorischen Wildwuchs beenden soll. Der „SELF DRIVE Act 2026“ zielt auf einen einheitlichen nationalen Standard ab. Kernpunkt ist die Verdrängung widersprüchlicher Landes- und Kommunalvorschriften. Hersteller bräuchten so endlich Rechtssicherheit für den grenzüberschreitenden Einsatz ihrer Fahrzeuge.

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Der Gesetzentwurf würde die SAE-Automatisierungslevel 3 bis 5 erstmals im Bundesrecht verankern. Jedes System müsste einen detaillierten „Safety Case“ vorlegen, der den Aufsichtsbehörden zugänglich wäre. Besonders für die Logistikbranche ist eine weitere Neuerung entscheidend: Schon in der Testphase wäre der begrenzte kommerzielle Gütertransport erlaubt. Das soll den Kreislauf aus ewigen Tests durchbrechen. Zudem würden Fahrzeuge ohne manuelle Steuerung – wie führerlose Lkw – ermöglicht. Ein Unterausschuss des Repräsentantenhauses diskutierte den Entwurf bereits am 13. Januar.

New York prescht mit Robotaxi-Plänen vor

Während in Washington debattiert wird, handelt New York. Gouverneurin Kathy Hochul kündigte an, den kommerziellen Einsatz von Robotaxis außerhalb von New York City zu ermöglichen. Ihr Plan sieht ein formales Antragsverfahren für AV-Unternehmen vor, die in kooperationsbereiten Gemeinden im Norden des Staates operieren wollen.

Damit würde das bestehende Pilotprogramm des Staates massiv ausgeweitet. Unternehmen wie Alphabets Waymo könnten dann vollständig fahrerlose Dienstfahrten anbieten. Voraussetzung ist der Nachweis lokaler Unterstützung. Die Aufsicht läge bei den Verkehrsbehörden des Staates. Die Ankündigung stößt in der Industrie auf Begeisterung, weckt aber in New York City Ängste um die Jobs von Fahrern. Die Details sollen mit dem Haushaltsentwurf der Gouverneurin am 20. Januar folgen. Bereits jetzt darf Waymo bis Ende März mit Sicherheitsfahrern in Teilen Manhattans und Brooklyns testen.

Sicherheitsbehörden behalten Tesla im Visier

Trotz des regulatorischen Schwungs bleiben die Sicherheitsbedenken. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA gewährte Tesla eine fünfwöchige Fristverlängerung bis zum 23. Februar. Das Unternehmen muss sich zu einer laufenden Untersuchung seiner „Full Self-Driving“-Technologie (FSD) äußern.

Die Ermittlungen wurden nach Dutzenden Meldungen eingeleitet, wonach Teslas mit FSD Verkehrsregeln brachen. Die Vorwürfe reichen von Rotlichtverstößen bis zum Fahren auf der falschen Straßenseite, teils mit Unfällen. Die Prüfung betrifft rund 2,9 Millionen Fahrzeuge. Sie unterstreicht die zentrale Herausforderung, die Zuverlässigkeit der Systeme zu gewährleisten und eine Überforderung der Fahrer zu verhindern. Kritiker monieren, der Name „Full Self-Driving“ suggeriere falsche Fähigkeiten. Die laufenden Untersuchungen zeigen die Komplexität, KI-Systeme für unvorhersehbare reale Szenarien sicher zu validieren.

Wettlauf mit China und unklare Zukunft

Der globale Druck wächst. China hat kürzlich erstmals offizielle Kennzeichen für Level-3-autonome Fahrzeuge ausgegeben. Dieser Schritt vom Testen zum regulierten Einsatz erhöht den Handlungsdruck in den USA.

Die kommenden Wochen sind entscheidend. Der SELF DRIVE Act wird im Kongress weiterberaten. In New York werden die Robotaxi-Pläne konkret. Gleichzeitig wird das Ergebnis der NHTSA-Ermittlungen die Sicherheitsstandards und die öffentliche Wahrnehmung prägen. Für die Branche wird 2026 zum Jahr, in dem die Gesetze endlich mit der rasanten technologischen Entwicklung Schritt halten müssen.

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