Eine kritische Sicherheitslücke in älteren Macs lässt sich nicht schließen – und das ist nicht die einzige Hiobsbotschaft für Apple-Nutzer.
Unpatcherable Schwachstelle: T2-Chips im Visier von Hackern
Am 18. Juni 2026 veröffentlichten Sicherheitsforscher von Paradigm Shift Details zu einer schwerwiegenden Sicherheitslücke namens „usbliter8″. Die Schwachstelle betrifft Apples A12- und A13-Chips sowie alle Macs mit dem T2-Sicherheitschip. Das Problem liegt im SecureROM, also im schreibgeschützten Speicher des Chips. Ein Angreifer kann über den USB-Boot-Prozess im DFU-Modus (Device Firmware Update) nicht autorisierten Code ausführen.
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Weil der Fehler in der Hardware selbst steckt, lässt er sich nicht per Software-Update beheben. Apple bestätigte die Lücke am 19. Juni 2026. Ursache ist ein fehlerhafter Grenzcheck, der einen Buffer Overflow ermöglicht. Die gute Nachricht: Geräte mit A14-Chips oder neuer sind nicht betroffen. Der Haken: Der Angriff erfordert physischen Zugriff auf das Gerät.
macOS Golden Gate: Schlussstrich unter die Intel-Ära
Am 17. Juni 2026 wurden Details zum kommenden macOS Golden Gate bekannt. Das Update markiert einen weiteren Meilenstein im Abschied von Intel-Prozessoren. Folgende Modelle erhalten keine großen macOS-Updates mehr:
- 16-Zoll MacBook Pro von 2019
- 13-Zoll MacBook Pro von 2020 (Vier-Thunderbolt-3-Port-Version)
- iMac von 2020
- Mac Pro von 2019
Doch damit nicht genug: Microsoft hat angekündigt, dass Office 2019 für Mac ab dem 13. Juli 2026 nur noch eingeschränkt funktioniert. Grund ist ein auslaufendes Sicherheitszertifikat für die Lizenzvalidierung. Besitzer dieser Geräte müssen also nicht nur mit fehlenden macOS-Features rechnen, sondern auch mit Problemen bei Drittanbieter-Software.
Neue Firmware-Rettungsverfahren: Revive oder Restore?
Am 16. Juni 2026 veröffentlichte Apple aktualisierte Anleitungen zur Wiederherstellung der Firmware auf Macs mit Apple Silicon oder T2-Chip. Benötigt wird ein zweiter „Host“-Mac mit mindestens macOS 14 sowie ein USB-C-Kabel. Apple unterscheidet zwischen zwei Verfahren:
- Revive: Aktualisiert die Firmware und das Recovery-System, ohne Daten zu löschen.
- Restore: Löscht die interne Festplatte komplett und installiert das Betriebssystem neu.
Diese Anleitung kommt nicht von ungefähr. Nutzer melden seit Wochen diverse Start- und Stabilitätsprobleme:
M1-Boot-Schleifen: Im Juni 2026 gelang es mehreren Nutzern, ihre M1 MacBook Pros aus Boot-Schleifen zu befreien. Ursache waren beschädigte APFS-System-Volumes. Durch eine Neuinstallation von macOS über den integrierten Recovery-Modus ließen sich die Daten retten.
M4 Mac mini friert ein: Seit dem 18. Juni 2026 häufen sich Berichte über eingefrorene M4 Mac mini Modelle. Erste Analysen deuten auf hohe CPU-Last durch Systemprozesse wie „corespotlightd“ und „kernel_task“ hin. Ein möglicher Workaround: den Spotlight-Index zurücksetzen.
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Hardware-Boot-Fehler: Besitzer älterer MacBook Pro Modelle (etwa das A2141) berichten weiterhin von unregelmäßigen Startproblemen. Der Bildschirm bleibt schwarz, die Tastatur leuchtet – aber der klassische Apple-Startton bleibt aus.
Terminal-Tricks: Automatisches Einschalten deaktivieren
Für Nutzer, die mehr Kontrolle über ihr Gerät wünschen, gibt es einen versteckten Trick. Seit macOS Sequoia lässt sich die automatische Einschaltfunktion per Terminal-Befehl deaktivieren. Besitzer von Apple-Silicon-Macs können so verhindern, dass sich der Laptop beim Öffnen des Deckels oder beim Anschließen ans Netzteil von selbst einschaltet. Eine Funktion, die in den normalen Systemeinstellungen nicht zu finden ist.

