Gleich drei Entwicklungen sorgen für Unruhe: Eine nicht reparierbare Hardware-Lücke, gesperrte Accounts und Probleme beim Download neuer KI-Funktionen.
Unpatchbare BootROM-Lücke entdeckt
Am 18. Juni 2026 veröffentlichten Sicherheitsforscher von Paradigm Shift Details zu einem schwerwiegenden Hardware-Exploit. Die als usbliter8 bezeichnete Sicherheitslücke betrifft Geräte mit A12- und A13-Bionic-Chips – darunter das iPhone XS bis zur iPhone-11-Serie sowie mehrere iPad-Generationen, Apple Watches und den HomePod mini.
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Das Problem: Der Exploit sitzt im BootROM, einem schreibgeschützten Speicherbereich. Eine Reparatur per Software-Update ist technisch unmöglich. Allerdings braucht es für einen Angriff physischen Zugriff auf das Gerät und die Aktivierung des DFU-Modus (Device Firmware Update). Zudem bleibt die Secure Enclave nach aktuellen Erkenntnissen verschont – sensible Daten wie Passwörter oder biometrische Informationen wären selbst bei einem kompromittierten Bootvorgang geschützt.
Apple hatte bereits im Frühjahr nachgerüstet: Seit dem 8. April 2026 aktiviert iOS 26.4.1 automatisch den Diebstahlschutz für iPhones. Die Funktion nutzt Standortdaten, um sensible Account-Einstellungen zu sperren, sobald sich das Gerät außerhalb vertrauter Umgebungen wie Zuhause oder dem Arbeitsplatz befindet.
Account-Sperren bei Käufen: Das hilft wirklich
Am 19. Juni 2026 häuften sich Berichte über Nutzer, deren Apple-Accounts während alltäglicher Einkäufe gesperrt wurden. Besonders ärgerlich: Herkömmliche Passwort-Zurücksetzungen über das Web scheiterten in vielen Fällen.
Technikexperten empfehlen einen Umweg: Wer direkt auf einem vertrauten iPad oder iPhone in den Geräteeinstellungen die Passwort-Zurücksetzung startet, umgeht die Hürde meist erfolgreich. Grundlage bleibt die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) – sie kombiniert das Hauptpasswort mit einem sechsstelligen Code, der auf vertraute Geräte oder Telefonnummern gesendet wird. Erkennt das System einen Anmeldeversuch von einem unbekannten Gerät, schlägt es sofort Alarm.
Apple Intelligence: Viele Nutzer bleiben außen vor
Auch der Rollout der neuen KI-Funktionen Apple Intelligence stockt. Seit dem 19. Juni 2026 berichten zahlreiche Nutzer, dass sie die Features nicht herunterladen können. Der Grund: strenge Hardware- und Software-Voraussetzungen.
Kompatibel sind ausschließlich das iPhone 15 Pro, das iPhone 15 Pro Max sowie die iPhone-16-Serie oder neuer – und das auch nur mit mindestens iOS 18.1. Hinzu kommt ein Speicherbedarf von rund 7 GB freiem Platz. Wer die Funktionen installieren will, muss außerdem sicherstellen, dass Geräte- und Siri-Spracheinstellungen übereinstimmen. Das Gerät sollte während des Downloads mit dem Stromnetz und einem WLAN verbunden sein.
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Datenschutz: Apple schränkt E-Mail-Weiterleitung ein
Apple verändert zudem seine datenschutzfreundlichen E-Mail-Dienste. Seit dem 18. Juni 2026 werden Hide My Email– und Mit Apple anmelden-Adressen über eine einzige Domain umgeleitet: private.icloud.com. Die Zentralisierung hat einen Haken: Drittanbieter können nun mit einer simplen Filterregel sämtliche Apple-Relay-Adressen blockieren – ein potenzielles Problem für Nutzer, die auf diese Funktionen angewiesen sind.
Ausblick: iOS 27 bringt neue Kinderschutz-Funktionen
Für den Herbst 2026 kündigte Apple auf der jüngsten Entwicklerkonferenz iOS 27 an. Zu den Neuerungen gehören ein überarbeitetes Kinderkontosystem und erweiterte Kommunikationssicherheit: Bei Nutzern unter 18 Jahren erkennt das System automatisch grafische Gewaltdarstellungen. Auch die Apps Kalender und Erinnerungen werden aufgerüstet – Siri soll künftig mit natürlicher Sprachverarbeitung automatisch Termine aus Nachrichten und E-Mails extrahieren.
In einer regionalen Entwicklung weitete Apple am 19. Juni 2026 die Unterstützung für alternative App-Marktplätze aus. Nach einer Einigung mit den brasilianischen Wettbewerbsbehörden startete der AltStore PAL in Brasilien – für Nutzer mit iOS 26.5 oder neuer. Das Land ist damit nach der Europäischen Union und Japan die dritte Region mit offiziell zugelassenen Drittanbieter-Stores.

