Vera-CPU: Nvidia startet Serienproduktion der nächsten Chip-Generation

Nvidia beginnt mit der Serienfertigung seiner Vera-CPU und Rubin-Plattform. OpenAI und Anthropic gehören zu den ersten Kunden der neuen Chip-Generation.

OpenAI, Anthropic und SpaceX setzen auf die nächste Chip-Generation von Nvidia. Der US-Konzern startet die Serienproduktion seiner Vera-Plattform und stellt die Weichen für eine neue Ära der KI-Infrastruktur.

Auf der Computex-Messe in Taipeh gab CEO Jensen Huang am heutigen Montag grünes Licht für die Vera-CPU und das Vera-Rubin-Plattform. Die Massenproduktion beginnt im dritten Quartal 2026, die Auslieferung an Kunden startet im Herbst. Die neue Architektur soll KI-Rechenzentren auf ein völlig neues Leistungsniveau heben – mit einer zehnfachen Steigerung der Agent-Durchsatzrate im Vergleich zur Vorgängergeneration Grace Blackwell.

Erste Kunden und Infrastruktur-Aufbau

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Neben den KI-Schwergewichten OpenAI und Anthropic setzen auch ByteDance, Oracle Cloud und CoreWeave auf die neue Technologie. Bereits am 31. Mai lieferte Dell Technologies das erste Produktions-Rack des Nvidia Vera Rubin NVL72-Systems an CoreWeave aus. Die Konfiguration erreicht 3,6 ExaFLOPS Rechenleistung und bietet eine fünffach höhere Inferenzgeschwindigkeit sowie eine 3,5-fache Trainingsbeschleunigung pro GPU gegenüber Blackwell-Systemen.

Der Vera-Chip selbst ist mit 88 „Olympus“-Kernen ausgestattet und soll 1,8-mal schneller sein als herkömmliche x86-CPUs. Im Vergleich zu Nvidias eigenem Grace-Chip liegt die Leistungssteigerung bei dem Faktor 1,63. Für den weltweiten Rollout arbeitet Nvidia mit Hardware-Partnern wie HPE, Lenovo, Supermicro, Asus und Foxconn zusammen.

Angriff auf den CPU-Markt

Mit Vera will Nvidia nicht nur im KI-Segment dominieren, sondern auch den etablierten CPU-Markt aufmischen. Huang beziffert das adressierbare Gesamtmarktvolumen für CPUs auf 200 Milliarden Euro – inklusive des chinesischen Marktes. Finanzchefin Colette Kress peilt für 2026 einen CPU-Umsatz von rund 20 Milliarden Euro an, was einer führenden Position in diesem Segment entsprechen würde.

Doch der Konzern denkt auch an den Massenmarkt. Ebenfalls heute kündigte Nvidia den N1X-Prozessor an – einen Arm-basierten Chip, der in Zusammenarbeit mit MediaTek entwickelt wurde. Er kommt im RTX Spark Superchip zum Einsatz, der ab Herbst 2026 eine neue Generation von Windows-Laptops von Microsoft, Dell, HP, Asus, Lenovo und MSI antreiben wird.

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Milliarden-Investitionen in KI-Zukunft

Die technologische Offensive wird durch massive Investitionen untermauert. Nvidia prognostiziert, dass die Kapitalausgaben für Rechenzentren bis 2027 auf eine Billion Euro steigen und bis 2030 auf drei bis vier Billionen Euro klettern könnten.

Ein zentraler Pfeiler dieser Strategie ist Taiwan. Ende Mai kündigte Huang an, die jährlichen Investitionen auf der Insel auf 150 Milliarden Euro zu erhöhen. Geplant ist ein neuer Hauptsitz mit Forschungscampus in Taipeh mit dem Namen „Constellation“, der ab 2030 rund 4.000 Mitarbeiter beherbergen soll. Als wichtigste Partner für den Ausbau der KI-Infrastruktur und Lieferkette nannte Nvidia TSMC und Micron.