NVIDIA hat am 24. August 2026 eine Erweiterung der Vera Rubin NVL72-Plattform bekannt gegeben, die durch die Integration von Groq 3 LPX signifikante Leistungssteigerungen für Anwendungen der künstlichen Intelligenz erzielen soll.
Die LPX-Technologie befindet sich bereits in der vollen Produktion und erreicht bei dem Modell Gemma 4 31B mit einem Kontextfenster von 100K eine Geschwindigkeit von 3.400 Output-Tokens pro Sekunde. Laut Unternehmensangaben agiert das System damit viermal schneller als verfügbare Alternativen.
Massive Effizienzsteigerung bei der Inferenz
Die neue Architektur zielt insbesondere auf die Anforderungen agentischer KI ab, die im Vergleich zu herkömmlichen Chat-Anwendungen einen etwa 15-mal höheren Token-Verbrauch aufweist. Die Vera Rubin NVL72 liefert laut Branchenanalysen einen bis zu 30-mal höheren Durchsatz pro Megawatt als das Vorgängermodell GB300 NVL72. Gleichzeitig sollen die Token-Kosten um den Faktor 35 sinken.
Technisch basiert die Plattform auf der Rubin-GPU, die im 3nm-Verfahren bei TSMC gefertigt wird und über 33,6 Milliarden Transistoren verfügt. Jede Einheit ist mit 288 GB HBM4-Speicher ausgestattet und bietet eine Bandbreite von 22 TB/s. In der FP4-Inferenzleistung erreicht das System 50 PFLOPS, was einer Verfünffachung gegenüber der Blackwell-Generation entspricht.
Ergänzt wird die Hardware durch die Vera-CPU, die bei Kompressions- und Verschlüsselungsaufgaben einen 3,21-mal höheren Durchsatz als herkömmliche x86-Prozessoren erzielen soll.
Microsoft und SpaceXAI als frühe Anwender
Microsoft hat bereits am 22. August 2026 die ersten Produktionssysteme der Vera Rubin-Reihe erhalten. Jedes installierte NVL72-Rack umfasst 72 Rubin-GPUs sowie 36 Vera-CPUs und liefert eine Inferenzleistung von 3,6 Exaflops.
Der Cloud-Anbieter gibt an, dass die Installation der Systeme innerhalb von nur fünf Minuten erfolgt, während frühere Generationen eine Einrichtung von zwei Stunden erforderten. Für das vierte Quartal 2026 rechnet Microsoft mit einem Bestand von 250.000 bis 300.000 GPUs dieser Generation.
Während neue Technologien die Rechenleistung massiv steigern, bringen sie auch neue Herausforderungen für die IT-Sicherheit mit sich. Erfahren Sie in diesem kostenlosen E-Book, wie Sie Ihr Unternehmen proaktiv vor modernen Cyberangriffen schützen und neue gesetzliche Anforderungen erfüllen. Gratis-Report zur Cyber Security jetzt herunterladen
Auch SpaceXAI integriert die neue Hardware massiv in seine Infrastruktur. Das Unternehmen nutzt Vera-CPUs mit 88 Olympus-Kernen für agentische KI-Prozesse und plant den Einsatz optimierter Vera Rubin NVL72-Systeme in sogenannten Starmind-Satelliten für Orbital-Computing.
Die Rechenleistung für das Modell Grok soll dabei auf eine Gigawatt-Skala ausgebaut werden. Weitere Partner wie Nebius, CoreWeave und Oracle bereiten ebenfalls den Einsatz der neuen Hardware vor, wobei Nebius als erster Cloud-Anbieter Groq 3 LPX bereitstellt.
Kostendruck durch Speicherknappheit
Trotz der Effizienzgewinne sieht sich der Markt mit steigenden Preisen konfrontiert. NVIDIA informierte Kunden am 22. August 2026 über Preiserhöhungen von mehr als 15 Prozent für KI-Server, die Anfang 2027 ausgeliefert werden sollen.
Der rasante technologische Wandel, insbesondere durch KI, schafft neue Einfallstore für Cyberkriminelle, die Unternehmen kennen müssen. Dieser kostenlose Leitfaden zeigt Verantwortlichen, wie sie Sicherheitslücken schließen und ihre IT-Infrastruktur ohne hohe Investitionen absichern. Kostenloses E-Book: Cyberbedrohungen effektiv abwenden
Betroffen sind sowohl Vera Rubin- als auch Grace Blackwell-Systeme. Ein Vera Rubin 200 Rack wird voraussichtlich über 8 Millionen US-Dollar kosten. Als Hauptgrund für diese Entwicklung nennen Branchenexperten die anhaltende Speicherknappheit bei High Bandwidth Memory (HBM).
Analysten erwarten starkes Umsatzwachstum
Marktbeobachter von Jefferies prognostizieren für NVIDIA im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von 95 Milliarden US-Dollar. Der Hochlauf der Rubin-Plattform verlaufe demnach schneller als bei der vorangegangenen Blackwell-Generation. Es wird erwartet, dass die Rubin-GPUs im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2027 bereits über 40 Prozent des GPU-Umsatzes ausmachen werden.
Allein für die Vera-CPU wird im Geschäftsjahr 2027 ein Umsatzvolumen von 20 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Analysten von Morgan Stanley bewerten die Aktie weiterhin positiv mit einem Kursziel von 288 US-Dollar.

