Veraltete Treiber: NSA führt über 90 Prozent der Vorfälle darauf zurück

Microsofts Diagnosewerkzeug kontrolliert Windows-Systeme; Herstellerprogramme und Bordmittel helfen bei Treiberpflege, Speicherbereinigung und Hardwarechecks.

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Die Diagnoseanwendung PC Health Check von Microsoft erlaubt auf den meisten Windows-10-Computern schnelle Systemüberprüfungen direkt und ohne vorherige Installation. Das Tool analysiert zentrale Komponenten des Betriebssystems und spürt potenzielle Fehlerquellen auf.

Zu den Kernfunktionen des Scans zählen das Aufspüren von Festplattenfehlern, die Ermittlung ausstehender Software-Updates, Empfehlungen zur Bereinigung des Datenträgers sowie Hinweise zur Leistungsoptimierung.

Stephen Myall, Group Product Manager für Microsoft 365 PC & Apps, erklärte dazu, das Werkzeug solle Anwender in die Lage versetzen, mit einfachen Maßnahmen die eigene PC-Erfahrung eigenständig zu verbessern. Neben allgemeinen Wartungsfunktionen dient das Programm zudem dazu, die Hardwarekompatibilität für ein Upgrade auf Windows 11 zu überprüfen.

Veraltete Treiber als Sicherheitsrisiko

Die regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung von Systemkomponenten spielt auch bei der IT-Sicherheit eine entscheidende Rolle. Laut der US-amerikanischen National Security Agency (NSA) sind über 90% der Cybersecurity-Vorfälle auf veraltete Software und Treiber zurückzuführen.

Der Halbleiterhersteller Intel weist darauf hin, dass veraltete Treiber zu Systeminstabilität, Hardwarefehlern, Kompatibilitätsproblemen und Leistungseinbußen führen können. Joe Afanasiev, Senior Software Engineer bei Intel, hob hervor, dass aktuelle Treiber unerlässlich seien, um Systeme dauerhaft sicher und leistungsfähig zu halten.

Für die Aktualisierung bietet das Unternehmen den Intel Software Update Assistant an, der für Windows und macOS bereitsteht. Das Werkzeug erkennt veraltete Grafiktreiber des Herstellers, bietet personalisierte sowie automatische Aktualisierungen, verwaltet den Treiberverlauf und erlaubt anpassbare Benachrichtigungen.

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Auch andere Hardware-Hersteller setzen auf automatisierte Lösungen: Dell stellt mit dem SupportAssist ein Tool bereit, das Systemüberwachung, automatische Treiber-Updates, Diagnosefunktionen, proaktive Warnmeldungen und einen integrierten Assistenten kombiniert.

Seitens des Dell-Supportteams hieß es hierzu, Nutzer würden die Notwendigkeit von Treiber-Updates oft unterschätzen, weshalb automatisierte Prozesse typischen Problemen vorbeugen sollen. Ergänzend dazu bietet Dell kostenpflichtige Modelle wie Dell Premium Support, Dell ProSupport und Dell ProSupport Plus an.

Wartungsroutinen und systeminterne Bordmittel

Neben Herstellertools tragen regelmäßige Routinen im Betriebssystem zur Systemstabilität bei. Eine empfohlene Wartungsroutine sieht vor, wöchentlich den Download-Ordner zu kontrollieren sowie monatlich den belegten Speicherplatz zu prüfen und ungenutzte Programme zu entfernen.

Innerhalb von Windows lässt sich die Bereinigung temporärer Dateien über die Systemeinstellungen im Bereich Speicher anstoßen, während nicht mehr benötigte Anwendungen über die Liste der installierten Apps deinstalliert werden können.

Zudem empfiehlt sich die Reduzierung von Autostart-Programmen über den Task-Manager sowie das Einspielen von Treiber-Updates über Windows Update oder direkt über die Support-Seiten der jeweiligen Hardware-Hersteller. Für weitergehende Wartungsschritte werden mitunter externe Hilfsprogramme wie IObit Advanced SystemCare 19, IObit Uninstaller 15 oder IObit Driver Booster 13 herangezogen.

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Für eine detaillierte Hardwarediagnose stellt Windows 11 Spezifikationen an mindestens sechs verschiedenen Stellen bereit. Grundlegende Angaben zu Hauptprozessor und Arbeitsspeicher finden sich in den Einstellungen unter System-Info.

Das Dialogfenster winver zeigt die genaue Betriebssystemversion an, während das Systeminformationsprogramm msinfo32 Angaben zu BIOS-Version, BIOS-Modus, Secure Boot und dem Mainboard liefert. Im Task-Manager können unter dem Reiter Leistung die RAM-Geschwindigkeit, der Laufwerkstyp und der GPU-Treiber abgelesen werden, ergänzt durch das Diagnosewerkzeug dxdiag für DirectX-Komponenten.

Für tiefere Abfragen stehen zudem Befehle in der PowerShell zur Verfügung, darunter Win32_Processor für die CPU, Win32_PhysicalMemory für das RAM, Get-PhysicalDisk für Massenspeicher, Win32_BaseBoard für das Mainboard sowie Win32_BIOS für Firmware-Details.

Mit Befehlen wie Confirm-SecureBootUEFI und Get-Tpm lassen sich Sicherheitsfunktionen wie Secure Boot und das Trusted Platform Module (TPM) auslesen. Als ergänzende Diagnosewerkzeuge eignen sich spezialisierte Hilfsprogramme wie CPU-Z, GPU-Z und HWiNFO. Für aktuelle Anforderungen wie Kernel-Anti-Cheat-Mechanismen sollte der BIOS-Modus auf UEFI eingestellt und Secure Boot aktiviert sein.