Verizon-CEO Dan Schulman hat auf der Goldman Sachs Communacopia + Technology Conference 2026 angekündigt, dass der Konzern die klassischen Gerätesubventionen streichen will. Wie phonearena.com berichtete, markiert diese Ansage einen strategischen Kurswechsel für den größten US-Mobilfunkanbieter, der bislang stark auf Rabattaktionen bei Smartphones setzte, um Kunden zu binden und neue zu gewinnen.
Solide operative Basis
Der Vorstoß erfolgt aus einer Position wirtschaftlicher Stärke. Im zweiten Quartal verzeichnete Verizon laut phonearena.com 184.000 Postpaid-Phone-Net-Adds sowie 77.300 Prepaid-Net-Adds. Zudem sank die Kundenabwanderung erstmals nach drei Jahren des Anstiegs.
Verizon-CFO Tony Skiadas ergänzte auf der Citi Global TMT Conference, dass der Konzern im ersten Halbjahr mehr als eine Million Mobility- und Breitband-Net-Adds erzielt habe, während die Phone-Net-Adds gegenüber dem Vorjahr um 500.000 zulegten, wie thelincolnianonline.com berichtete.
Auch die Finanzkennzahlen stützen den Kurswechsel: Die bereinigte EBITDA-Marge lag im zweiten Quartal bei 40,1 Prozent, der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 6,6 Prozent, der Cashflow legte um 24 Prozent zu, im Halbjahresvergleich um 16 Prozent.
Verizon schüttete im ersten Halbjahr 9,4 Milliarden US-Dollar an Aktionäre aus, ein Plus von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Kundenabwanderung sank um 5 Basispunkte im Jahresvergleich, der Serviceumsatz aus Mobility und Breitband wuchs im zweiten Quartal um 2,8 Prozent.
Parallel investiert Verizon auch abseits des Endkundengeschäfts: Der Konzern schloss Vereinbarungen mit Google und Corning für den Ausbau von Glasfaseranbindungen an KI-Hyperscaler, wie phonearena.com berichtete.
Aktuelle Rabatte laufen parallel zur Ankündigung
Ungeachtet der angekündigten Abkehr von Subventionen bietet Verizon aktuell weiterhin umfangreiche Rabattaktionen an – insbesondere im Zusammenhang mit dem Verkaufsstart der neuen iPhone-18-Pro-Modelle. Kunden können beim myPlan Unlimited einen Trade-in-Rabatt von bis zu 1.200 US-Dollar erhalten.
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Alternativ gibt es das Angebot Simplicity Pro für insgesamt 80 US-Dollar monatlich, aufgeteilt in 50 US-Dollar für das Gerät und 30 US-Dollar für den Tarif, ohne Trade-in und mit Upgrade-Möglichkeit nach 12 Monaten.
Simplicity Pro umfasst laut nymetrowire.com 5G Ultra Wideband, 10 GB Hotspot-Datenvolumen sowie Roaming in Kanada und Mexiko; iPad und Apple Watch sind nur bei zusätzlichen Cellular-Lines inbegriffen.
Bestandskunden erhalten beim Upgrade laut yahoo.com Rabatte von bis zu 1.020 US-Dollar, wobei eingetauschte Geräte mindestens 60 Tage aktiv gewesen sein müssen und die Gutschriften über 36 Monate verteilt werden. Für Geschäftskunden bietet Verizon das 256-GB-Modell kostenlos oder Rabatte von bis zu 1.200 US-Dollar an. Zudem gibt Verizon derzeit die Apple Watch Series 12 kostenlos zu bestimmten Verträgen dazu.
Die iPhone-18-Pro- und Pro-Max-Modelle waren ab dem 18. September 2026 im Handel erhältlich, die Vorbestellungen hatten bereits am 12. September 2026 begonnen.
Wettbewerbsumfeld
Auch Konkurrenten setzen weiterhin auf Trade-in-Anreize: AT&T bietet Rabatte von bis zu 1.200 US-Dollar beim Eintausch eines iPhone 14 oder neuer im Rahmen des Premium-2.0-Tarifs, T-Mobile ebenfalls bis zu 1.200 US-Dollar über die Tarife Experience Beyond oder Go5G Next, sonst 930 beziehungsweise 730 US-Dollar.
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Visible gewährt 480 US-Dollar, Total Wireless bis zu 600 US-Dollar Rabatt. Der von Apple in Fußnoten genannte Trade-in-Höchstwert von 1.200 US-Dollar wurde von keinem Mobilfunkanbieter offiziell bestätigt, wie macobserver.com anmerkte.
Vor diesem Hintergrund einer Branche, die traditionell stark über Subventionen konkurriert, dürfte Verizons angekündigte Abkehr von diesem Modell für Aufmerksamkeit sorgen – insbesondere mit Blick darauf, wie sich das Geschäftsmodell des Konzerns künftig von dem der Wettbewerber unterscheiden wird.

