Verwaltungsdigitalisierung: Korea spart 94% der Aktenkosten durch E-Zertifikate

Medienhäuser unterstützen Senioren beim E-Paper-Umstieg. Behörden und Gerichte sparen Millionen durch digitale Akten und E-Signaturen.

Medienhäuser und Vereine reagieren mit persönlicher Unterstützung.

Persönliche Hilfe für die digitale Lesestunde

Regionalzeitungen gehen neue Wege, um ihre älteren Abonnenten bei der Umstellung auf E-Paper zu begleiten. Die Nordkurier-Gruppe bietet einen kostenlosen Vor-Ort-Service an, bei dem ein Mitarbeiter direkt zu den Lesern kommt. Helmut Darmüntzel ist seit Dezember 2025 als persönlicher Ansprechpartner unterwegs und hilft bei der Einrichtung von Tablets sowie bei technischen Problemen.

Das Angebot trifft einen Nerv: Viele ältere Menschen scheuen die Umstellung auf digitale Zeitungen, weil sie sich mit der Technik überfordert fühlen. Der persönliche Kontakt soll diese Hürde nehmen.

Auch in Dresden setzt man auf direkte Hilfe. Das „Digitalcafé“ im Kulturforum riesa efau öffnet jeden Donnerstag seine Türen – speziell für Menschen über 60. Hier gibt es keine Hightech-Vorträge, sondern entspanntes Lernen in geselliger Runde. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Neue Hardware macht das Lesen leichter

Die Technik selbst entwickelt sich rasant weiter. Im Frühjahr brachte Dasung den Link 2 auf den Markt – ein 6,7 Zoll großer E-Ink-Bildschirm, der das Smartphone-Display spiegelt. Mit 300 Punkten pro Zoll und 60 Hertz Bildwiederholrate soll er die Augen schonen, ohne auf moderne Apps verzichten zu müssen.

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Die koreanische Immobilienbehörde senkt ihre jährlichen Aktenkosten von 320.000 Euro auf 21.000 Euro – eine Ersparnis von 94 Prozent. Dieser Report zeigt, wie auch Ihr Unternehmen mit E-Zertifikaten und digitalen Workflows ähnliche Einsparungen erzielt. Kostenrechner und 5-Schritte-Plan jetzt anfordern

Noch einen Schritt weiter geht Bigme: Das chinesische Unternehmen stellte Ende Juni sein B10 E-Ink-Tablet vor. Mit 10,3 Zoll großem Farbdisplay (Kaleido 3) und satten 12 Gigabyte Arbeitsspeicher richtet es sich an anspruchsvolle Nutzer. Die internationale Version kommt mit 8 GB RAM.

Auf der Software-Seite treibt Kobo die Vernetzung voran. Der E-Book-Anbieter mit zwölf Millionen Nutzern in 190 Ländern hat den Lesetracker StoryGraph in sein System integriert. Künftig synchronisieren sich E-Books und Hörbücher automatisch – und verbinden Kobos Leser mit der fünf Millionen starken StoryGraph-Community.

Behörden sparen Millionen durch digitale Akten

Nicht nur Medienhäuser setzen aufs Papierlose. Auch Verwaltungen und Gerichte erkennen das enorme Sparpotenzial. Die Korea Internet & Security Agency (KISA) hat zehn Projekte für mobile E-Zertifikate gestartet. Steuerbescheide und Bußgelder sollen künftig digital zugestellt werden. Die Rechnung ist beeindruckend: Nach Berechnungen der koreanischen Immobilienbehörde sinken die jährlichen Verwaltungskosten von umgerechnet rund 320.000 Euro auf knapp 21.000 Euro.

Der ECOWAS-Gerichtshof in Westafrika geht noch weiter. Mit seinem neuen Electronic Case Management System (ECMS) können 400 Millionen Bürger in 15 Mitgliedsstaaten Klagen elektronisch einreichen, an virtuellen Verhandlungen teilnehmen und Benachrichtigungen empfangen. Das Ziel: Bis 2030 soll der Gerichtshof komplett papierlos arbeiten. Schon in den nächsten sechs Monaten erwartet man, dass 80 Prozent der Anwälte das System nutzen.

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Rechtliche Unsicherheit bei E-Signaturen bremst die Digitalisierung vieler Unternehmen. Dabei gibt es klare Compliance-Vorgaben – und eine Checkliste, die alle Anforderungen abdeckt. Dieser Leitfaden liefert die wichtigsten Kriterien für rechtskonforme elektronische Signaturen. E-Signatur-Checkliste jetzt sichern

Auch Unternehmen rüsten auf. Metrofile hat mit docuForce eine Plattform gestartet, die Dokumenten-Workflows automatisiert und rechtskonforme E-Signaturen integriert. Das Versprechen: Kosteneinsparungen von 40 bis 70 Prozent im Vergleich zur Papierakte. Korea Western Power setzt sogar auf Künstliche Intelligenz: Seit Oktober 2024 läuft ein Pilotprojekt, bei dem KI-gestützte Dokumentenlösungen rund 720.000 interne Wissenseinträge verwalten.

Die digitale Transformation ist in vollem Gange – und sie kommt schneller, als viele denken.