VEX Robotics: Weltmeisterschaft in St. Louis lockt mit neuen Strategien

Die VEX Robotics Saison 2026 erreicht ihren Höhepunkt mit entscheidenden Qualifikationsturnieren für die Weltmeisterschaft. Die Spiele Push Back und Mix & Match fordern komplexe autonome Fähigkeiten und innovative Robotik-Designs.

Die globale Robotik-Community blickt auf ein entscheidendes Qualifikationswochenende. Schülerteams weltweit feilen an ihren Maschinen für die Herausforderungen „Push Back“ und „Mix & Match“, um sich für die VEX Robotics Weltmeisterschaft 2026 in St. Louis zu qualifizieren. Die strategische Landschaft hat sich nach ersten großen Turnieren verfestigt und zeigt das enorme Potenzial des technischen Nachwuchses.

„Push Back“: Die Offensive dominiert das Spiel

Das aktuelle VEX V5-Spiel „Push Back“ setzt auf Dynamik und Angriff. Auf einem Feld von etwa 3,6 x 3,6 Metern müssen Allianzen 88 Blöcke in verschiedene Ziele manövrieren und spezielle Zonen kontrollieren. Beobachter des „Sugar Rush“-Events Anfang Januar sahen eine deutliche Evolution der Roboter-Designs. Im Gegensatz zu defensiv-lastigen Vorjahren belohnt „Push Back“ aggressives Punkten.

Ein Regel-Update im Dezember 2025 unterstrich diesen Trend: Es definierte „Offensiv-“ und „Torwart“-Spiel klar und schränkte statische Verteidigungsstrategien ein. Teams konzentrieren sich nun auf die komplexen autonomen Aufgaben, für die präzise Programmierung nötig ist. Roboter müssen ohne menschliches Zutun Blöcke platzieren und Ladestationen räumen. Viele Teams nutzen dafür fortschrittliche Sensorfusion und den 2024 eingeführten KI-Visionssensor, um im Chaos des Feldes zu navigieren.

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„Mix & Match“: Farbtheorie für den Robotik-Nachwuchs

Im Grundschul- und Mittelstufenbereich fordert das Spiel „Mix & Match“ komplexes Sortieren und Stapeln. Roboter manipulieren Stifte und Balken, um vertikale Stapel zu bauen. Das Punktesystem belohnt die Anwendung von Farbtheorie: Es gibt hohe Boni für mehrfarbige Stapel, die in Ziele passender Farbe platziert werden.

Top-Teams schaffen inzwischen regelmäßig den als schwierig geltenden „3-Farben-Stapel“-Bonus. Die Einführung von Balken als horizontale Verbinder fügt eine bautechnische Komponente hinzu – die Schüler müssen Schwerpunkt und Stabilität ihrer Konstruktionen berechnen. Pädagogen beobachten, dass das Spiel die Beschäftigung mit Farbdetektions-Algorithmen beschleunigt. Der Code, den die Schüler schreiben, hat direkten Bezug zu realen Anwendungen in automatisierten Fertigungs- und Logistiksystemen.

Kalahari Classic: Der Stresstest für die WM

Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf Sandusky, Ohio. Der Kalahari Classic, der nächste Woche seine 10. Auflage feiert, gilt als einer der wichtigsten VEX-Wettbewerbe überhaupt. Das Event mit Tausenden Teilnehmern dient oft als Indikator für die Strategien bei der Weltmeisterschaft.

Der Wettbewerb zwingt Teams, ihre Designs im Stresstest gegen die vielfältigsten Taktiken des Kontinents zu beweisen. Die große Menge an Spielobjekten bei „Push Back“ stellt hohe Anforderungen an die Robustheit der Aufnahmesysteme. Das Event unterstreicht auch das wachsende Ökosystem: Die Integration der JROTC National Championship zeigt das Interesse von Militär und Wirtschaft an der Robotik-Ausbildung als Pipeline für künftige Fachkräfte.

Ausblick: Der Weg nach St. Louis

Für alle Qualifikationen ist die Weltmeisterschaft in St. Louis das übergeordnete Ziel. Die Stadt wird 2026 und 2027 zentraler Hub für die globale Community sein. Teams, die in diesen Wochen Qualifikationen sichern, buchen ihr Ticket zum „Olympia der Robotik“.

Die Saison 2026 zeigt zudem eine Erweiterung desVEX-Ökosystems. Neue Bildungs-Tools wie der VEX AIM Coding Robot und der VEX AIR Drohnen-Wettbewerb diversifizieren die erlernten Fähigkeiten. Während „Push Back“ und „Mix & Match“ im Fokus stehen, weitet die Organisation ihren Blick auf Luftfahrtrobotik und reine Informatik-Herausforderungen.

Bis zu den Regionalmeisterschaften im Februar bleibt den Teams wenig Zeit, ihre Entwürfe zu optimieren. „Push Back“ ist ein logistischer und mechanischer Ausdauertest, der Zuverlässigkeit ebenso belohnt wie Geschwindigkeit. Experten erwarten, dass sich die autonomen Routinen bis St. Louis nahezu perfektionieren werden. Der nächste Durchbruch der studentischen Innovation könnte jedoch schon im nächsten Qualifikationsmatch liegen.

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