Vietnam-Banking: Drei Millionen Kunden verlieren SMS-TAN ab heute

Vietnamesische Banken stoppen SMS-OTP-Verfahren. Ohne verifizierte SIM-Karte drohen Kunden ab sofort Einschränkungen bei Überweisungen und Online-Zahlungen.

Seit dem 15. Juni 2026 greifen in Vietnam drastische Beschränkungen für digitale Bankgeschäfte. Kunden mehrerer großer Finanzinstitute wie Agribank, Vietcombank, BIDV, VietinBank und MB müssen ihre SIM-Karte verifiziert haben – sonst droht der Verlust wichtiger Banking-Funktionen.

SMS-TAN-Verfahren im Visier der Behörden

Die neue Verordnung (Circular 08) zielt gezielt auf das SMS-basierte Einmalpasswort-Verfahren (OTP) ab. Wer seine SIM-Kartendaten nicht bei seinem Mobilfunkanbieter bestätigt hat, kann keine Überweisungen, Einzahlungen oder Online-Zahlungen mehr durchführen. Die Banken stellten klar: Während SMS-OTP gesperrt wird, funktioniert die Smart-OTP-Authentifizierung für verifizierte Anwendungen weiterhin.

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Das Ausmaß der fehlenden Verifizierung ist beträchtlich. Der Mobilfunkanbieter VinaPhone meldete, dass zwar 18 Millionen Nutzer die Identitätsprüfung erfolgreich abgeschlossen haben – doch rund drei Millionen Kunden sind noch säumig. Der Zeitplan für Sanktionen ist strikt: Nach 60 Tagen Inaktivität droht eine zweiwöchige Sperre, fünf Tage später wird die Mobilfunknummer endgültig eingezogen.

Indien reformiert Investitionsregeln für Auslandsinder

Parallel dazu hat die indische Zentralbank (RBI) am 13. Juni 2026 die Vorschriften für ausländische Direktinvestitionen aktualisiert. Die Änderung des Devisenmanagementgesetzes (FEMA) betrifft vor allem Nichtansässige Inder (NRIs) und Auslandsinder (OCIs). Investitionen auf Rückführungsbasis müssen künftig über spezielle rückführbare Rupien-Konten abgewickelt werden. Auch Einzahlungen in das staatliche Rentensystem NPS sind nun nur noch durch Überweisungen aus dem Ausland oder über bestimmte Konten erlaubt.

Ein weiterer Schritt: Die RBI lockert die Zinsbindung für Masseneinlagen. Geschäftsbanken dürfen künftig unterschiedliche Zinssätze anbieten – für Einlagen ab 3 Crore Rupien (etwa 330.000 Euro) bei Geschäftsbanken und ab 1 Crore Rupien bei Regionalbanken. Transparenz ist Pflicht: Banken müssen ihre vollständigen Zinssätze vor Geschäftsbeginn online veröffentlichen. Versteckte Zahlungen wie Marketing- oder Beratungshonorare sind verboten, während Prämien für unkündbare Einlagen erlaubt bleiben.

US-Banken weiterhin gut kapitalisiert

Der Aufsichtsbericht der US-Notenbank Federal Reserve vom Juni 2026 zeigt ein stabiles Bild: Über 99 Prozent der US-Banken galten Ende 2025 als gut kapitalisiert. Die durchschnittliche Kernkapitalquote (CET1) lag bei rund 13 Prozent. Die unrealisierten Verluste aus Wertpapieren des Anlagebestands (AFS) sanken auf 98 Milliarden Dollar – weniger als ein Drittel des Höchststands von 2022.

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Weitere regulatorische Entwicklungen

  • Indiens Devisen-Swap-Fazilität: Seit dem 8. Juni 2026 können Banken Fremdwährungseinlagen von Auslandsindern ohne Absicherungskosten in Rupien tauschen. Die Maßnahme läuft bis zum 30. September 2026 und soll die Liquidität stärken.
  • US-Kreditgenossenschaften: Die US-Aufsicht NCUA bittet bis zum 22. Juni 2026 um Stellungnahmen zu einem Vorschlag, der Fusionen von Kreditgenossenschaften mit Banken vereinfachen soll.
  • Illinois: Der Bundesstaat verabschiedete am 31. Mai 2026 ein Gesetz zur Transparenz bei Sehhilfen. Ab Januar 2027 müssen Gebühren offengelegt werden, bestimmte Transaktionskosten sind verboten.

In Europa kündigte Ungarn an, das Steuerrückmeldesystem ÁNYK zum 1. Januar 2027 abzuschalten – die Umstellung auf das Pflichtsystem eVAT läuft. Österreich bereitet sich derweil auf das neue Verbraucherkreditgesetz (VKrG 2026) vor, das am 20. November 2026 in Kraft tritt.