Sicherheitsbehörden warnen vor einer neuen Betrugswelle im Mobile Banking. Kriminelle geben sich am Telefon als Bankmitarbeiter aus und erschleichen sich Echtzeitüberweisungen. Die Schäden sind bereits jetzt erheblich.
Die als Vishing (Voice Phishing) bekannte Masche nutzt gezielt die Angst der Opfer aus. Die Anrufer behaupten, eine verdächtige Transaktion stoppen zu müssen, und fordern unter Zeitdruck eine angebliche „Sicherungszahlung“. In Wahrheit leiten die Betroffenen damit ihr Geld direkt auf Konten der Täter.
So läuft der perfide Anruf ab
Die Masche folgt einem ausgeklügelten Drehbuch. Das Opfer erhält einen Anruf von einer gefälschten Banknummer. Der angebliche Sicherheitsmitarbeiter warnt vor einer betrügerischen Abbuchung – oft unter Verwendung gestohlener persönlicher Daten.
Anschließend erklärt der Täter, zur „Stornierung“ sei eine Gegenbuchung nötig. Er leitet das Opfer an, sich in die Banking-App einzuloggen und eine Überweisung zu bestätigen. Durch die Freigabe mit TAN oder Fingerabdruck autorisiert das Opfer unwissentlich eine irreversible Echtzeitüberweisung an die Betrüger.
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Instant Payments: Das perfekte Werkzeug für Kriminelle
Echtzeitüberweisungen sind für Verbraucher praktisch, für Betrüger ein Glücksfall. Das Geld ist innerhalb von Sekunden transferiert und kann nicht mehr zurückgeholt werden. Bei klassischen Überweisungen blieb dagegen oft ein Widerrufs-Fenster.
Diese Unumkehrbarkeit macht Instant Payments zum idealen Werkzeug. Die Täter leiten das Geld sofort weiter oder tauschen es in Kryptowährungen um. Die seit 2025 verpflichtende Empfangsmöglichkeit bei allen EU-Banken vergrößert das Zielgebiet der Kriminellen noch.
So schützen Sie sich vor dem Anruf-Betrug
Die wichtigste Waffe ist Skepsis. Ihre Bank wird Sie niemals am Telefon zur Eingabe von Passwörtern oder TANs auffordern. Auch eine Überweisung zur „Stornierung“ einer anderen Transaktion ist absoluter Unfug.
Wichtige Schutztipps:
* Auflegen: Beenden Sie verdächtige Anrufe sofort. Lassen Sie sich nicht in ein Gespräch verwickeln.
* Daten geheim halten: Geben Sie niemals Passwörter, PINs oder TANs am Telefon preis.
* Selbst zurückrufen: Kontaktieren Sie Ihre Bank über die bekannte Nummer von der Karte – nie über eine vom Anrufer genannte.
* Drohungen ignorieren: Echte Banken kommunizieren Kontosperrungen schriftlich, nicht unter Druck am Telefon.
Warum die Masche so erfolgreich ist
Die Vishing-Welle zeigt einen Trend: Cyberkriminelle setzen immer mehr auf psychologische Tricks statt auf technische Hacks. Sie nutzen Angst und Vertrauen aus, um die Nutzer selbst die Tür zu ihrem Konto öffnen zu lassen.
Sogar etablierte Sicherheitsverfahren wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung werden so ausgehebelt. Wenn ein vermeintlicher Bankmitarbeiter plausibel erklärt, warum eine TAN nötig ist, schöpfen viele keinen Verdacht. Experten fordern daher schärfere Aufklärungskampagnen der Banken.
Die Betrüger werden noch überzeugender
Die Gefahr wird voraussichtlich wachsen. Künftig könnten Täter mit KI-gestützter Stimmimitation noch realistischer wirken. Banken arbeiten an neuen Schutzmechanismen, etwa verhaltensbasierte Transaktionsanalysen oder explizite Warnhinweise in den Apps.
Langfristig bleibt die Aufklärung der Schlüssel. Sprechen Sie in Familie und Bekanntenkreis über die Gefahr – besonders mit älteren Personen. Wer Opfer wird, sollte sofort die Bank kontaktieren, das Konto sperren lassen und Anzeige erstatten. Die Chancen auf Rückerstattung sind zwar gering, aber jede Anzeige hilft, die Täterprofile zu schärfen.
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