Vision Pro 2 kommt Ende 2026: M4-Chip und neues Kopfband

Apple rüstet die Vision Pro mit Nvidia-CloudXR und Foveated Streaming auf und bereitet den Marktstart in China für September 2026 vor.

Der Konzern rüstet die Vision Pro mit professionellen Software-Features aus und bereitet den Markteintritt in China vor – einem der wichtigsten Absatzmärkte der Welt.

visionOS 26.4: Foveated Streaming und Nvidia-Partnerschaft

Das aktuelle Betriebssystem-Update visionOS 26.4 bringt eine Reihe technischer Neuerungen. Im Zentrum steht das sogenannte Foveated Streaming: Diese Technologie optimiert die Rendering-Leistung, indem sie die Bilddetails dort scharfstellt, wo der Nutzer tatsächlich hinschaut. Das spart Rechenleistung und verbessert die Darstellungsqualität.

Zudem hat Apple die Raumakustik verbessert. Das System merkt sich die akustischen Eigenschaften eines Raumes und nutzt diese Daten für effizienteres Audio-Raytracing. Besonders spannend für Profis: Apple arbeitet mit Nvidia zusammen und hat das CloudXR SDK integriert. Damit lassen sich professionelle Anwendungen wie Autodesk VRED oder die Rennsimulation iRacing auf der Vision Pro nutzen.

visionOS 27: Motion Controller und Visual Intelligence

Der Blick nach vorn zeigt: Mit visionOS 27 öffnet Apple die Plattform für Drittanbieter-Controller. Diese nutzen Infrarot-LEDs und Trägheitssensoren (IMUs) und kommunizieren per Bluetooth. Die Tracking-Geschwindigkeit liegt bei bis zu 120 Hertz. Zwar navigieren die Controller zunächst nicht durch die gesamte visionOS-Oberfläche, doch Entwickler erhalten damit neue Präzisionsmöglichkeiten. Unternehmen wie DFRobot und MIKROE arbeiten bereits an entsprechenden Entwicklungskits.

Weitere Neuerungen: Das Objekt-Tracking verbessert sich auf 30 Bilder pro Sekunde, und eine systemweite Visual Intelligence-Funktion hält Einzug.

Barrierefreiheit: Eye-Tracking für Rollstuhlsteuerung

Apple erweitert die Zugänglichkeit der Vision Pro deutlich. Neu ist eine Augensteuerung für Rollstühle – ein Meilenstein für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Die Funktion ist Teil einer ganzen Reihe KI-gestützter Hilfsmittel. Dazu gehören der Image Explorer für VoiceOver, der Fotos detailliert beschreibt, sowie Verbesserungen bei Lupe und Sprachsteuerung.

China-Start im September 2026

Ein entscheidender Schritt für die internationale Expansion: Apple Intelligence wurde bei den chinesischen Regulierungsbehörden registriert. Der Dienst soll im September 2026 mit iOS 27 und visionOS 27 an den Start gehen. Für den chinesischen Markt integriert Apple offenbar das Qwen-KI-Modell von Alibaba und führt Gespräche mit Baidu. Diese Lokalisierungsstrategie gilt als Schlüssel, um die Vision Pro in einem der größten Elektronikmärkte der Welt zu etablieren.

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Interne Neuausrichtung: Vision Pro 2 und Smart Glasses

Apple hat seine Spatial-Computing-Sparte neu organisiert. Die ursprüngliche Vision Products Group wurde aufgelöst. Die Führungskräfte kümmern sich nun um die Integration von visionOS und Siri in das gesamte Hardware-Ökosystem. Ein günstigeres Modell („Vision Air“) wurde offenbar eingestellt. Doch die Pläne für eine zweite Generation der Vision Pro bleiben bestehen – der Start ist für Ende 2026 vorgesehen.

Die Vision Pro 2 soll mit einem M4-Chip und einem neu gestalteten Kopfband für mehr Tragekomfort kommen. Der Preis wird auf rund 4.000 Euro geschätzt. Eine umfassendere Neugestaltung der Headset-Architektur ist für 2027 geplant. Parallel dazu fließen interne Ressourcen in die Entwicklung von Smart Glasses – ein Zeichen, dass Apple seine Wearable-Strategie verbreitert.

Disney+, 3D-Filme und virtueller Garten

Das Content-Angebot wächst rasant. Disney+ bietet auf der Vision Pro immersive Umgebungen wie den Avengers Tower oder Tatooine. Dazu gibt es eine Auswahl an 3D-Titeln, darunter „Avengers: Endgame“ und „Der König der Löwen“. Allerdings: Der Zugang zu 3D-Inhalten bleibt einem Premium-Abonnement vorbehalten.

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Entwickler-Tools: Reality Composer Pro 3

Für Entwickler hält Apple eine bedeutende Neuerung bereit: Reality Composer Pro 3 integriert Architektur der ehemaligen Game-Engine „The Machinery“, die 2022 eingestellt wurde. Apple hatte die Führungskräfte des damaligen Entwicklerstudios abgeworben. Das Ergebnis ist ein flexibleres Framework für die Erstellung räumlicher 3D-Inhalte.