Vision Pro: Apple öffnet Headset für Drittanbieter-Controller

Apple öffnet das Vision Pro für Drittanbieter-Controller, stoppt das Budget-Modell und konzentriert sich auf KI-gesteuerte Brillen und Wearables.

Der Konzern öffnet das Gerät für Drittanbieter-Controller und stoppt gleichzeitig die Entwicklung einer günstigeren Version. Stattdessen setzt der iPhone-Hersteller nun verstärkt auf KI-gesteuerte Brillen und Wearables.

Neue Controller-Spezifikationen für das Vision Pro

Am 12. Juli 2026 veröffentlichte Apple ein 74-seitiges technisches Dokument für Drittanbieter-Bewegungscontroller. Das ist eine bemerkenswerte Abkehr von der ursprünglichen Strategie, wonach das Vision Pro ausschließlich über Hand- und Augensteuerung bedient werden sollte.

Die neuen Richtlinien definieren Anforderungen für räumliche Zubehörteile mit LED-Konstellationen, Trägheitssensoren und Bluetooth-Anbindung. Die Spezifikationen erlauben eine Verfolgung mit bis zu 120 Hertz. Optional sind auch Tasten und haptisches Feedback vorgesehen. Branchenbeobachter sehen darin eine Öffnung für präzisere Anwendungen in der Medizin, im Industriedesign und im Gaming-Bereich.

Budget-Modell auf Eis gelegt

Während Apple die Eingabemöglichkeiten für das aktuelle Headset erweitert, gibt es offenbar Pläne für eine günstigere Version auf. Der Konzern hat die Entwicklung des intern „G-VR“ genannten Einsteiger-Headsets gestoppt.

Das Projekt sollte ursprünglich ein Micro-OLED-Display mit Glassubstrat und einer Pixeldichte von 1.600 bis 1.700 PPI verwenden – deutlich weniger als die 3.386 PPI des Standard-Vision-Pro. Samsung Display, das an der Entwicklung dieser Panels beteiligt war, wird seine Mitarbeit voraussichtlich bis September 2026 einstellen. Dieser Schritt folgt auf ein Hardware-Update des Vision Pro im Oktober 2025, das den M5-Chip integrierte.

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Fokus auf KI-Brillen und intelligente Wearables

Aktuelle Analysen deuten darauf hin, dass Apple seine langfristige Strategie neu ausrichtet. Statt einer kontinuierlichen Reihe von VR-Headsets setzt der Konzern nun auf KI-gesteuerte Wearables. Bereits am 4. Juni 2026 berichtete Branchenanalyst Ming-Chi Kuo, dass Apple die Vision-Pro-Serie aus der unmittelbaren Roadmap gestrichen habe. Stattdessen priorisiert das Unternehmen eine KI-Brille ohne traditionelles Display für 2027, gefolgt von AR-Brillen mit Wellenleiter-Technologie im Jahr 2029.

Weitere Hinweise auf diesen Kurswechsel fanden sich in aktuellen Software-Builds. Die iOS-27-Beta enthält Verweise auf ein unveröffentlichtes Wearable mit dem Codenamen „B790″. Dieses Gerät verfügt über zwei Kameras an den Seiten – nicht für Fotos, sondern für die Umgebungserfassung zur Unterstützung von KI-Anwendungen. Die Neuausrichtung folgt einem breiteren Markttrend: Analysten prognostizieren dem Smart-Glasses-Sektor ein Milliardenvolumen bis 2026 mit deutlich steigenden Auslieferungszahlen.

Chip-Roadmap und Rechtsstreit mit OpenAI

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Um den neuen Fokus auf künstliche Intelligenz zu unterstützen, überarbeitet Apple auch seine Halbleiter-Strategie. Berichten vom 13. Juli 2026 zufolge wird der Konzern die Pro-, Max- und Ultra-Varianten des kommenden M6-Chips überspringen. Der M6 soll Ende 2026 zunächst in einer Basisversion erscheinen. Stattdessen treibt Apple die Entwicklung der M7-Serie für 2027 voran, die verbesserte KI-Fähigkeiten bietet. Ein M7-Ultra-Chip mit bis zu 1,5 Terabyte Speicher für KI-Server ist für 2028 geplant.

Dieser technologische Wandel findet vor dem Hintergrund zunehmender Konkurrenz und rechtlicher Auseinandersetzungen statt. Am 11. Juli 2026 reichte Apple Klage gegen OpenAI ein. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Hardware-Geschäftsgeheimnisse gestohlen und Führungskräfte abgeworben zu haben. Die Klage nennt ehemalige Apple-Manager wie Tang Tan und Jony Ive, die zu OpenAIs Hardware-Team gestoßen sind. Apple wirft OpenAI vor, vertrauliche Informationen für die Entwicklung konkurrierender KI-Hardware genutzt zu haben.