Vision Pro: Apples Werbebudget bricht um 95% ein

Apple fokussiert sich bei räumlichem Computing auf KI und mehrere Wearables, da das Vision Pro hinter den Verkaufszielen bleibt.

Apple verändert seine Strategie für das räumliche Computing grundlegend. Nach der jüngsten Entwicklerkonferenz WWDC 2026 setzt der Konzern verstärkt auf künstliche Intelligenz und eine breitere Palette an Wearables – die Nachfrage nach dem teuren Vision Pro bleibt hinter den Erwartungen zurück.

Anzeige

Während Apple die Zukunft des räumlichen Computings gestaltet, basieren viele dieser Innovationen auf einer Technologie, die schon heute unseren Alltag revolutioniert. Wie Sie die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz ganz einfach für Ihre eigene Zeitplanung und Organisation nutzen, erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber. ChatGPT-Alltagshelfer jetzt gratis herunterladen

visionOS 27: Apples KI-Offensive für die Datenbrille

Mit visionOS 27 präsentierte Apple auf der WWDC im Juni 2026 das nächste große Update für seine Spatial-Computing-Plattform. Im Zentrum steht Apple Intelligence 2.0 – eine tiefgreifende Integration künstlicher Intelligenz. Die komplett überarbeitete Siri-Oberfläche erscheint nun als animierte Glaskugel, die sich allein durch Blicksteuerung bedienen lässt.

Die neue Visual Intelligence erlaubt es dem Headset, reale Objekte zu erkennen und kontextbezogene Informationen einzublenden. Branchenkreisen zufolge arbeitet Apple dabei mit Google Gemini zusammen. Das lizenzierte KI-Modell verfügt über 1,2 Billionen Parameter – die Kosten dafür werden auf rund eine Milliarde Euro jährlich geschätzt.

Die Entwickler-Beta von visionOS 27 ist bereits verfügbar. Eine öffentliche Testversion soll im Juli 2026 erscheinen, der finale Release ist für den Herbst geplant.

Neue Welten und mehr Produktivität

Das Update bringt eine Reihe neuer Funktionen. Die Thórsmörk-Umgebung entführt Nutzer in eine isländische Landschaft, während persönliche Panoramabilder künftig in 3D-Welten verwandelt werden können. Für den Arbeitsalltag gibt es gebogene Fenster in Safari und der Freeform-App. Der Mac Virtual Display unterstützt jetzt auch 3D-Modell-Vorschauen.

Die Barrierefreiheit bleibt ein Schwerpunkt: In Zusammenarbeit mit der Northwestern University entstanden neue Blicksteuerungen für elektrische Rollstühle. Sie sollen im September 2026 auf den Markt kommen.

Ernüchternde Verkaufszahlen

Die technischen Fortschritte können jedoch nicht über die schwächelnde Nachfrage hinwegtäuschen. Apples Werbeausgaben für das Vision Pro sind in den USA und Großbritannien seit Mitte Juni 2026 um über 95 Prozent eingebrochen. Seit dem Marktstart 2024 wurden rund 390.000 Einheiten verkauft – deutlich weniger als die ursprünglich prognostizierten 500.000 Stück. Vom aktuellen M5-Modell gingen im vergangenen Weihnachtsgeschäft gerade einmal 45.000 Geräte über die Ladentheke.

Der gesamte VR-Markt schrumpfte 2025 um 14 Prozent. Zudem hat die Konkurrenz aufgerüstet: Seit dem 17. Juni 2026 ist die Samsung Galaxy XR auch in Großbritannien erhältlich. Das Gerät, das im Oktober 2025 für 1.799 US-Dollar startete, bietet mit 4.032 Pixeln pro Zoll eine höhere Auflösung als das Apple Vision Pro (3.386 ppi).

Anzeige

Ob Virtual Reality oder Alltagstools – viele Deutsche nutzen moderne KI-Anwendungen bereits, kennen aber oft nicht die effektivsten Befehle für optimale Ergebnisse. Dieser neue Gratis-Report enthüllt die praktischsten Tricks für Einsteiger, mit denen Sie KI-Tools sofort produktiv einsetzen können. Kostenlosen PDF-Report mit Beispiel-Prompts sichern

Drei neue Wearables in der Pipeline

Apple reagiert auf die Marktsituation mit einer veränderten Hardware-Strategie. Statt auf ein einzelnes High-End-Produkt zu setzen, arbeitet der Konzern an drei verschiedenen KI-Wearables:

  • Vision AR: Ein leichtes Gerät, das die Vision-Pro-Technologie in den Alltag bringen soll. Es setzt auf lokale Verarbeitung und sichtbare Aufzeichnungsanzeigen für mehr Privatsphäre.
  • Smart Glasses (Codename N50): Eine Datenbrille ohne Display, die sich derzeit in der Entwicklung befindet.
  • Kamera-AirPods (Codename B798): Ursprünglich für einen früheren Start geplant, sollen sie nun Ende 2027 kommen und Siri visuellen Kontext liefern.
  • KI-Anhänger: Ein experimentelles Accessoire mit ähnlichen visuellen KI-Funktionen.

Gerüchte über eine zweite Generation des Vision Pro halten sich weiterhin. Denkbar wären ein M6-Spatial-Chip und eine Carbonfaser-Konstruktion zur Gewichtsreduktion – offiziell bestätigt ist jedoch nichts.

Patente und neue Peripherie

Apple sichert sich weiterhin die Rechte für sein Wearable-Ökosystem. Am 18. Juni 2026 erhielt das Unternehmen ein Patent für die Herzaktivitätsmessung per Akustik. Dabei nutzt das Headset Ultraschallwellen aus Lautsprechern und Mikrofonen, um über Reflexionen im Ohr des Nutzers die Herztätigkeit zu messen.

Bereits jetzt erweitert Apple den Nutzen seines aktuellen Headsets. Das Update auf visionOS 26, das erstmals im Juni 2025 vorgestellt wurde, bringt Unterstützung für die PlayStation VR2 Sense-Controller und räumliche Widgets. Native Streaming-Clients für Simulationssoftware wie iRacing und X-Plane 12 nutzen foveated Streaming, um eine Verbindung zu lokalen Gaming-PCs herzustellen. Auch Valve hat eine native Steam-Link-App veröffentlicht, die das Streamen von 2D-Spielen von benachbarten Computern ermöglicht.