Vision Pro-Verkäufe: Minus 79% zwingt Apple zur Neuausrichtung

Apple reduziert Personal in VR- und Siri-Teams und lenkt den Fokus auf KI-Brillen. Der Vision Pro verliert an Priorität, während die Verkäufe von Smart-Glasses stark zulegen.

Apple hat mehr als 200 Mitarbeiter entlassen und stellt damit die Weichen für einen strategischen Kurswechsel bei seinen Mixed-Reality- und Wearable-Produkten. Nach Angaben von Bloomberg, über macrumors.com, betrifft der Stellenabbau rund 100 Beschäftigte aus der Vision Products Group sowie etwa 100 weitere aus den Siri- und Software-Teams.

Gaming-Team des Vision Pro weitgehend aufgelöst

Im Zuge der Umstrukturierung wird das Gaming-Team des Vision Pro laut Bloomberg weitgehend geschlossen, das Team für immersive Videos verkleinert. Vision Pro und das zugehörige Betriebssystem visionOS sollen zwar bestehen bleiben, der strategische Fokus des Unternehmens verschiebt sich aber sichtbar in Richtung KI-gestützter Smart-Glasses.

Ergänzend berichtete AppleInsider, über 9to5mac.com, dass mindestens 60 Mitarbeiter aus dem VR-Team, der Apple Vision Group und vergleichbaren Positionen betroffen seien. Das VR-Entwicklungsteam sei demnach komplett aufgelöst worden, wie AppleInsider über cryptobriefing.com berichtete.

Personalwechsel an der Spitze begleitet Strategiewende

Die Neuausrichtung fällt zeitlich mit einem Führungswechsel zusammen: John Ternus übernimmt zum 1. September 2026 als neuer CEO. Laut AppleInsider, über macrumors.com, soll Ternus bereits die Entwicklung der zweiten Vision-Pro-Generation sowie eines günstigeren Modells namens „Vision Air“ gestoppt haben. Ein neues Vision-Pro-Modell könnte laut Bloomberg möglicherweise erst Ende 2028 erscheinen.

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Vision Pro zwischen Preiserhöhung und schwachen Verkaufszahlen

Der Vision Pro kostet seit Juni 2026 3.699 US-Dollar – zum Marktstart im Februar 2024 lag der Preis noch bei 3.499 US-Dollar, wie AppleInsider über 9to5mac.com berichtete. Ein Hardware-Upgrade mit M5-Chip war im Oktober 2025 erschienen, im Juni 2026 folgte die Softwareversion visionOS 27.

Trotz dieser Updates entwickelten sich die Verkaufszahlen offenbar rückläufig: Laut AppleInsider, über idevice.com, gingen die VR-Headset-Verkäufe im zweiten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 79 Prozent zurück. Im gleichen Zeitraum wuchsen die Verkäufe von KI-Brillen laut derselben Quelle um 776 Prozent – ein Kontrast, der die Neuausrichtung von Apples Ressourcen erklären dürfte.

Fokus auf Smart-Glasses ohne AR-Display

Apples künftige KI-Smart-Glasses tragen laut phonearena.com den internen Codenamen N50 und werden für 2027 erwartet. Sie sollen laut Bloomberg ohne 3D-Gaming- und immersive Video-Funktionen auskommen, wie sie beim Vision Pro zu finden sind. Laut 9to5mac.com ist zudem kein AR-Display vorgesehen.

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Der Marktforscher IDC rechnet laut Android Headlines in den kommenden vier bis fünf Jahren mit starkem Wachstum bei Smart-Glasses ohne Display – ein Trend, der Apples Strategieverschiebung von immersiver Virtual-Reality-Technologie hin zu leichteren, alltagstauglicheren KI-Brillen zusätzlich untermauert.

Die Entlassungen markieren damit einen sichtbaren Einschnitt in Apples bisheriger Vision-Pro-Strategie: Statt weiter in aufwendige 3D- und Gaming-Anwendungen zu investieren, konzentriert sich das Unternehmen künftig stärker auf schlankere, KI-gestützte Wearables.