visionOS 27: Apple integriert KI-Siri und verdreifacht WLAN-Speed

Apple erweitert die Vision Pro um KI-gestütztes visionOS 27 und Steam Link, während die Verkaufszahlen enttäuschen und das Werbebudget drastisch sinkt.

Apple erweitert das Software-Angebot für die Vision Pro mit neuen Beta-Versionen und nativen Streaming-Apps – doch die Verkaufszahlen bleiben hinter den Erwartungen zurück.

visionOS 27: KI-Integration und dreimal schnellere WLAN-Geschwindigkeit

Am 17. Juni 2026 veröffentlichte Apple visionOS 26.6 Public Beta 2 – ein Update mit Fokus auf Leistungsoptimierung und Sicherheitspatches. Parallel dazu sickerten Details zur kommenden visionOS 27 Beta 1 durch, die eine tiefgreifende Integration von Apple Intelligence verspricht.

Die dritte Generation der hauseigenen KI soll eine überarbeitete Siri mitbringen, die per Eye-Tracking visuelle Intelligenz ermöglicht. Die technischen Verbesserungen in der Beta können sich sehen lassen: Die WLAN-Geschwindigkeit steigt auf das Dreifache, und der Safari-Browser erlaubt nun bis zu fünf parallele, gebogene Fenster. Besonders spannend: Nutzer können künftig ihre eigenen Panoramafotos in immersive 3D-Umgebungen verwandeln.

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Bereits angekündigte Funktionen für visionOS 26 umfassen die Unterstützung von PSVR2-Sense-Controllern, räumliche Widgets für Wetter und Musik sowie eine „Look to Scroll“-Funktion. Die Sprachunterstützung wurde erweitert – Deutsch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch und Spanisch sind nun an Bord.

Valve bringt Steam Link auf die Vision Pro

Einen Tag später, am 18. Juni, erweiterte Valve das Anwendungsspektrum des Headsets: Die native Steam-Link-App für die Vision Pro ist da. Nutzer können damit klassische 2D-Spiele von einem Mac oder PC über das lokale Netzwerk streamen. VR-spezifisches Gaming unterstützt die aktuelle Version zwar noch nicht – doch die native App legt das Fundament für künftige Virtual-Reality-Kompatibilität.

Im Unternehmenssektor machte ebenfalls am 17. Juni dilium von sich reden: Die Plattform Spatial Plan Enterprise ist jetzt über Apple Business Manager verfügbar. Sie nutzt den LiDAR-Sensor und KI-gestützte Objekterkennung der Vision Pro für digitale Zwillinge, Inspektionen und Wartungsarbeiten. Die räumlichen Daten lassen sich als USDZ-Dateien für industrielle Anwendungen exportieren.

Sicherheit, Bedienung und Barrierefreiheit

Apple Support veröffentlichte am 19. Juni aktualisierte Richtlinien zur Gerätesicherheit. Wer viermal den falschen Code eingibt, sieht die Option „Passwort vergessen?“. Ein Reset löscht sämtliche lokalen Daten – eine Wiederherstellung ist nur über ein iCloud-Backup möglich.

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Neue Anleitungen vom 18. Juni erklären die Aufnahmefunktionen: Screenshots gelingen durch gleichzeitiges Drücken von Digital Crown und oberem Knopf oder per Siri-Sprachbefehl. Bildschirmaufnahmen sind über das Kontrollzentrum zugänglich, mit maximal drei Minuten Laufzeit in hoher Qualität.

Bereits im Mai angekündigte Barrierefreiheits-Features kommen nun zum Tragen: KI-gestützte Spracherkennung auf dem Gerät ermöglicht Live-Video-Untertitel. Die Eye-Tracking-Technologie der Vision Pro wurde zudem für die Steuerung von Elektrorollstühlen der Hersteller Tolt und LUCI adaptiert. Gegen Übelkeit unterwegs helfen die neuen Vehicle Motion Cues.

Werbebudget um 95 Prozent gekürzt – Markt schrumpft

So beeindruckend die technische Entwicklung – das Marketing für die Vision Pro fährt Apple massiv zurück. Branchendaten vom 18. Juni zeigen: Das Werbebudget in den USA und Großbritannien wurde um mehr als 95 Prozent gekürzt. Grund sind die schleppenden Verkaufszahlen.

Seit dem Marktstart 2024 wurden rund 390.000 Einheiten abgesetzt. Das M5-Modell verkaufte sich in der vergangenen Weihnachtssaison mit etwa 45.000 Stück eher verhalten. Die Produktion des M2-basierten Modells wurde bereits pausiert. Apples Zurückhaltung folgt einem Branchentrend: Der Virtual-Reality-Markt schrumpfte 2025 um 14 Prozent.