Mit visionOS 27 hat Apple den Rahmen für Zubehör rund um die Vision Pro erweitert. Im Zentrum steht die Unterstützung für Motion-Controller und sogenannte „Spatial Accessories“ von Drittanbietern – ein Schritt, der das ursprüngliche Konzept des Headsets verändert, das zum Marktstart bewusst ohne klassische Controller auskam.
Tracking über IR-LEDs und IMUs
Entwickler können künftig hochperformante, getrackte Controller in ihre Anwendungen integrieren. Das Tracking-Verfahren basiert dabei auf einer Kombination aus Infrarot-LEDs und Trägheitssensoren (IMUs): Das System erkennt bekannte IR-LED-Muster und ergänzt diese um Positionsdaten der IMUs.
Dieser Ansatz schließt eine Lücke, die seit der Markteinführung der Vision Pro bestand, als Apple bewusst auf Motion-Controller verzichtete und stattdessen vollständig auf Hand- und Augen-Tracking setzte. Besonders für VR-Gaming, wo präzise und schnelle Eingaben gefragt sind, dürfte diese Öffnung Entwicklern neue Möglichkeiten eröffnen.
Für die aktuelle Vision Pro-Generation bleiben die praktischen Auswirkungen nach Einschätzung von Berichterstattern vorerst begrenzt. Als deutlich gewichtiger gilt die Neuerung jedoch im Hinblick auf künftige visionOS-Geräte, für die Apple damit bereits jetzt die technische Grundlage für ein breiteres Controller-Ökosystem legt.
visionOS 27 und das erste Wartungsupdate
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visionOS 27 selbst ging im September 2026 an den Start und brachte neben der Controller-Unterstützung auch „Spatial Scenes“ für Panoramafotos sowie eine neue Umgebung mit. Kurz darauf, Ende September 2026, folgte mit visionOS 27.0.1 das erste Point-Release.
Laut Apples Sicherheitsindex wurde das Update für alle Vision Pro-Modelle veröffentlicht; der öffentliche Build trägt die Kennung 24M372. Zu dem Update erklärte Apple, es enthalte keine veröffentlichten CVE-Einträge. Signierte Restore-Images für das ursprüngliche Vision-Pro-Modell sowie die M5-Variante stehen unter diesem Build bereit.
Weiteres Zubehör-Umfeld: Simulator-Integration und Accessibility
Parallel zur Controller-Öffnung hat sich auch das Zubehör- und Software-Umfeld der Vision Pro weiterentwickelt. So wurden PC-VR-Streaming-Clients für die Simulationen X-Plane 12 und iRacing für die Vision Pro gestartet, ermöglicht durch das Zusammenspiel von Apples visionOS 26.4 und dem Nvidia-CloudXR-SDK.
Beide Anwendungen nutzen sogenanntes Foveated Streaming, bei dem Eye-Tracking für eine höhere Bildqualität im jeweiligen Blickfeld sorgt. iRacing blendet zudem über Apples ARKit-SDK ein physisches Lenkrad automatisch ins virtuelle Umfeld ein und segmentiert es selbstständig, während X-Plane 12 einen manuellen Passthrough-Ausschnitt erlaubt, vergleichbar mit bereits bekannten Lösungen wie KRVR.
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Eine technische Einschränkung bleibt jedoch bestehen: Das Nvidia-CloudXR-SDK unterstützt ausschließlich die Ada- und Blackwell-GPU-Architekturen, also die RTX-40- und RTX-50-Serien.
Daneben hat Apple neue, durch Apple Intelligence gestützte Accessibility-Funktionen vorgestellt, die auch die Vision Pro betreffen. Dazu zählen Verbesserungen bei VoiceOver, Magnifier, Voice Control und dem Accessibility Reader, geräteseitig generierte Untertitel für Videos sowie eine neue Rollstuhl-Steuerung für das Headset. Im Zubehörbereich ist zudem das adaptive MagSafe-Zubehör Hikawa Grip & Stand für iPhone in neuen Farben erhältlich.
In der Summe zeigt sich: Apple erweitert das Vision-Pro-Ökosystem derzeit auf mehreren Ebenen gleichzeitig – bei Eingabegeräten, bei Streaming-Partnerschaften für Simulationssoftware und bei Barrierefreiheit. Während die konkreten Effekte für bestehende Nutzer teils noch begrenzt ausfallen, deuten die Weichenstellungen auf ein wachsendes Drittanbieter-Umfeld für künftige Generationen der Plattform hin.

