visionOS 27: Apple öffnet Vision Pro für externe Controller

Mit visionOS 27 Beta unterstützt Apples Headset erstmals Drittanbieter-Controller und erweitert Siri um Blicksteuerung.

Apple öffnet sein Headset für externe Eingabegeräte – ein Meilenstein für Spiele und professionelle Anwendungen.

Mit der dritten Entwickler-Beta von visionOS 27, die am 6. Juli 2026 erschienen ist, vollzieht Apple einen strategischen Kurswechsel. Erstmals können Drittanbieter ihre eigenen Motion-Controller und Tracked-Accessoires mit der Vision Pro nutzen. Bisher verließ sich das 4.000-Euro-Headset fast ausschließlich auf Hand- und Augensteuerung – ein Ansatz, der für viele Anwendungen zu kurz griff.

Neues Framework für räumliche Eingabegeräte

Das Update führt ein spezielles Framework für „Spatial Accessories“ ein. Entwicklerdokumentationen zufolge nutzen die externen Controller eine Kombination aus Infrarot-LED-Mustern und Trägheitssensoren (IMU), um präzise Positionsdaten zu liefern. Die Datenübertragung erfolgt per Bluetooth mit niedriger Latenz.

Entwickler können nun individuelle Tracking-Profile erstellen, die systemweit registriert werden. Das bedeutet: Ein spezieller Stift für Designer oder ein industrielles Werkzeug für Ingenieure bleibt in allen Anwendungen konsistent. Apple arbeitet mit den Hardware-Partnern DFRobot und MIKROE zusammen, um Entwicklungskits für Zubehörhersteller bereitzustellen.

Siri bekommt 3D-Design und Blicksteuerung

Auch die Sprachassistentin wurde aufgerüstet. Die neue Siri-Visualisierung erscheint als dreidimensionales Objekt, und die Aktivierung erfolgt jetzt über Blicksteuerung. Nutzer rufen Siri auf, indem sie einfach das Interface-Orb ansehen – ohne Geste oder Sprachbefehl.

Die „Visual Intelligence“ des Headsets wurde erweitert, das Control Center neu organisiert. Zu den optischen Neuerungen gehören gebogene App-Fenster, kleinere Widgets und Benachrichtigungen, die sich automatisch vergrößern, wenn der Nutzer sie ansieht. Apple hat zudem die Thórsmörk-Umgebung integriert – eine isländische Landschaft als räumliche Kulisse. Panorama-Fotos lassen sich jetzt als voll immersive Umgebungen nutzen.

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M5-Chip und Foveated Streaming

Parallel zur Beta testen erste Anwender die Vision Pro mit dem neuen M5-Chip. Der frühere Profisportler Shaun White hob die Verbesserungen beim Mac Virtual Display und bei immersiven Kinoerlebnissen hervor. Die Akkulaufzeit bleibt jedoch bei rund zwei Stunden, der Preis bei umgerechnet knapp 6.000 Euro.

Ebenfalls am 6. Juli veröffentlichte Apple visionOS 26.4. Diese Version bringt host-agnostisches Foveated Streaming für PC-VR-Inhalte. Die Technologie unterstützt Nvidia CloudXR und lokale PC-Verbindungen und optimiert die Darstellung, indem sie hochauflösende Details nur dort berechnet, wo der Nutzer hinsieht. Entwickler wie ALVR planen bereits, diese Technik für hochwertiges VR-Streaming zu integrieren.

Zeitplan und Entwickler-Tools

Die dritte Beta von visionOS 27 erschien zusammen mit entsprechenden Entwickler-Builds für iOS 27, iPadOS 27, macOS 27, watchOS 27 und tvOS 27. Der aktuelle Build (Version 24M5316k) enthält Fehlerbehebungen für RealityKit, ARKit und Metal sowie neue APIs für SwiftUI AsyncImage-Caching und VideoToolbox-Low-Latency-Verarbeitung.

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Eine öffentliche Beta von visionOS 27 wird für Juli 2026 erwartet. Sie soll einem breiteren Nutzerkreis Zugang zu den neuen Siri-Funktionen und der Zubehörunterstützung verschaffen, bevor die finale Version ausgeliefert wird. Die Registrierung für das Beta-Programm ist über die Software-Update-Einstellungen der Vision Pro möglich – Voraussetzung ist ein Entwickler-Account.