visionOS 27: Apple sperrt KI-Features für M2-Vision-Pro

Apple spaltet Vision Pro-Linie: M5-Modell erhält exklusive KI-Features, M2-Version setzt auf Cloud-Verarbeitung.

Während das Update für alle Vision Pro-Modelle kommt, bleiben die wichtigsten KI-Funktionen dem neuen M5-Chip vorbehalten.

Seit dem 22. Juni 2026 können Entwickler die neueste Version des Betriebssystems testen. Die Build-Nummer 24M5306i folgt nur drei Tage auf die erste Beta vom 19. Juni und bringt eine Reihe von Verbesserungen für die Oberfläche und die künstliche Intelligenz mit sich. Ein öffentlicher Beta-Test ist für Juli 2026 angekündigt.

Zwei Klassen von Intelligenz

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Die entscheidende Neuerung: visionOS 27 führt eine klare Trennung zwischen den Hardware-Generationen ein. Das M5-Modell des Vision Pro erhält exklusiven Zugriff auf lokale KI-Verarbeitung. Herzstück ist das „AFM 3 Core Advanced“, ein großes Sprachmodell mit rund 20 Milliarden Parametern, das direkt auf dem Gerät läuft.

Besitzer des ursprünglichen M2-basierten Vision Pro müssen für vergleichbare KI-Funktionen auf Cloud-Verarbeitung zurückgreifen. Zu den M5-exklusiven Features gehören eine personalisierte Siri-Stimme, ein verbessertes Diktiersystem, höher aufgelöste Spatial Personas und präziseres Hand-Tracking.

Die zugrundeliegende KI-Architektur nutzt Apples hauseigene Foundation Models. Branchenkreisen zufolge könnten dabei auch Technologien von Google, OpenAI und Anthropic zum Einsatz kommen. Entwickler erhalten zudem über Xcode 27 neue Werkzeuge für agentisches Programmieren und ein Intelligence Framework für Siri-gesteuerte App-Befehle.

Neue Optik für den Raumcomputer

Die Beta zeigt deutliche visuelle Veränderungen. App-Fenster erscheinen jetzt mit abgerundeten Ecken, das Kontrollzentrum wurde komplett überarbeitet. Apple setzt auf „Liquid Glass“-Design-Elemente, führt extrakleine Widgets ein und verbessert die intelligente Benachrichtigungsverwaltung.

Neue räumliche Inhalte umfassen:
Spatial Panoramas: Dreidimensionale Darstellung von Panoramafotos
Thórsmörk-Umgebung: Eine neue immersive virtuelle Landschaft
Web Environment API: 360-Grad-Inhalte direkt im Safari-Browser
Visual Intelligence: Eine neue Siri-Oberfläche mit 3D-Orb für visuelle Interaktionen

Technisch legt Apple nach: Die Spatial Accessories API unterstützt jetzt 90 Hertz Bildwiederholrate, und die WLAN-Geschwindigkeit soll sich verdreifacht haben. Auch die Integration des Mac Virtual Display wurde verbessert.

Zwischen Nische und Premium

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Die Veröffentlichung von visionOS 27 fällt in eine schwierige Marktphase. Schätzungen zufolge hat Apple weniger als 600.000 Vision Pro-Geräte verkauft. Branchenberichte deuten sogar auf eine Pause bei der Entwicklung bestimmter zukünftiger Hardware-Varianten hin.

Mit einem Neupreis von 3.499 US-Dollar (rund 3.250 Euro) und etwa 2.000 Dollar für generalüberholte Modelle bleibt das Vision Pro ein Gerät für stationäre Profi- und Produktivitätsnutzung. Das unterscheidet es deutlich von mobilen AR-Lösungen wie der Snap Specs, die mit rund 134 Gramm und 51 Grad Sichtfeld auf leichte, mobile Assistenz setzen. Das Vision Pro bietet dagegen 23 Millionen Pixel und eine Latenz von zwölf Millisekunden.

Die finale Version von visionOS 27 soll im Herbst 2026 erscheinen, Analysten rechnen mit einer Veröffentlichung bereits im September. Während die neuen Siri-KI-Funktionen global für das Vision Pro kommen, ist ein Start ähnlicher Intelligenz-Features für iPhone und iPad in der Europäischen Union vorerst nicht geplant.