Juni 2026 eine neue Softwaregeneration für seine Spatial-Computing-Plattform veröffentlicht. Das Update bringt tiefgreifende KI-Verbesserungen und eine überarbeitete Benutzeroberfläche – und markiert zugleich eine wachsende Kluft zwischen den Hardware-Generationen.
M5-Chip wird zum Schlüsselfaktor
Die Beta offenbart eine strategische Zweiteilung des Apple-Ökosystems. Während visionOS 27 umfangreiche Neuerungen mitbringt – darunter eine auf Large Language Models (LLMs) basierende Siri-KI und die neue Thórsmörk-Umgebung – bleiben bestimmte Funktionen den kommenden M5-Modellen vorbehalten.
Konkret wird das aktuelle M2-betriebene Vision Pro weder die neuen Siri-Stimmen noch das lokale KI-Modell AFM 3 Core Advanced erhalten. Branchenbeobachter hatten zunächst einen Speicherunterschied vermutet, doch beide Generationen verfügen über 16 GB RAM. Die Ursache liegt offenbar in den unterschiedlichen Fähigkeiten der jeweiligen Neural Engines.
Zu den weiteren Neuerungen der Beta zählen die Unterstützung für 360-Grad-Panoramen, gebogene Anwendungsfenster und ein neu gestaltetes Kontrollzentrum mit kleineren Widgets. Apple plant eine öffentliche Beta im Juli, der vollständige Release soll im September 2026 folgen.
Übernahme-Spuren in den Entwicklungswerkzeugen
Ein Blick unter die Haube der Entwickler-Tools offenbart interessante Details: Der Reality Composer Pro 3 Beta enthält mindestens 40 Code-Referenzen auf „The Machinery“ – eine Spiel-Engine, die 2022 eingestellt wurde. Tricia Gray, die ehemalige CEO des Entwicklerstudios Our Machinery, arbeitet inzwischen bei Apple an Spatial-Computing-Tools. Ob Apple das geistige Eigentum komplett übernommen oder nur eine Lizenzvereinbarung getroffen hat, bleibt offen.
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Meta und Pico erhöhen den Druck
Die Konkurrenz schläft nicht: Am 23. Juni 2026 brachte Meta drei neue Smart-Glasses-Modelle auf den Markt. Die Modelle Adventurer und Fury kosten rund 280 Euro, die Starfire-Edition – eine Zusammenarbeit mit Kylie Jenner – liegt bei etwa 370 Euro. Alle Geräte nutzen den Muse Spark KI-Assistenten und bieten 3K-Videoaufnahmen, 12-Megapixel-Kameras sowie Live-Übersetzung für 20 Sprachen.
Erstmals tragen die neuen Modelle nicht die Marken Ray-Ban oder Oakley, werden aber weiterhin von EssilorLuxottica gefertigt. Deren Partnerschaft dominiert den Markt mit einem geschätzten Anteil von 82 Prozent. Metas aggressive Preisstrategie und die breite Verfügbarkeit über Händler wie Best Buy und Amazon stehen in scharfem Kontrast zu Apples Premium-Positionierung – Apple-eigene Brillen werden nicht vor 2027 erwartet.
Parallel dazu bereitet ByteDance mit seiner Marke Pico einen direkten Vision-Pro-Konkurrenten vor. Am 22. Juni 2026 aufgetauchte Leaks zeigen „Project Swan“: ein Headset mit auffälligen Design-Parallelen zum Apple-Gerät, inklusive Solo-Knit-Kopfband und externem Modul für Akku oder Recheneinheit. Technische Daten und Preise sind noch nicht bekannt, die Controller sollen aber über Grenzziehungsfunktionen verfügen.
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Die Herausforderung langer Inhalte
Während die Hardware reift, kämpft die Branche mit den technischen Anforderungen hochwertiger Inhalte. Die Produktion 90-minütiger Spatial-Video-Konzerte für das Vision Pro offenbart erhebliche Workflow-Engpässe. Starre Kamerapositionen, spezielle Beleuchtung und komplexes Spatial-Audio-Engineering sind Pflicht. Der Postproduktionsprozess wird durch aufwändiges Stitching, Color Grading und die Notwendigkeit, das Material direkt im Headset zu sichten, erheblich verlangsamt.

