visionOS 27: Apple sperrt Top-KI-Features für M5-Modelle

Apples visionOS 27 Update bringt neue Funktionen, aber KI-Highlights bleiben dem M5 Vision Pro vorbehalten.

Apple hat auf der Worldwide Developers Conference Anfang Juni visionOS 27 vorgestellt – und damit eine klare Trennlinie zwischen den Generationen seiner Spatial-Computer gezogen. Während das Update im Herbst 2026 für alle Vision Pro Modelle erscheint, bleiben bestimmte KI-Funktionen exklusiv der M5-Version vorbehalten.

M5-Chip als Voraussetzung für Top-KI-Features

Der entscheidende Unterschied liegt im Prozessor. Nur das M5-betriebene Vision Pro unterstützt das sogenannte AFM 3 Core Advanced – ein KI-Modell, das vollständig auf dem Gerät läuft. Es ermöglicht unter anderem die Siri Voice Customization, mit der Nutzer Geschwindigkeit und emotionale Ausdruckskraft des Sprachassistenten anpassen können.

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Das ursprüngliche Vision Pro mit dem M2-Chip kann dieses Modell nicht lokal ausführen. Branchenbeobachter bestätigen: Dem älteren Chip fehlt schlicht die nötige Rechenleistung. Nutzer der ersten Generation müssen daher auf eine Version von Apple Intelligence zurückgreifen, die stärker auf Private Cloud Compute setzt – also Rechenleistung aus der Cloud nutzt, statt lokal zu arbeiten.

Diese Leistungsschere zieht sich durch das gesamte Apple-Ökosystem. Berichten zufolge könnte selbst das Basismodell des iPhone 17 ähnliche Einschränkungen beim AFM 3 Modell erfahren.

Neues Interface und intuitivere Bedienung

Doch visionOS 27 bietet auch für alle Nutzer spürbare Neuerungen. Das Betriebssystem erhält ein redesigntes Kontrollzentrum, extra kleine Widgets und die Möglichkeit, Panoramafotos als voll immersive 3D-Umgebungen zu nutzen. Ein optisch markanter Wechsel: Gebogene Anwendungsfenster ersetzen die bisher flachen Bildschirme.

Die Bedienung wird intuitiver. Neu ist eine blickbasierte Siri-Aktivierung: Nutzer schauen einfach auf ein bestimmtes visuelles Element – die sogenannte Siri-Sphäre – und der Assistent startet. Zudem integriert das System hochfrequentes Objekt-Tracking und die physische Raumbeleuchtung, um digitale Überlagerungen noch realistischer wirken zu lassen.

Drittanbieter-Controller und neues Zubehör-Ökosystem

Apple öffnet visionOS 27 für Motion-Controller und getrackte Accessoires von Drittanbietern. Ein neues Framework für „Spatial Accessories“ nutzt Infrarot-LEDs und Trägheitssensoren (IMUs) für hochpräzise Eingaben. Das dürfte vor allem professionelle Anwendungen und hochauflösende VR-Spiele voranbringen.

Um diese Expansion zu unterstützen, arbeitet Apple offenbar mit DFRobot und MIKROE zusammen. Die Partner liefern Entwicklungskits für „aktiv getrackte“ Zubehörteile. Das erweitert das Eingabespektrum deutlich über die bisherigen Hand- und Gestensteuerungen hinaus.

Zeitplan und regionale Einschränkungen

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Der Entwickler-Beta-Zyklus für visionOS 27 startete bereits Anfang Juni. Eine öffentliche Beta folgt voraussichtlich im Juli 2026. Die finale Version erscheint planmäßig im Herbst 2026.

Eine neue dedizierte Siri-KI-App mit Chat-Verlauf und iCloud-Synchronisation wird Teil des Updates sein. Allerdings: Diese App steht in der Europäischen Union zum Start nicht zur Verfügung – ein weiteres Beispiel für Apples regional unterschiedliche Funktionsfreigaben.

Im weiteren Apple-Ökosystem ist zudem Claris FileMaker Go 2026 seit dem 10. Juni verfügbar. Die neue Version integriert Googles KI-Modell Gemini.