visionOS 27: Apple zeigt 8K-Streaming und KI-Siri für Vision Pro

Apple präsentiert visionOS 27 mit KI-Assistent Siri, 8K-Streaming pro Auge und neuer Entwickler-API für immersive Safari-Erlebnisse.

Apple hat auf der WWDC26 die Zukunft seiner Datenbrille vorgestellt. visionOS 27 bringt nicht nur eine tiefgreifende KI-Integration, sondern auch bahnbrechende Streaming-Technologien.

Der US-Konzern präsentierte am 8. Juni das neue Betriebssystem für das Vision Pro Headset. Im Zentrum steht Siri AI – eine Weiterentwicklung von Apples hauseigener Künstlicher Intelligenz, die auf der Technologie von Google Gemini basiert. Die sogenannte „Visual Intelligence“ erlaubt es Nutzern, Objekte in ihrer Umgebung einfach anzusehen und per Sprachbefehl Fragen dazu zu stellen.

Anders als auf dem iPhone erscheint Siri AI auf der Datenbrille als schwebendes 3D-Widget, das sich frei im Raum positionieren lässt. Das System unterstützt mehrteilige Unterhaltungen und speichert den Chatverlauf über iCloud. Apple verspricht zudem eine dreimal schnellere WLAN-Verbindung als beim Vorgänger.

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Neue Oberfläche und immersive Erlebnisse

Das Update bringt zahlreiche optische Neuerungen: Gebogene Fenster für Safari, Freeform und Apple TV Multiview sollen die Bedienung natürlicher machen. Extra-kleine Widgets und Blick-gesteuerte Benachrichtigungen runden das Paket ab. Mit „Dwell Control“ lässt sich die Brille nun auch ohne Timer allein durch den Blick steuern.

Einen Tag später, am 9. Juni, öffnete Apple die Tür für Entwickler: Eine neue immersive API für Safari ermöglicht nahtlose Übergänge von 3D-Modellen auf Webseiten in vollständige virtuelle Umgebungen. Die Technik folgt dem „requestImmersive“-Prinzip – ähnlich dem Vollbildmodus bei Videos. Denkbare Anwendungen: Sitzplatzvorschauen beim Ticketkauf oder virtuelle Besichtigungen von Veranstaltungsorten.

Live-Streaming in 8K pro Auge

Besonders beeindruckend: Apples neue Live-Formate für Immersive Video. Die Technik unterstützt Industriestandards wie SMPTE ST 2110 und ProRes. Ein neues Framework bringt die Wiedergabe dieser Formate auch auf iPhone und iPad.

Um die enormen Datenmengen zu bewältigen – rund 10 Milliarden Pixel pro Sekunde – setzt Apple auf „Static Foveation“. Die Technik komprimiert 8K-Inhalte pro Auge auf 4K und reduziert so drastisch die benötigte Bandbreite.

PC-Spiele auf der Datenbrille

Ein weiteres Highlight: Das Foveated Streaming Framework streamt OpenXR-Inhalte von PCs oder der Cloud drahtlos auf die Vision Pro. Die Blicksteuerung priorisiert dabei die hohe Auflösung genau dort, wo der Nutzer hinsieht. Frühe Anwender sind Laminar Research (X-Plane 12) und Autodesk VRED.

Die Entwickler-Werkzeuge wurden ebenfalls aufgerüstet:
RealityKit: Unterstützt nun physische Raumbeleuchtung, Echtzeit-Stoffsimulation und 3D-Gaussian-Splats
Reality Composer Pro 3: Enthält generative KI-Funktionen und bessere Xcode-Integration
Unity: Unterstützt PSVR2-Sense-Controller
Godot: Integriert CompositorServices und PHASE Audio

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Verfügbarkeit und Ausblick

Die Entwickler-Beta von visionOS 27 ist seit dem 8. Juni verfügbar. Eine öffentliche Beta folgt im Juli, der finale Launch ist für den Herbst geplant. Die Siri-AI-Funktionen starten als englischsprachige Beta noch 2026 – und zwar laut Apple ohne Verzögerung auch in der Europäischen Union.

Parallel zur Konferenz zeigte die Theater-App von Sandwich Vision live, was möglich ist: Am 9. und 10. Juni streamte sie die Show „The Talk Show“ in 3D – für 12,99 Euro Eintritt. Ein Vorgeschmack auf das, was mit visionOS 27 möglich wird.