Viture Pro 2: Neue XR-Brille startet in Australien für 499 Dollar

Die XR-Brille kostet 499 Australische Dollar; Tests loben das Display, nennen aber Einschränkungen bei Schärfe und Audio.

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Viture hat seine neue XR-Brille Pro 2 in Australien eingeführt. Das Gerät ist dort zum Preis von 499 Australischen Dollar erhältlich, das passende Mobile Dock Mini kostet zusätzlich 179 Australische Dollar. Vertrieben wird die Brille über die australische Viture-Website sowie über die Elektronikhändler JB Hi-Fi und Harvey Norman.

Technische Daten der Pro 2

Die Viture Pro 2 wiegt 63 Gramm und fällt damit 16 Prozent dünner aus als das Vorgängermodell. Sie projiziert einen virtuellen Bildschirm mit einer Diagonale von 146 Zoll und nutzt ein Micro-OLED-Panel von Sony. Die Helligkeit wurde gegenüber dem Original von 1.000 auf 1.600 Nits gesteigert, hinzu kommt die als UltraClarity 3.0 bezeichnete Bildoptimierung.

Das Sichtfeld liegt bei 50 Grad, die Bildwiederholrate bei 120 Hz. Nutzer mit Sehschwäche können die Brille pro Auge von 0 bis -5,00 Dioptrien einstellen lassen; das SGS-Eye-Care-Siegel soll zusätzlichen Augenschutz belegen.

Das separat erhältliche Mobile Dock Mini fällt laut Hersteller 34 Prozent kleiner aus als sein Vorgänger und misst 128,4 mal 72,6 mal 18,7 Millimeter. Es ist zugleich 30 Prozent leichter und wiegt 249 Gramm.

Eine integrierte Batterie mit 10.000 mAh Kapazität versorgt die Brille unterwegs mit Strom. Für die Nintendo Switch 2 bietet das Dock einen sogenannten Hug Mode, im Solo Mode lässt es sich als gewöhnlicher USB-C-Hub nutzen.

Erste Testergebnisse fallen gemischt aus

Ein unabhängiger Test bestätigte die technischen Eckdaten: Das Sony-Micro-OLED-Panel liefert eine Auflösung von 1920 mal 1080 Pixel pro Auge bei 120 Hz und bis zu 1.600 Nits Helligkeit, dazu eine Farbraumabdeckung von 108 Prozent sRGB bei einem Sichtfeld von 50 Grad.

Die Testredaktion bemängelte jedoch, dass nicht das gesamte Bild scharf sichtbar sei – rund 90 Prozent der Fläche seien tatsächlich schärfentreu – und dass beim Audio eine gewisse Schallleckage auftrete. Zudem verfügt die Pro 2 über kein Head-Tracking und keinen eigenen Akku, sie wird ausschließlich über USB-C mit Strom versorgt.

In der Gesamtbewertung erreichte das Gerät 7,5 von 10 Punkten. Wer Head-Tracking benötigt, müsse zum teureren Modell Viture Beast XR greifen, das in Australien 1.199 Australische Dollar kostet. Ein weiterer Test bewertete die Pro 2 mit 4,75 von 5 Punkten und hob hervor, dass das Gerät gegenüber dem Original um 20 Prozent leichter und um 16 Prozent dünner ausfalle.

Marktposition von Viture

Laut Marktforschungsunternehmen IDC hielt Viture im vierten Quartal 2024 einen Marktanteil von über 50 Prozent im US-Markt für XR-Display-Brillen. Der Start der Pro 2 in Australien erweitert damit die internationale Präsenz eines Herstellers, der sich im Segment der tragbaren Display-Brillen bereits als marktführend positioniert hat.

Die Markteinführung reiht sich in eine Phase ein, in der sich der Wettbewerb um leichte, tragbare XR- und AR-Brillen branchenweit verschärft. Analysten verschiedener Marktforschungsinstitute beobachten für das Segment display-fähiger AR- und AI-Brillen ein deutliches Auslieferungswachstum, während Hersteller parallel an Gewicht, Bildqualität und Zusatzfunktionen wie Head-Tracking oder erweiterten Dockingstationen arbeiten.

Für Verbraucher in Australien bedeutet der Launch zunächst eine zusätzliche Option im wachsenden Angebot tragbarer XR-Geräte zu einem Preis deutlich unterhalb klassischer Mixed-Reality-Headsets.