Der Browser-Hersteller Vivaldi Technologies stellt sich mit seiner neuesten Version gegen den dominierenden Trend zur Künstlichen Intelligenz. Statt KI-Assistenten bietet Vivaldi 7.8, das ab sofort verfügbar ist, ausgefeilte Multitasking-Funktionen unter dem provokanten Motto „No AI Slop“ – frei von KI-Schrott.
Die Philosophie: Pilot sein, nicht Passagier
Während Konkurrenten wie Microsoft Edge und Google Chrome KI-Chatbots direkt in ihre Oberflächen integrieren, verfolgt Vivaldi einen konträren Kurs. Das Unternehmen positioniert seinen Browser als Werkzeug für menschliche Kontrolle, nicht für algorithmische Automatisierung. „Der aktuelle Trend löst das falsche Problem“, erklärt CEO Jon von Tetzchner. Echte Produktivität komme von Werkzeugen, die menschliche Entscheidungen verstärken, nicht von deren Auslagerung an ein KI-Modell. Diese Haltung festigt Vivaldis Nische bei datenschutzbewussten Nutzern und Tech-Enthusiasten.
Tab-Tiling: Multitasking neu gedacht
Das Herzstück des Updates ist eine komplett überarbeitete Tab-Tiling-Funktion. Sie ermöglicht komplexe, individuell anpassbare Arbeitsbereiche in einem einzigen Fenster.
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- Einfaches Drag-and-Drop: Nutzer ziehen einen Tab einfach auf eine geöffnete Webseite. Ein Overlay erscheint, um den Tab in einer von vier Zonen abzulegen und so eine geteilte Ansicht zu erstellen.
- Unbegrenzte Raster: Das System unterstützt flexible Raster mit vier, sechs oder mehr Tabs, die frei in der Größe angepasst werden können – ideal für individuelle Dashboards.
- Kontextuelles Öffnen: Über „Link in gekacheltem Tab öffnen“ im Kontextmenü lassen sich Links direkt in einer Split-View neben der aktuellen Seite öffnen. Das spart lästiges Hin- und Herwechseln.
Diese Features sollen vor allem Forscher, Entwickler und alle, die mehrere Quellen gleichzeitig vergleichen müssen, produktiver machen.
Schlauere Pinned Tabs und plattformübergreifende Mail
Ein weiteres Highlight sind „Smarter Pinned Tabs“. Diese verhindern nun unbeabsichtigte Navigationen: Klickt man in einem angehefteten Tab – etwa einem Webmail-Client – auf einen Link, der außerhalb der Domain führt, öffnet Vivaldi diesen Link automatisch in einem neuen Tab. Der ursprüngliche Pinned Tab bleibt erhalten.
Zudem ist der eingebaute Vivaldi Mail Client jetzt in allen geöffneten Browser-Fenstern nutzbar. Diese lange erwartete Funktion erleichtert die Arbeit mit mehreren Monitoren erheblich, da E-Mail-Workflows nahtlos zwischen verschiedenen Arbeitsbereichen wechseln können.
Die Anti-KI-Wette: Eine strategische Nische
Vivaldis explizite Marketing-Strategie gegen den KI-Hype ist ein Wagnis, das bei seiner Kernzielgruppe aufgehen könnte. Während große Tech-Konzerne zunehmend wegen Datenschutzbedenken und der „Halluzinationen“ generativer KI-Modelle in der Kritik stehen, sucht ein Marktsegment aktiv nach „ruhiger“ Software. Vivaldi vermarktet sich so als sichere, vorhersehbare Alternative für Profis, die sich die Unberechenbarkeit von KI nicht leisten können.
Mit Version 7.8 bekräftigt Vivaldi seine Identität als wohl individuellster Browser am Markt. Zukunftige Updates sollen sich weiter auf „greifbare“ Verbesserungen in Leistung, Individualisierung und Privatsphäre konzentrieren – und nicht auf den nächsten Hype-Zyklus. Für Nutzer, die genug von störenden Chatbots haben, macht Vivaldi 7.8 ein klares Versprechen: ein Browser, der genau das tut, was man ihm sagt – und nichts darüber hinaus.
Vivaldi 7.8 steht ab sofort zum Download für Windows, macOS und Linux bereit. Bestehende Nutzer erhalten das Update in den kommenden Tagen automatisch.
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