Vivo bereitet Android-17-Rollout für September vor

Vivo beginnt mit der Verteilung von Android 17 Beta 3 für seine Flaggschiff-Modelle. Die stabile Version wird ab September 2026 erwartet.

Der chinesische Hersteller Vivo zählt zu den ersten Smartphone-Marken, die Googles neues Betriebssystem Android 17 übernehmen. Die stabile Version soll ab September 2026 ausgerollt werden.

Der Update-Zyklus für Android 17 – intern „Cinnamon Bun“ genannt – hat sich im ersten Halbjahr 2026 beschleunigt. Google startete die erste Beta-Phase Mitte Februar, die Plattformstabilität erreichte das System Ende März. Vivo stieg bereits Anfang April in das Entwicklerprogramm ein, wie Branchenberichte zeigen.

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Ein wichtiger Meilenstein folgte am 20. Mai: Vivo veröffentlichte Android 17 Beta 3 speziell für das Flaggschiff X300 Pro und die Gaming-Marke iQOO 15. Entwickler können nun ihre Apps für die neue Umgebung optimieren. Während Google die stabile Version für seine Pixel-Reihe bereits für Juni erwartet, brauchen Hersteller wie Vivo üblicherweise zusätzliche Monate für ihre eigenen Software-Oberflächen.

Welche Geräte das Update erhalten

Vivo hat noch keine endgültige Liste aller Modelle veröffentlicht. Die aktuellen Support-Richtlinien und technischen Berichte vom Mai 2026 zeichnen jedoch ein klares Bild.

Flaggschiff- und Falt-Serie: Die X-Serie führt die Liste an. Die Modelle X300, X300 Pro, X300 Ultra und X300 FE sind bestätigt. Auch ältere Geräte wie die X200- und X100-Serie erhalten das Update. Das X100 Pro, das mit Android 14 startete, durchläuft damit den letzten seiner versprochenen drei großen OS-Updates. Bei den Falt-Handys sind das X Fold 5 und das X Fold 3 Pro mit von der Partie.

Mittelklasse und Performance: Die V- und T-Serie zeigt breite Unterstützung. Dazu zählen das V70 Elite, V60e und das V40 Pro. Die iQOO-Reihe wird Updates für die Serien iQOO 15 und 13 sowie die Neo 10 und Z11 erhalten. Die günstige Y-Serie bleibt teilweise außen vor – hier fehlt eine standardisierte Langzeit-Update-Politik für Einstiegsmodelle.

Sicherheit und KI als Schwerpunkte

Die Analyse der Android-17-Codebasis und der Vivo-Beta-Versionen zeigt einen klaren Fokus auf Privatsphäre und künstliche Intelligenz. Eine der wichtigsten Neuerungen: ein Mechanismus gegen OTP-Hijacking – also das Abfangen von Einmal-Passwörtern. Das System führt eine dreistündige Verzögerung für SMS-OTP-Lesevorgänge bei den meisten Drittanbieter-Apps ein. Das soll Phishing und unbefugten Kontozugriff erschweren.

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Weitere Sicherheitsmaßnahmen umfassen:
Hintergrund-Audio-Härtung: Strengere Regeln, wann Apps auf Audio-Funktionen zugreifen dürfen
Netzwerksicherheit: Weniger sichere Verkehrsdeklarationen werden ausgemustert
Datei-Operationen: Verbesserte Lese-/Schreibberechtigungen gegen riskante Hintergrundprozesse

Die Benutzeroberflächen OriginOS 7 und Funtouch OS 17 setzen stark auf „Gemini Intelligence“ – eine kontextbewusste KI-Schicht. Sie versteht den Nutzerkontext tiefer und erledigt komplexe Aufgaben über verschiedene Apps hinweg. Eine neue Funktion namens „Pause Point“ hilft beim digitalen Wohlbefinden, indem sie wiederholtes Scrollen erkennt und unterbricht.

Längere Update-Garantien

Vivo hat seine Software-Politik deutlich nachgebessert. Für die aktuelle X300-Serie verspricht der Hersteller fünf Jahre Android-Upgrades und sieben Jahre Sicherheitspatches. Das ist ein massiver Sprung von der Drei-Jahres-Politik der X100-Serie. Selbst Mittelklasse-Geräte wie das V70 Elite erhalten nun vier Android-Updates.

Branchenexperten sehen darin eine Reaktion auf verändertes Nutzerverhalten: 2026 behalten Verbraucher ihre Smartphones länger. Indem Vivo auch Geräte aus den Jahren 2024 und 2025 mit Android 17 versorgt, stärkt das Unternehmen die Kundenbindung und den Wiederverkaufswert seiner Hardware.

Ausblick auf das dritte Quartal

Nach der erwarteten Juni-Veröffentlichung von Android 17 für Pixel-Geräte wird Vivo den Rollout zunächst im Heimatmarkt China starten. Die internationalen Funtouch-OS-17-Updates folgen später. Flaggschiff-Nutzer können ab Frühherbst 2026 mit den ersten Benachrichtigungen rechnen. Die breitere Verteilung auf die Mittelklasse-Serien V und T wird sich voraussichtlich bis Anfang 2027 hinziehen.

Der Erfolg dieses Übergangs hängt maßgeblich davon ab, wie gut Vivo die KI-Funktionen von Android 17 integriert – ohne das „flüssige Erlebnis“ zu beeinträchtigen, das zum Markenzeichen der jüngsten Marketingkampagnen geworden ist. Weitere Verfeinerungen am Audio-Framework und den Speichergrenzen werden vor dem öffentlichen Release erwartet.