Vivo und Honor treiben das mobile Arbeiten auf ein neues Niveau – mit bis zu fünf gleichzeitigen Anwendungen und KI-Assistenten.
Die Grenzen zwischen Smartphone und Desktop verschwimmen zusehends. Während faltbare Geräte bislang vor allem durch ihre Hardware beeindruckten, rückt nun die Software in den Fokus. Vivo und Honor haben Anfang Juni 2026 neue Maßstäbe für die Produktivität auf mobilen Endgeräten gesetzt. Die Chinesen setzen dabei auf komplexe Multi-App-Umgebungen und integrierte künstliche Intelligenz.
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Vivos Fünf-App-Parade: Das kann das X Fold 6
Vivo hat Details zu seinem kommenden X Fold 6 bekannt gegeben, das noch im Juni 2026 in China auf den Markt kommen soll. Herzstück ist das neue Betriebssystem OriginOS 6 Fold mit der sogenannten Atomic Workbench. Die Besonderheit: Das System erlaubt den Betrieb von fünf Anwendungen gleichzeitig auf dem 8,02 Zoll großen 2K-Innenbildschirm.
Die Software unterstützt verschiedene Anordnungen:
- Serieller Modus: Fünf Apps werden nacheinander angezeigt
- Vierfach-Nutzung: Der Bildschirm teilt sich in vier aktive Quadranten
- Parallel-Modus: Unabhängige Fenster laufen nebeneinander ohne klassische Layout-Beschränkungen
Die Fenstergröße wurde im Vergleich zum Vorgänger um 15 Prozent vergrößert. Zur Steuerung der komplexen Layouts setzt Vivo auf neue Gesten – darunter eine Vier-Finger-Geste für schnelle Fensterverwaltung und eine spezielle Drag-&-Zoom-Funktion.
KI-Assistenten im Viererpack
Noch bemerkenswerter: Die Software kann bis zu vier KI-Assistenten gleichzeitig innerhalb der Atomic Workbench betreiben. Diese laufen offline und sind kontextbewusst – sie passen sich also an die jeweilige Arbeitssituation an.
Das System bietet zudem spezielle, anpassbare Arbeitsbereiche für Meetings, Reisen und Finanzverwaltung. Der Trend geht weg von generischen mobilen Oberflächen hin zu spezialisierten Umgebungen, die professionellen Desktop-Betriebssystemen nachempfunden sind.
Die nötige Rechenleistung liefert der Dimensity 9500-Chipsatz, der Akku bietet mit 6.900 bis 7.000 mAh Kapazität genug Energie für stundenlanges intensives Multitasking.
Honor setzt auf plattformübergreifende Vernetzung
Während Vivo auf die reine Multitasking-Dichte im eigenen System setzt, geht Honor einen anderen Weg. Das Magic V6, das am 4. Juni 2026 in Malaysia und am 8. Juni in Singapur vorgestellt wurde, fokussiert auf Cross-OS-Konnektivität.
Das Gerät erlaubt die Integration mit Apple-Diensten wie iCloud und Hardware wie AirPods. Die Strategie dahinter: Faltbare Smartphones als Brückengeräte in gemischten IT-Umgebungen zu positionieren.
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Auch bei der Haltbarkeit hat Honor nachgelegt. Das Magic V6 misst im zugeklappten Zustand nur 8,75 Millimeter und nutzt ein Super Steel Scharnier, das für 500.000 Faltzyklen ausgelegt ist. Angetrieben wird es vom Snapdragon 8 Elite Gen 5-Prozessor.
Design-Trends: Rundere Ecken für längeres Arbeiten
Ein Blick auf die aktuellen Modelle zeigt einen weiteren Trend: Die Geräte bekommen rundere Ecken und breitere Seitenverhältnisse. Das Vivo X Fold 6 wurde zuletzt bei den French Open in der Öffentlichkeit gesichtet – mit deutlich abgerundeten Kanten. Diese ergonomischen Anpassungen sollen das Arbeiten über längere Zeiträume angenehmer machen.
Die Botschaft der Hersteller ist klar: Der Fokus verschiebt sich vom bloßen Faltmechanismus hin zum tatsächlichen Nutzen der Software. Mit Multi-KI-Workflows und Fünf-App-Layouts setzen Vivo und Honor neue Benchmarks für mobile Produktivität im High-End-Segment.

