Mit neuen Unterhaltungsangeboten in Indien und Südafrika, Satelliten-Technik in Ghana und einem LTE-Ausbau in Deutschland will der Konzern seine Marktposition stärken.
Streaming-Offensive in Schwellenländern
In Südafrika startete Vodacom, eine Vodafone-Tochter, eine Partnerschaft mit Amazon. Seit dem 25. Juni erhalten Kunden Zugang zu Amazon Prime – in verschiedenen Abstufungen. Während einige High-End-Kunden einen lebenslangen Zugang bekommen, sind für andere Testphasen zwischen drei und zwölf Monaten möglich. Das ist nicht der erste Vorstoß: Bereits 2020 brachte Vodacom Prime Video auf den Markt, 2022 folgte eine Mobile-Edition.
In Indien setzt Vodafone Idea (Vi) auf Musik. Seit dem 26. Juni erhalten Postpaid-Kunden eine dreimonatige Testphase von Spotify Premium. Das Angebot gilt für Einzelpersonen und Familien mit bestimmten Tarifen. Nach der Testphase können Nutzer den Dienst per integrierter Abrechnung fortsetzen.
Satelliten-Technik für Ghana
Vodafone Ghana, zu 70 Prozent im Besitz der Telecel Group, schloss einen kommerziellen Vertrag mit Lynk Global. Ziel: Satelliten-Direktverbindungen für alle Ghanaer. Die Technologie soll über sechs Millionen Abonnenten erreichen – besonders in Regionen, wo klassische Mobilfunkmasten fehlen.
In Europa setzt Vodafone Ukraine auf Kombi-Angebote. Der neue GigaCombo-Tarif lockt Neukunden mit Rabatten und einem zweimonatigen Gebührenerlass. Der Plan kombiniert unbegrenztes mobiles Datenvolumen mit schnellem Heim-Internet und EU-Roaming-Minuten.
LTE-Ausbau in Hessen
In Deutschland wurde am 26. Juni eine neue LTE-Station in Gedern in Betrieb genommen. Sie schließt eine lokale Versorgungslücke. Das ist Teil eines größeren Projekts: Fünf weitere Baustellen sollen bis Mitte 2027 fertiggestellt sein.
KI-Studie und TechHub für Mittelstand
Eine aktuelle Studie von Vodafone Idea Business zeigt: 57 Prozent der Kleinst-, Klein- und Mittelbetriebe sehen Künstliche Intelligenz als entscheidend für ihr Wachstum. 25 Prozent haben bereits KI-Lösungen implementiert. Der Digital Maturity Index indischer Kleinunternehmen stieg im Vergleich zum Vorjahr.
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In der Türkei erweitert Vodafone Business seine Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen durch den Gaziantep TechHub. Dort stehen Werkzeuge für KI, Cybersicherheit und das Internet der Dinge bereit. Laut Unternehmensangaben konnten Fertigungsbetriebe dadurch deutliche Effizienzsteigerungen erzielen. In Großbritannien vermarktet der Konzern weiterhin Multibuy-SIM-Pläne für Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern.
Finanzzahlen und Rechtsstreit
Für das Geschäftsjahr 2026 meldet Vodafone ein organisches Service-Umsatzwachstum von 5,4 Prozent und ein EBITDAaL-Wachstum von 4,5 Prozent. Doch der deutsche Markt bereitet Sorgen: 103.000 Vertragskunden gingen verloren, der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer sank.
In den Niederlanden gibt es juristischen Ärger. KPN verklagte VodafoneZiggo wegen des Begriffs „Fiber-Cable“. KPN argumentiert, die Bezeichnung sei irreführend und solle ausschließlich für Glasfaseranschlüsse bis ins Haus verwendet werden.
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Führungsetage kauft Aktien
Mehrere Vodafone-Manager – darunter der Finanzvorstand sowie die CEOs der Geschäfts- und Investmentbereiche – stockten am 25. Juni ihre Unternehmensanteile auf. Die Käufe erfolgten über ein bonusgebundenes Wiederanlageprogramm.
In Spanien reagierte Vodafone auf humanitäre Notlagen: Nach den jüngsten Erdbeben in Venezuela verzichtete der Konzern auf Gebühren für Anrufe und SMS in das Land. Die Tochter Lowi zog nach.

