Vodafone: Störungen in Schottland, Portugal und Indien

Vodafone meldet Ausfälle in Schottland und Portugal, während ein indisches Gericht Wiederherstellung verlangt und deutsche Stationen modernisiert werden.

Vodafone sieht sich derzeit an mehreren Standorten mit erheblichen Störungen bei Mobilfunk- und Internetverbindungen konfrontiert. Nutzer melden Probleme, während Untersuchungen zur Netzleistung und -stabilität laufen. Die Fälle reichen von einem lokalen Stromausfall in Schottland über einen Glasfaserschnitt in Portugal bis zu einem Gerichtsverfahren in Indien.

Wochenlange Ausfälle in Caithness

In der schottischen Region Caithness entschuldigte sich Vodafone für Störungen bei Mobilfunk und Internet, die dort bereits seit etwa zwei Wochen andauern. Ursache ist laut Unternehmen ein Stromausfall am Maststandort des Infrastrukturpartners Virgin Media O2. Vodafone bat Virgin Media O2 um eine Stellungnahme zu dem Vorfall. Betroffen sind neben Vodafone-Kunden auch Nutzer von Tesco Mobile und O2, die dieselbe Infrastruktur nutzen.

Der lokale Councillor Matthew Reiss erklärte, mindestens ein Anbieter habe für die Region einen „Red Alert“ ausgerufen. Einen konkreten Termin für den Beginn der Reparaturarbeiten gebe es bislang nicht.

Glasfaserschnitt in Portugal

Auch bei Vodafone Portugal kam es zu einem Ausfall: Eine Kundin beschwerte sich über einen Ausfall von Glasfaser-Internet und TV-Dienst, der um 14:25 Uhr begann. Vodafone bestätigte, dass ein Glasfaserkabel durchtrennt worden war. Ein Techniker wurde der Kundin zunächst innerhalb von vier Stunden zugesagt, der Termin dann jedoch auf den nächsten Tag verschoben.

Insgesamt blieb die Kundin fast 24 Stunden ohne Service und gab an, dabei zusätzliche Telefonkosten in Höhe von 10 Euro gehabt zu haben. Sie forderte eine Vertragskündigung ohne Vertragsstrafe; Vodafone bestätigte, den Fall unter der Nummer 162348426 zu bearbeiten.

Gerichtsverfahren in Indien wegen Internetausfällen

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In Indien erschien Vodafone Idea vor dem Jharkhand High Court in einem Verfahren zu Internetausfällen in der Stadt Ranchi. Das Gericht ordnete die Wiederherstellung der Internetverbindungen an und forderte von den Internetdienstanbietern detaillierte Angaben zu den Ausfällen – darunter Daten, betroffene Gebiete sowie die Anzahl der getrennten und wiederhergestellten Anschlüsse – zusammen mit einem Compliance-Bericht.

Zuständig ist eine Division Bench unter Chief Justice M.S. Sonak und Justice Rajesh Shankar; der nächste Anhörungstermin ist für den 16. September 2026 angesetzt.

Das Gericht verlangte von sämtlichen Internetdienstanbietern Stellungnahmen sowie die sofortige Wiederherstellung der Verbindungen, die in Ranchi im Zuge der Entfernung von Kabeln von Strommasten unterbrochen worden waren. Der Chief General Manager von BSNL, Vipul Agrawal, muss demnach bis zum 14. September 2026 eine schriftliche Entschuldigung beim Gericht einreichen.

Geplante Modernisierungen in Deutschland

Parallel zu den gemeldeten Störungen treibt Vodafone in Deutschland den Ausbau seiner Netzinfrastruktur voran. Ab dem 14. September wird die Mobilfunkstation in Büdingen im Wetteraukreis modernisiert; die Arbeiten sollen voraussichtlich bis zum 28. September, 18:30 Uhr, andauern. Dabei installiert Vodafone zusätzliche Breitbandantennen.

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Während der Bauphase seien vorübergehende Einschränkungen möglich, die von schwächerem Netz bis zu zeitweise fehlendem Empfang reichen könnten. Notrufe über die 112 seien davon nicht betroffen, da der Mobilfunkverkehr über umliegende Stationen umgeleitet werde.

Ähnliche Arbeiten laufen an der Mobilfunkstation in Jena-Ammerbach, ebenfalls ab dem 14. September, hier bis voraussichtlich 2. Oktober, 16 Uhr. Auch dort werden zusätzliche Breitbandantennen installiert, Notrufe bleiben unbeeinträchtigt. Als Grund für die Modernisierungsmaßnahmen nannte Vodafone das Wachstum des mobilen Datenverkehrs, der jährlich um mehr als 30 Prozent zunehme.