Die finanziellen Verluste durch telefonischen Betrug in Südkorea haben im Juli 2026 einen neuen Tiefstand erreicht. Wie aus aktuellen Daten der nationalen Polizeibehörde hervorgeht, sanken die Schäden durch sogenanntes Voice-Phishing in diesem Monat auf 33,7 Milliarden Won. Dies stellt den niedrigsten Wert im bisherigen Jahresverlauf dar und unterstreicht einen anhaltenden Abwärtstrend bei dieser Form der Kriminalität.
Signifikanter Rückgang der Fallzahlen im Jahresverlauf
Die Bilanz für die ersten sieben Monate des Jahres 2026 verdeutlicht das Ausmaß der Entspannung. Im Zeitraum von Januar bis Juli wurden landesweit 7.940 Fälle von Voice-Phishing registriert. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang um 46 Prozent. Noch deutlicher fiel die Reduzierung bei der Schadenssumme aus: Mit insgesamt 361,4 Milliarden Won sanken die Verluste um 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die südkoreanische Polizei führt diese positive Entwicklung primär auf die Arbeit einer spezialisierten integrierten Einsatzgruppe der Nationalen Polizeibehörde zurück. Diese Einheit koordiniert die Abwehrmaßnahmen und setzt dabei verstärkt auf technologische Lösungen. Ein zentraler Bestandteil der Strategie ist der Einsatz künstlicher Intelligenz, um verdächtige Rufnummern frühzeitig zu identifizieren und zu blockieren.
Prävention durch massiv ausgeweitetes Warnsystem
Ein wesentlicher Faktor für den Rückgang dürfte zudem die drastische Ausweitung von Notfallwarnungen an potenzielle Opfer sein. Die Behörden haben ihre Bemühungen in diesem Bereich in den letzten Monaten massiv verstärkt.
Während im Februar 2026 lediglich rund 800 solcher Warnungen verschickt wurden, stieg diese Zahl im Juli auf mehr als 127.000 an. Durch diese unmittelbare Benachrichtigung konnten zahlreiche Betrugsversuche bereits im Ansatz vereitelt werden.
Wer sich vor modernen Betrugsmaschen und dem Diebstahl sensibler Zugangsdaten schützen möchte, sollte auf eine sichere Anmeldung setzen. Dieser kostenlose Report zeigt, wie Passkeys die Sicherheit Ihrer Online-Konten massiv erhöhen und herkömmliche Passwörter ablösen. Sicher, bequem und passwortlos – Gratis-Report jetzt herunterladen
Parallel zum klassischen Voice-Phishing ist auch bei neueren Betrugsmaschen, den sogenannten „New Scams“, ein Rückgang zu beobachten. Für den Monat Juli meldem die Behörden rund 2.300 registrierte Fälle dieser Art, was einer Abnahme um 41 Prozent entspricht. Die durch diese neuen Methoden verursachten Schäden beliefen sich im Juli auf 62,1 Milliarden Won – ein Rückgang um 40 Prozent.
Zerschlagung eines grenzüberschreitenden Betrügerrings
Trotz der sinkenden Gesamtzahlen verdeutlichen aktuelle Ermittlungserfolge die Komplexität der organisierten Kriminalität in diesem Bereich. Die südkoreanische Polizei gab die Zerschlagung eines in China ansässigen Voice-Phishing-Rings bekannt. Die Gruppe soll zwischen Januar 2025 und März 2026 rund 10 Milliarden Won von insgesamt 118 Personen erbeutet haben, die alle über 60 Jahre alt waren.
Bei ihren Aktivitäten nutzten die Täter eine hochentwickelte Schadsoftware. Diese war in der Lage, Notrufe an die Nummer 112 abzufangen und die Opfer stattdessen direkt mit den Betrügern zu verbinden, die sich als offizielle Stellen ausgaben.
Der Schutz vor kriminellen Zugriffen beginnt bereits bei der Wahl der richtigen Sicherheitsmethode für das eigene Smartphone und die genutzten Apps. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Leitfaden, wie Sie sich mit der neuen Passkey-Technologie effektiv gegen Datenklau und Phishing absichern können. Kostenlosen Passkey-Ratgeber hier sichern
Im Zuge einer engen Zusammenarbeit zwischen koreanischen und chinesischen Behörden wurden zehn Personen festgenommen. Unter den Inhaftierten befinden sich sechs südkoreanische Staatsbürger, gegen die bereits Anklage erhoben wurde, sowie vier chinesische Staatsangehörige.
Die Polizei betonte, dass die Kombination aus technischer Überwachung, internationaler Kooperation und verstärkter Aufklärungsarbeit der Bevölkerung weiterhin konsequent fortgeführt werde, um die Schadenszahlen nachhaltig zu senken.

