Voiskey: Neue KI-App verspricht fünffach schnellere Texteingabe

Die neue Sprachtipping-App Voiskey verspricht fünffach höhere Effizienz und bietet spezielle Funktionen für Profis.

Voiskey will die Tastatur überflüssig machen. Das KI-Tool verspricht fünffach höhere Effizienz beim Texteingeben.

Ein Forschungsteam aus Singapur hat heute die globale Sprachtipping-App Voiskey veröffentlicht. Die Software basiert auf einem patentierten „Expression-Intelligence“-Modell, das Sprachmuster präziser erfassen soll als herkömmliche Diktierprogramme. Verfügbar ist die Anwendung sofort für Mac, Windows, iOS und Android.

CEO Frank Jiang führt das Team, das das Tool als Lösung für Nutzer positioniert, die schnelle Texteingabe in über 100 Sprachen benötigen. Die Beta-Phase mit 1.000 Teilnehmern ergab laut Unternehmensangaben eine fünffach höhere Effizienz im Vergleich zur herkömmlichen Tastatureingabe.

Spezialfunktionen für Profis

Voiskey bietet mehrere auf professionelle Arbeitsabläufe zugeschnittene Features. Ein „Whisper Mode“ ermöglicht leises Diktieren in ruhigen Umgebungen. Ein Kontextbewusstsein-System verbessert die Transkriptionsgenauigkeit. Besonders bemerkenswert: Die Software unterstützt auch sprachgesteuertes Programmieren – eine Funktion für Entwickler, die freihändig codieren möchten.

Der Markt für Spracheingabe wächst rasant. Während die durchschnittliche Tippgeschwindigkeit bei 40 bis 70 Wörtern pro Minute liegt, erreicht sprachbasierte Eingabe 160 bis 180 Wörter pro Minute. Branchenweit bleiben jedoch Hürden wie Genauigkeitsprobleme und die soziale Befangenheit beim lauten Sprechen im Büro.

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Wettbewerb im KI-Sprachsektor

Der globale Launch von Voiskey fällt in eine Phase intensiver Aktivität im KI-Sprachbereich. Gleich mehrere große Technologiekonzerne und Startups haben in dieser Woche neue oder aktualisierte Sprachtechnologien vorgestellt:

  • Apple veröffentlichte iOS 27 Beta 3 mit „Siri Expressive Voices“ für High-End-Geräte wie das iPhone 17 Pro. Nutzer können Tempo, Tonfall und emotionale Bandbreite des Assistenten per Schieberegler anpassen.
  • Xiaomi launchte sein MiMo-V2.5-ASR-Sprachmodell, das Dialekte wie Kantonesisch und Sichuanesisch unterstützt und chinesisch-englischen Sprachwechsel beherrscht.
  • REMI8 AI brachte einen KI-Sprachrekorder für Unternehmen auf den Markt, der sich auf Meeting-Transkriptionen, Zusammenfassungen und Sprecheridentifikation konzentriert.

Im weiteren Markt sichern sich Startups erhebliche Finanzmittel. Wispr, Hersteller des Tools Wispr Flow, sammelte 81 Millionen US-Dollar (rund 75 Millionen Euro) ein und strebt angeblich eine Bewertung von zwei Milliarden US-Dollar an. Konkurrenten wie Superwhisper (Pro-Version für 8,49 Euro monatlich) und Willow Voice (4,2 Millionen US-Dollar Finanzierung) drängen ebenfalls in den Markt.

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Medizin und Produktivität als Wachstumsfelder

Auch spezialisierte Bereiche entdecken die KI-Diktiertechnik. OpenEvidence launchte Anfang des Jahres seinen Voice Mode – nach eigenen Angaben die erste native Speech-to-Speech-KI für die Medizin. CEO Daniel Nadler führt die Plattform, die täglich über eine Million klinische Anfragen verarbeitet und Antworten aus Fachzeitschriften zitiert.

Etablierte Produktivitätsplattformen ziehen nach: Evernote veröffentlichte gestern Version 11.24.2 mit KI-gestützter Transkription und semantischer Suche für Audio- und Videodateien. Die App Voice2Win wurde aktualisiert und bietet nun lokale Spracherkennung mit OpenAI- und Google-Modellen – ohne Cloud-Verarbeitung und in 99 Sprachen.