Volkshochschulen: Smartphone-Kurse für Senioren boomen

Volkshochschulen in Deutschland und Österreich erweitern ihre digitalen Kurse für ältere Menschen deutlich. Sie setzen auf informelle Mediencafés und strukturierte Grundkurse, die durch langfristige Fördermittel abgesichert sind.

Volkshochschulen in Deutschland und Österreich weiten ihre digitalen Bildungsangebote für ältere Menschen massiv aus. Von niederschwelligen Mediencafés bis zu staatlich geförderten Grundkursen – das Ziel ist stets die gesellschaftliche Teilhabe.

Ein entspanntes „Mediencafé“ in Niedersachsen zeigt, wie es geht. Die VHS Grafschaft Bentheim setzt auf lockere Atmosphäre statt Klassenzimmer. Ihr kostenloses Angebot: Senioren lernen, die lokale Tageszeitung auf dem Smartphone zu lesen. Experten des Verlags und ehrenamtliche Digitallotsen helfen bei der Einrichtung der Apps. Das Konzept ist Teil des Projekts „Digitale Bildung für alle!“ und kommt ohne Anmeldung aus. Ein typischer Ansatz, um über konkrete Alltagsinteressen die Technikangst zu nehmen.

Strukturierte Kurse schaffen Sicherheit für Einsteiger

Während Cafés informell helfen, bieten klassische VHS-Kurse systematisches Grundwissen. In Hainfeld (Niederösterreich) fand kürzlich ein Android-Einsteigerkurs mit neun Teilnehmern statt. Der Fokus lag auf Basics in angepasstem Tempo. Die Nachfrage ist so groß, dass die VHS bereits weitere Termine ankündigte. Diese Kurse geben absoluten Neulingen die nötige Sicherheit für Schritte wie Online-Banking oder Videotelefonie.

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Passend zum Thema Einsteigerkurse erklärt ein kostenloser Ratgeber die 5 wichtigsten Schutzmaßnahmen für Android‑Smartphones – ideal, wenn Sie mit WhatsApp, Online‑Banking oder Gesundheits‑Apps starten. Verständliche Schritt‑für‑Schritt‑Anleitungen zeigen, wie Sie Ihr Gerät gegen Datendiebstahl und Schadsoftware absichern und welche Einstellungen Sie sofort prüfen sollten. Perfekt für Senioren, Digitallotsen und Kursleiter, die Technik sicher vermitteln wollen. Jetzt kostenloses Android‑Sicherheitspaket anfordern

Millionen-Förderung sichert langfristige Angebote

Die Politik hat die Dringlichkeit erkannt. Das zeigt eine Förderzusage in Brandenburg. Das Grundbildungszentrum der Potsdamer VHS erhält von 2026 bis 2028 rund 470.400 Euro. Weitere 325.260 Euro fließen direkt in Kurse zur Alphabetisierung und Grundbildung, zu der auch digitale Kompetenzen zählen. Ein Vertreter des Bildungsministeriums betonte: „Das Recht auf Bildung ist keine Frage des Alters.“ Diese langfristige Finanzierung durch Land und EU macht Planung erst möglich.

Zwei Wege, ein Ziel: Digitale Teilhabe ermöglichen

Die Beispiele zeigen zwei erfolgreiche Modelle. Das Mediencafé setzt auf informellen, bedarfsorientierten Austausch. Der klassische Kurs bietet strukturierte Wissensvermittlung. Beide sind nötig, um unterschiedliche Bedürfnisse zu bedienen. Gemeinsam ist ihnen die VHS als vertrauenswürdige und wohnortnahe Anlaufstelle.

Der Bedarf wird weiter steigen. Künftig rücken Themen wie Datensicherheit, Messenger-Nutzung oder Gesundheits-Apps in den Fokus. Die nachhaltige Finanzierung ist entscheidend, damit diese Kurse flächendeckend und bezahlbar bleiben. Ehrenamtliche Digitallotsen werden dabei immer wichtiger, um die persönliche Betreuung zu gewährleisten.