Volvo EX30: Google ersetzt Assistant durch Gemini ab heute

Google beginnt mit der Integration seiner KI Gemini in Fahrzeuge, startend mit dem Volvo EX30. Der klassische Assistant wird abgelöst.

Google rollt seine KI Gemini in Fahrzeuge aus – der Volvo EX30 bekommt den Dienst ab heute.

Die Einführung begann am 26. Juni 2026 mit dem Volvo EX30. Damit vollzieht Google einen strategischen Wechsel: Der klassische Google Assistant weicht der fortschrittlicheren Gemini-Plattform. Diese bietet eine tiefere Anbindung an die Fahrzeughardware und ein erweitertes Ökosystem an nativen Apps.

Sprachsteuerung auf neuem Niveau

Das Update zeigt Volvo-Besitzern eine Aufforderung: „Gemini nutzen“. Ein zentrales Element ist der Gemini Live Button. Er ermöglicht die Steuerung wichtiger Fahrzeugfunktionen per natürlicher Sprache. Fahrer können Klima, Sitzheizung oder Scheibenwischer per Sprachbefehl bedienen – ohne umständliche Menüs.

Gemini wird zwar als primäre Schnittstelle positioniert, doch das Update bietet auch die Option, beim alten Google Assistant zu bleiben. Branchenbeobachter sehen in Geminis Fähigkeit, natürliche Gespräche zu führen und fahrzeugspezifische Handbuchfragen zu beantworten, einen echten Fortschritt. Navigation, Routenplanung und komplexe Einstellungen laufen künftig über eine einzige, dialogorientierte Oberfläche.

GM erweitert App-Angebot massiv

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Parallel dazu hat General Motors diese Woche einen großen Schritt gemacht. Am 24. Juni 2026 schaltete der US-Hersteller mehr als 200 neue Android-Automotive-Apps für seine Fahrzeuge frei. Dienste wie YouTube, Disney+ und Hulu laufen nun nativ auf dem zentralen Display.

Die App-Erweiterung ist kompatibel mit Modellen ab Baujahr 2025 – darunter der Chevrolet Tahoe und Suburban, Cadillac Escalade und CELESTIQ sowie der GMC Yukon. Aus Sicherheitsgründen läuft Video-Streaming nur im Stand auf dem Hauptbildschirm. In Fahrzeugen mit hinteren Unterhaltungssystemen können Passagiere die Apps jedoch während der Fahrt nutzen. Voraussetzung ist ein aktiver OnStar-Datentarif für umgerechnet rund 14 Euro pro Monat.

Breite Einführung und neue Regeln für Entwickler

Der Wechsel zu Gemini ist Teil eines größeren Trends. Bereits am 30. April 2026 kündigte Google an, den Assistant in rund vier Millionen Fahrzeugen zu ersetzen – darunter Modelle von Buick, Cadillac, Chevrolet und GMC ab Baujahr 2022. Auch Hersteller wie Mercedes-Benz, Volkswagen, Stellantis, BMW und Toyota setzen zunehmend auf KI-Systeme für Sicherheit, Sprachsteuerung und Komfort.

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Um diesen Wandel zu unterstützen, hat Google neue Anforderungen für Entwickler im Rahmen des Android MCP App Experience Program aufgestellt. Bis zum 1. März 2027 müssen teilnehmende Apps bestimmte Funktionen unterstützen, die den Datenaustausch mit KI-Agenten wie Gemini erlauben. Das betrifft Kategorien wie Messaging, Medien, Navigation und Produktivitätstools. Die KI soll während der Fahrt nahtlos mit der Software interagieren können.

Die Integration von KI erreicht auch Drittanbieter-Plattformen wie Android Auto, das bereits sichere, freihändige Versionen von Zoom und Discord unterstützt. Doch die native Gemini-Integration in Android Automotive bietet einen entscheidenden Vorteil: den direkten Zugriff auf die Fahrzeughardware. Genau diese Fähigkeit nutzen Hersteller zunehmend, um ihre softwaredefinierten Fahrzeuge zu differenzieren.