Am 10. September 2026 findet in ganz Deutschland der sechste bundesweite Warntag statt. Wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) mitteilte, ist die zentrale Probewarnung für 11 Uhr vorgesehen.
Mit dieser großangelegten Übung verfolgen Bund, Länder sowie Landkreise und Gemeinden das Ziel, die technischen Warnsysteme einer Belastungsprobe zu unterziehen und die Bevölkerung mit den verschiedenen Warnsignalen vertraut zu machen.
Koordinierte Warnung über verschiedene Kanäle
Der Testlauf wird zentral über das Modulare Warnsystem (MoWaS) des BBK gesteuert. Die Probewarnung wird über eine Vielzahl von Kanälen verbreitet, um eine möglichst breite Erreichbarkeit zu gewährleisten.
Dazu gehören neben den Warn-Apps NINA und KATWARN auch Rundfunk- und Fernsehanstalten, soziale Medien sowie digitale Anzeigetafeln, etwa an Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs. Zudem kommen lokale Warnmittel wie Sirenen und Lautsprecherwagen zum Einsatz.
Gegen 11:45 Uhr ist eine Entwarnung geplant. Diese erfolgt nach Angaben des BBK erstmals auch über das Mobilfunksystem Cell Broadcast. Die technische Grundlage für Entwarnungen über diesen Weg besteht bereits seit dem 25. November 2025.
Technische Voraussetzungen für den Empfang per Smartphone
Für den Empfang der Warnung über Cell Broadcast müssen bestimmte technische Parameter erfüllt sein. Das BBK weist darauf hin, dass Mobiltelefone mindestens die Betriebssystem-Versionen Android 11 oder iOS 16.1 benötigen. Zudem muss das Endgerät eingeschaltet sein und darf sich nicht im Flugmodus befinden.
Um sicherzustellen, dass die Testwarnung auch tatsächlich auf dem Display erscheint, empfiehlt das Bundesamt den Nutzern, in den Einstellungen die Warnstufe 3 zu aktivieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Apps ist für Cell Broadcast keine aktive Internetverbindung oder eine spezielle App-Installation erforderlich, da die Nachricht direkt an alle kompatiblen Geräte in einer Funkzelle gesendet wird.
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Neue Technologie ASA für DAB+ vor dem Start
Ein technischer Schwerpunkt des diesjährigen Warntags liegt auf dem neuen DAB+-Warnsystem ASA (Automatic Safety Alert). Das System soll den bestehenden Warnmix ergänzen und hat den Vorteil, dass es unabhängig von Mobilfunknetzen oder dem Internet funktioniert. Der offizielle Start von ASA ist voraussichtlich für September 2026 geplant.
Interessierte Bürger können die Funktion vorab testen. Über den Kanal DokDeb im Digitalradio (DR Deutschland) wird ein Testsignal ausgestrahlt, das alle fünf Minuten für eine Dauer von 30 Sekunden aktiv ist.
Hierfür ist die Eingabe des Testcodes 1253-3513-3668 am Endgerät erforderlich. Nach Abschluss des Tests besteht die Möglichkeit, unter einer bereitgestellten Webadresse einen persönlichen Standortcode zu hinterlegen, um zukünftig ortsgenaue Warnungen zu erhalten.
Akustische Signale im öffentlichen Raum
Neben den digitalen Kanälen spielen Sirenen weiterhin eine zentrale Rolle im Warnkonzept. Für den Warntag sind spezifische Signale vorgesehen: Die Warnung wird durch einen einminütigen, auf- und abschwellenden Heulton signalisiert.
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Die Entwarnung erfolgt hingegen durch einen einminütigen, gleichbleibenden Dauerton. Durch die Kombination aus akustischen Reizen im physischen Raum und direkten Benachrichtigungen auf mobilen Endgeräten soll sichergestellt werden, dass die Bevölkerung im Ernstfall zeitnah und umfassend informiert wird.

