Der Technologiekonzern Apple rät ausdrücklich davon ab, ein nass gewordenes iPhone zum Trocknen in Reis zu legen. Kleine Reiskörner können in das Gerät eindringen und insbesondere den Ladeanschluss beschädigen.
Bei Feuchtigkeit im Anschluss zeigt das iPhone auf dem Bildschirm den Hinweis zur Feuchtigkeitserkennung an. In diesem Zustand sollte das Smartphone keinesfalls geladen werden, bis sowohl das Gerät als auch das verwendete Zubehör vollständig getrocknet sind.
Empfohlene Schritte bei Flüssigkeitserkennung
Sobald die Meldung zur Flüssigkeitserkennung auf dem Display erscheint, empfiehlt der Hersteller ein schrittweises Vorgehen. Zunächst sollten Nutzer das Ladekabel an beiden Enden sofort vom iPhone sowie vom Netzteil trennen.
Um überschüssiges Wasser zu entfernen, wird das Gerät mit dem Anschluss nach unten gehalten und vorsichtig auf die Hand geklopft. Anschließend sollte das iPhone an einem trockenen Ort mit ausreichendem Luftzug gelagert werden.
Ein erster Ladeversuch sollte frühestens nach einer Wartezeit von mindestens 30 Minuten erfolgen. Erscheint die Warnanzeige erneut, benötigt das Smartphone weitere Trocknungszeit. Laut Herstellerangaben kann eine vollständige Trocknung bis zu 24 Stunden dauern, wobei dieser Zeitraum keine feste Vorgabe für jedes Modell darstellt.
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Bei einem tatsächlichen Flüssigkeitskontakt rät der Konzern in seinen Hinweisen zum Wasserschutz dazu, vor einem kabelgebundenen Ladevorgang oder dem Anschluss von Zubehör mindestens fünf Stunden abzuwarten. Ein kabelloses Laden per Qi-Standard ist erst dann ratsam, wenn auch die Geräterückseite vollständig getrocknet ist.
Fünf weitverbreitete Fehler bei der Smartphone-Trocknung
Neben dem Reistopf nennt das Unternehmen weitere Methoden, von denen dringend abgeraten wird. Föhngeräte oder andere externe Hitzequellen dürfen nicht eingesetzt werden, da heiße Luft empfindliche innere Bauteile und das Display beschädigen kann.
Ebenso ist von Druckluft abzusehen, weil der Luftstrom die Feuchtigkeit noch tiefer in das Gehäuse treiben kann. Fremdkörper wie Wattestäbchen oder Papiertaschentücher dürfen keinesfalls in den Ladeanschluss eingeführt werden.
Zudem führt das Laden im feuchten Zustand zu Kurzschlüssen und beschleunigt die Korrosion der Kontakte. Die Feuchtigkeitswarnung selbst ist nicht als Gerätedefekt zu verstehen. Sollte die Meldung jedoch dauerhaft und auch bei Verwendung eines originalen Kabels nach vollständiger Trocknung bestehen bleiben, wird eine Überprüfung durch den Kundendienst erforderlich.
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Grenzen des herstellerseitigen Wasserschutzes
Zahlreiche iPhone-Modelle verfügen über Schutzklassen gegen das Eindringen von Wasser, bieten jedoch keinen unbegrenzten Schutz. Das iPhone 11 ist nach dem Standard IP68 für eine Wassertiefe von bis zu zwei Metern für maximal 30 Minuten ausgelegt.
Ab dem iPhone 12 gilt die Einstufung IP68 für zwei Meter über 30 Minuten, während Geräte ab dem iPhone 13 und iPhone 14 bei IP68 für bis zu sechs Meter über 30 Minuten spezifiziert sind.
Dieser Schutz nimmt im Laufe der Zeit durch alltägliche Alterungsprozesse, Stürze oder Displaywechsel ab. Auch Regenwasser oder Badewasser mit Zusätzen wie Seife und Dampf können in das Gehäuse eindringen, wenn Dichtungen spröde sind.
Schäden durch Flüssigkeitseintritt sind nicht durch die reguläre Herstellergarantie abgedeckt, lassen sich jedoch über Zusatzversicherungen wie AppleCare+ gegen Zahlung einer Selbstbeteiligung regulieren. Ein verfärbter Flüssigkeitssensor im SIM-Karten-Fach zeigt an, ob Feuchtigkeit in das Innere gelangt ist.
Vorgehen bei Ausfällen und Korrosionsrisiken
Zeigt das Gerät Symptome wie dumpfen Ton, Geistereingaben auf dem Display, ein Flackern oder den Ausfall von Sensoren, sollte es umgehend ausgeschaltet und nicht erneut gestartet werden.
Fachbetriebe weisen darauf hin, dass Korrosionsprozesse insbesondere bei Kontakt mit Leitungs-, Salz- oder zuckerhaltigem Wasser rasch fortschreiten. Erfolgt eine professionelle Reparatur innerhalb der ersten 24 Stunden, liegt die Rettungswahrscheinlichkeit der Hardware bei über 85 Prozent.
Bei einer professionellen Wasserschadenbehandlung wird das Smartphone zerlegt, die Platine mittels Ultraschall und Reinstwasser gereinigt und anschließend mit wasserfreiem Ethanol von Restfeuchte befreit. Da persönliche Daten auf dem Speicherchip der Hauptplatine liegen und häufig lediglich umgebende Schaltkreise betroffen sind, bleibt eine Datenrettung über gezielte Platinenreparaturen in vielen Fällen auch nach Kurzschlüssen möglich.

