watchOS 27: Apple bringt generative Siri-KI auf die Uhr

Apple veröffentlicht öffentliche Beta von watchOS 27 mit generativer Siri und überarbeitetem Design. KI-Features benötigen aktuelle Modelle.

Apple hat die öffentliche Beta von watchOS 27 gestartet – mit generativer Siri-KI und einer radikalen Design-Überarbeitung.

Die Beta-Version ist seit dieser Woche verfügbar, nachdem Apple am 24. Juli eine spezielle Build für die Apple Watch Ultra 3 veröffentlichte. Im Zentrum des Updates stehen zwei große Neuerungen: die Integration einer generativen „Siri AI“ und die neue Designsprache „Liquid Glass“.

Siri wird zum persönlichen Assistenten mit Gedächtnis

Die wohl wichtigste Neuerung ist die grundlegend überarbeitete Siri. Statt wie bisher auf Websuchen zu verweisen, liefert der Sprachassistent nun direkte Antworten auf komplexe Fragen. Möglich macht das generative KI, die auf umfangreiches Weltwissen zugreift.

Ein Apple-Manager betonte, das Ziel sei eine durchgängige Erfahrung zwischen iPhone, Mac und Apple Watch. Besonders spannend: Die im Juli veröffentlichte Developer-Beta 3 führt die sogenannte „Conversation Continuity“ ein. Nutzer können eine Anfrage auf dem iPhone starten und nahtlos auf der Uhr fortsetzen.

Die neue Siri greift zudem tiefer auf persönliche Daten zu – etwa auf Notizen und Erinnerungen. Eine eigene App speichert den gesamten Gesprächsverlauf. Allerdings: Die KI-Funktionen bleiben den neueren Modellen vorbehalten. Benötigt werden eine Apple Watch Series 9, Ultra 3 oder SE 3 sowie ein iPhone 15 Pro oder neuer.

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Liquid Glass: Schluss mit dem Waben-Chaos

Neben den KI-Features bringt watchOS 27 eine optische Frischzellenkur. Das „Liquid Glass“-Design soll die Lesbarkeit verbessern und die Bedienung flüssiger machen. Das altbekannte Waben-Layout für Apps weicht einem dynamischen App-Raster. Auch die Smart Stack-Vorschläge wurden überarbeitet.

Die Bedienung per Geste wurde vereinfacht: Ein neues Single-Tap navigiert durch den Smart Stack. Die „Wo ist?“-App erhielt eine vollständige Kartenintegration inklusive Precision Finding. Selbst die Wallet-App wurde optisch angepasst und unterstützt jetzt individuelle Pässe.

Workout Buddy wird unabhängig

Fitness-Fans dürfen sich auf „Workout Buddy“ freuen. Die Funktion liefert tiefere Trendeinblicke und neue Leistungsmetriken. Wichtig: Sie funktioniert auch ohne verbundenes iPhone und unterstützt jetzt Spanisch.

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Im Gesundheitsbereich gibt es neue Funktionen für Perimenopause-Benachrichtigungen und verbesserte Schlaf-Tracking-Algorithmen. Ein cleveres Detail: Das System erkennt selten genutzte Funktionen – etwa bestimmte Gesten oder automatische Trainingserinnerungen – und schlägt vor, sie zu deaktivieren, um Akku zu sparen. Der Nutzer entscheidet selbst.

Kompatibilität und Verfügbarkeit

Vorgestellt wurde watchOS 27 erstmals auf der WWDC am 8. Juni 2026. Nach mehreren Beta-Phasen ist die öffentliche Beta nun für alle Tester verfügbar. Kompatibel ist das Update mit der Apple Watch Series 9 und neuer, der Ultra 2 und 3 sowie der dritten Generation der SE.

Der finale öffentliche Release wird für September 2026 erwartet, traditionell im Rahmen der iPhone-Vorstellung. Ein Wermutstropfen: Wie schon bei anderen Apple-Intelligence-Funktionen könnten die KI-Features in der EU zunächst nicht verfügbar sein.