Im Mittelpunkt stehen eine leistungsfähigere Siri mit KI-Funktionen, verbesserte Gesundheits-Sensoren und eine überarbeitete Oberfläche. Gleichzeitig verschiebt der Konzern einen lange erwarteten KI-Gesundheitscoach.
Die neuen KI-Funktionen der Apple Watch setzen ein modernes Smartphone voraus, doch viele Nutzer kämpfen bereits mit den grundlegenden Begriffen der Apple-Welt. Dieses kostenlose Lexikon erklärt Ihnen 53 wichtige Begriffe wie iOS oder Apple-ID verständlich und kompakt. Kostenloses iPhone-Lexikon jetzt anfordern
Siri wird zur persönlichen Assistentin mit KI
Die Integration von Apple Intelligence in Siri markiert einen Wendepunkt für die Apple Watch. Erstmals erhält der Sprachassistent eine eigene App auf der Uhr. Dank der neuen „Call Context“-Funktion kann Siri während Telefonaten relevante Informationen wie Flugdaten einblenden.
Die Rechenleistung für die KI-Features kommt dabei vom gekoppelten iPhone – Voraussetzung ist ein iPhone 15 Pro oder neuer. Zwar fehlen in den ersten Beta-Versionen noch einige Funktionen, doch Branchenbeobachter sehen darin den größten Sprung für die Plattform seit Jahren.
Gesundheits-Features: Herzraten-Upgrade und Frauen-Gesundheit
Apple schließt die Lücke zu spezialisierten Fitness-Trackern. Die Herzfrequenzmessung wurde grundlegend überarbeitet – sowohl Algorithmen als auch Hardware-Nutzung sind betroffen. Zusätzlich erweitert Apple die Frauen-Gesundheitsfunktionen um spezielle Tracking-Optionen für Prämenopause und Menopause.
Die neue „Workout Buddy“-Funktion erlaubt geführte Trainingseinheiten direkt auf der Uhr – ohne verbundenes iPhone. Ein echtes Novum für die Apple Watch.
Project Mulberry: KI-Coach auf Eis gelegt
Doch nicht alles läuft nach Plan. Ein KI-gestützter Gesundheitscoach, intern als „Project Mulberry“ bekannt, wurde zurückgestellt. Grund ist offenbar ein Führungswechsel unter Eddy Cue, Apples Dienstleister-Chef. Das Projekt bot angeblich zu wenig Unterscheidungsmerkmale zu bestehenden Fitness-Plattformen. Einige Komponenten könnten später im iOS-27-Update auftauchen.
Liquid Glass: Neues Design für die Uhr
Mit watchOS 27 führt Apple die Designsprache „Liquid Glass“ ein. Das dynamische App-Raster und überarbeitete Benachrichtigungen sollen frischer wirken. Der Smart Stack erhält neue Widgets – für Transitkarten, Schlafalarme, geparkte Autos und Geburtstage.
Während die Apple Watch optisch moderner wird, bleibt die Sicherheit des iPhones nach jedem großen System-Update das wichtigste Thema für Anwender. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber, welche Einstellungen Sie nach einer Aktualisierung sofort prüfen sollten, um Ihre Privatsphäre zu schützen. Gratis-Ratgeber für sichere Updates herunterladen
Die Bedienung wird präziser: Ein neuer Ein-Finger-Tipp (Daumen und Zeigefinger einmal zusammendrücken) wählt gezielt Widgets aus. Das ergänzt die bestehenden Gesten wie den Doppeltipp zum Öffnen des Stacks und das Handgelenk-Schütteln zum Schließen.
Weitere Neuerungen: Eine einheitliche „Wo ist?“-App mit Precision Finding und ein optimierter Batteriesparmodus, der ungenutzte Hintergrundfunktionen deaktiviert.
Kompatibilität: Ältere Modelle raus
Apple verschärft die Hardware-Anforderungen. watchOS 27 läuft nur auf:
– Apple Watch Series 9
– Apple Watch Ultra 2
– Apple Watch SE 3
– sowie allen 2026 neu erscheinenden Modellen
Besitzer einer Series 6 oder der ersten SE gehen leer aus. Die neuen Uhren – Series 11 ab 299 Euro und Ultra 3 ab rund 699 Euro – sind bereits im Handel.
Zeitplan: Beta im Juli, Release im September
Der Fahrplan folgt dem gewohnten Muster: Die öffentliche Beta startet im Juli, die finale Version erscheint im September. Zuvor hatte Apple am 17. Juni die zweite öffentliche Beta von watchOS 26.6 veröffentlicht, um die aktuelle Umgebung zu stabilisieren.

