watchOS 27: Apple macht die Watch zur eigenständigen KI-Maschine

Apple präsentiert watchOS 27 mit neuer Siri-KI und Liquid Glass Design. Ältere Modelle erhalten keine Unterstützung mehr.

Auf der Entwicklerkonferenz WWDC am 8. Juni präsentierte der Konzern watchOS 27 – und macht die Apple Watch endgültig vom Smartphone-Zubehör zum eigenständigen KI-Gerät.

Siri AI: Der fundamentale Neuanfang

Das Herzstück des Updates ist eine komplett neu entwickelte Siri. Unter der Leitung von Mike Rockwell, der seit März 2025 die Siri-Sparte führt, wurde der Assistent von Grund auf als multimodales System konzipiert. Anders als bisher agiert die KI als permanente Intelligenzschicht mit eigener App – sie versteht den Bildschirminhalt, merkt sich persönliche Kontexte und arbeitet durchgängig im Hintergrund.

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Die technische Basis bildet die dritte Generation der Apple Foundation Models, entwickelt in Zusammenarbeit mit Google. Die Modelle nutzen Googles Gemini-Technologie mit geschätzten 1,2 Billionen Parametern. Für die rechenintensiven Aufgaben setzt Apple auf Private Cloud Compute – und damit auf Nvidia-Hardware in der Google Cloud. Branchenkreise berichten von einem jährlichen Milliardenengagement umgerechnet rund 920 Millionen Euro.

Strengere Hardware-Anforderungen: Diese Modelle sind raus

Die neue KI stellt höhere Ansprüche an die Hardware. watchOS 27 läuft auf der Series 9, Series 10 sowie der kommenden Series 11. Auch die Ultra 2, das neue Ultra 3 und die SE 3 werden unterstützt.

Das hat Konsequenzen: Apple stellt die Software-Unterstützung für mehrere ältere Modelle ein. Die Series 6, 7 und 8, die erste Apple Watch Ultra sowie die SE der zweiten Generation erhalten watchOS 27 nicht. Sie funktionieren weiter, bekommen aber keine neuen Features, Sicherheitsupdates oder die Siri AI. Ein Schritt, der bei Nutzern auf Kritik stößt – viele sehen ihre Geräte für den Alltag noch als vollkommen ausreichend an.

Liquid Glass: Das Design wird lebendig

Neben der KI bringt watchOS 27 eine optische Neuausrichtung namens Liquid Glass. Das dynamische App-Raster und der überarbeitete Smart Stack liefern kontextbezogene Informationen: Geburtstagserinnerungen, den Standort des geparkten Autos, Weckzeiten oder die Fahrkarte für den Nahverkehr – alles ohne Zutun des Nutzers.

Auch die Gesundheitsfunktionen wurden ausgebaut:

  • Workout Buddy: Ein Offline-Tool für Fitness-Routinen, das mehrere Sprachen unterstützt
  • Präziseres Lauftraining: Verbesserte Algorithmen für die Distanzmessung auf dem Laufband
  • Perimenopause-Tracking: Neue Funktionen im bestehenden Zyklus-Tracking
  • Vereinheitlichter „Mein iPhone suchen“-Dienst und QR-Code-Integration in der Wallet-App

Branchenbeobachter sehen einen strategischen Unterschied zu Wettbewerbern: Apple setzt bei Gesundheit auf Kontext und Tracking, nicht auf eine proaktive Coaching-Funktion.

Start im Herbst – aber nicht überall

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Die erste Beta von watchOS 27 enthält die volle Siri AI noch nicht. Der öffentliche Release ist für Herbst 2026 geplant. Allerdings mit Einschränkungen: Aufgrund regulatorischer Hürden wird die KI in der Europäischen Union und China zunächst nicht verfügbar sein.

Die leistungsstärksten KI-Funktionen bleiben zudem den neuesten Geräten vorbehalten – etwa dem iPhone 17 Pro sowie höherwertigen iPad- und Mac-Modellen.

Preislich positioniert Apple die neue Generation wie gewohnt: Die Series 11 startet voraussichtlich bei 299 Euro, das Ultra 3 bei 699 Euro. Ob die KI-Funktionen den Aufpreis rechtfertigen, wird sich im Herbst zeigen – wenn die ersten Nutzer Siri AI am Handgelenk erleben können.