watchOS 27: Apple plant KI-Oberfläche und neue Gestensteuerung

Apple festigt seine Führung bei KI-fähigen Smartwatches. watchOS 27 bringt neue Funktionen, während ältere Modelle außen vor bleiben.

Apple hat sich im High-End-Segment der Wearables weiter gefestigt. Fast jede zehnte Smartwatch mit KI-Funktionen kommt vom US-Konzern.

Laut aktuellen Daten von Counterpoint Research entfielen im ersten Quartal 2026 rund 90 Prozent aller weltweit ausgelieferten Edge-KI-Smartwatches auf Apple. Der Konzern bereitet sich nun auf die Einführung von watchOS 27 vor, das im September erscheinen soll. Die Dominanz ist bemerkenswert: Während KI-fähige Smartwatches insgesamt nur ein Viertel des globalen Marktes ausmachten, stiegen die Verkäufe in diesem Segment im Jahresvergleich um 70 Prozent.

Hardware-Erfolg und Preisanpassungen

Die im September 2025 vorgestellte Apple Watch Series 11 punktet mit einem schlankeren Design und erweiterten Gesundheitsfunktionen. Im ersten Quartal 2026 legten die Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21 Prozent zu – und damit deutlich stärker als der Gesamtmarkt. Das liegt vor allem an der effizienten Chip-Architektur, die bereits auf Technologien aus dem Jahr 2023 basiert.

Die Akkulaufzeit bleibt ein entscheidendes Verkaufsargument: Die Series 11 hält im Normalbetrieb bis zu 24 Stunden durch, im Energiesparmodus sogar 38 Stunden. Zum Vergleich: Die Vorgängergeneration Series 10 schaffte lediglich 18 Stunden. Beim Amazon Prime Day am 11. Juli 2026 war das 42-Millimeter-GPS-Modell in ausgewählten Regionen mit zehn Prozent Rabatt erhältlich.

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watchOS 27: KI und neues Design

Am 9. Juli veröffentlichte Apple die dritte Beta-Version von watchOS 27. Das Update benötigt rund 3,9 Gigabyte Speicher und bringt eine eigenständige Siri-KI-Anwendung mit. Die Benutzeroberfläche wurde als „Liquid Glass“ komplett überarbeitet.

Neue Gestensteuerungen erweitern die Bedienung: Ein Doppel-Kniffen navigiert durch den Smart Stack, ein Tippen von Zeigefinger und Daumen öffnet Widgets. Besonders im Fokus steht die Gesundheit: watchOS 27 bietet erweiterte Zyklusverfolgung für die Perimenopause und Menopause sowie Bildungsressourcen. Die Workout-Buddy-Funktion wurde verbessert und arbeitet nun unabhängig vom iPhone – inklusive spanischer Sprachunterstützung.

Weniger Apps, mehr Übersicht

Apple räumt auf: Die Walkie-Talkie-App verschwindet, die Funktionen von „Geräte suchen“, „Personen suchen“ und „Gegenstände suchen“ werden in einer einzigen, kartenbasierten „Wo ist?“-App zusammengeführt. Für die Apple Watch Ultra 3 ist zudem die Satellitenanbindung für Karten und Foto-Sharing geplant – möglich gemacht durch jüngste Zukäufe im Satellitensektor.

Technische Verbesserungen betreffen die Konnektivität zu Drittanbieter-Pulsmessern. Neu ist auch „Call Context“, das während eingehender Anrufe mehr Informationen einblendet.

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Ältere Modelle bleiben außen vor

Der Preis für die KI-Offensive: Die Series 6, 7 und 8, die zweite Generation der SE sowie die ursprüngliche Ultra werden watchOS 27 nicht unterstützen. Zwar können diese Uhren weiterhin mit iPhones unter iOS 27 gekoppelt werden und erhalten Sicherheitsupdates – die neuen Siri-KI-Funktionen und die erweiterten Gesten bleiben ihnen jedoch verwehrt.

Konkurrenz belebt das Geschäft

Apple muss sich im zweiten Halbjahr 2026 auf härtere Konkurrenz einstellen. Branchenkreisen zufolge soll die Google Pixel Watch 5 am 12. August vorgestellt werden, der Verkauf startet am 20. August. Auch Huawei mit seinem Kirin-W80-Chip und Geräte mit Qualcomms Snapdragon Wear Elite drängen in das wachsende Segment der Edge-KI-Wearables. Ob sie Apples Vormarsch bremsen können, wird sich zeigen.