watchOS 27: Apple schließt vier Uhren-Generationen aus

Apples watchOS 27 setzt auf KI und schließt ältere Modelle aus. Neue Siri-Funktionen und Gesundheits-Apps stehen im Fokus.

Nur sechs aktuelle Apple-Watch-Modelle erhalten das große Herbst-Update – der Grund heißt Künstliche Intelligenz.

Die Weichen für die Zukunft der Apple Watch sind gestellt: watchOS 27, das im Herbst 2026 erscheinen soll, wird nur noch auf Modellen mit S9- oder S10-Chip laufen. Das betrifft die Series 9 und neuere, die Ultra 2 sowie die dritte Generation der Watch SE. Für Besitzer der Series 6, 7 und 8, der ersten Ultra sowie der zweiten SE-Generation bedeutet das: Schluss mit neuen Funktionen.

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KI als Treiber der Hardware-Revolution

Der Schritt ist kein Zufall. Apple setzt bei watchOS 27 massiv auf „Apple Intelligence“ und eine überarbeitete Siri-KI – beides rechenintensive Technologien, die ältere Prozessoren nicht mehr stemmen können. Besonders bitter: Die erste Apple Watch Ultra kam erst vor knapp vier Jahren auf den Markt, deutlich kürzer als die üblichen sechs Jahre Support, die Apple sonst gewährt.

Doch die Nutzer reagieren gelassen. Viele Besitzer der Series 6 oder der Ultra 1 sehen keinen Grund zum Wechsel. „Die Uhr läuft noch einwandfrei“, heißt es in Foren. Tatsächlich halten die Geräte nach fast vier Jahren oft noch einen ganzen Tag mit einer Akkuladung durch – die Batteriegesundheit liegt häufig bei rund 86 Prozent.

Neue Apps, verschwundene Funktionen

Was bringt watchOS 27 den Käufern der neuen Modelle? Eine komplett überarbeitete Siri-App mit Konversations-KI und geräteübergreifendem Verlauf. Dazu kommt eine einheitliche „Wo ist?“-App, die Geräte-, Gegenstands- und Personensuche in einer Kartenansicht zusammenführt.

Im Gesundheitsbereich erweitert Apple die Zyklusverfolgung um spezifische Überwachung für Perimenopause und Menopause – passend zum neuen Fitness+-Programm „Strong Through Menopause“, das Mitte Juni 2026 startete.

Eine beliebte Funktion fällt dagegen weg: die Walkie-Talkie-App. Bereits in der ersten Entwickler-Beta vom 12. Juni 2026 fehlte sie. Das 2018 eingeführte Feature hatte zwar treue Nutzer, litt aber immer wieder unter Verbindungsproblemen.

Alte Uhren bleiben sicher – aber stehen

Die ausgeschlossenen Modelle bleiben auf watchOS 26, das im Herbst 2025 unter anderem die Funktion „Lautstärke automatisch anpassen“ einführte. Apple wird für dieses Betriebssystem weiterhin Sicherheitsupdates bereitstellen – ähnlich wie beim iOS-15-Update im Mai 2024 für deutlich ältere iPhones.

Auch am Mac fallen alte Pferde

Der Trend zur KI-getriebenen Hardware-Abgrenzung zeigt sich auch bei anderen Apple-Produkten. macOS 27 mit dem Codenamen „Golden Gate“ wird im Herbst 2026 die Unterstützung für Intel-Macs einstellen. Gleichzeitig will Apple die Design- und Stabilitätsprobleme des Vorgängers macOS 26 Tahoe beheben: Die „Liquid Glass“-Oberfläche soll lesbarer werden, Fensterecken einheitlicher und bestimmte Seitenleisten in Apps wie Fotos verschwinden. Schnellere App-Starts und zuverlässigere Netzwerk-Wechsel zwischen WLAN und Mobilfunk sind ebenfalls angekündigt.

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