watchOS 27: Apple sperrt ältere Watch-Modelle aus – Sammelklage droht

US-Sammelklage wirft Apple vor, ältere Watch-Modelle durch watchOS-27-Ausschluss künstlich zu entwerten. Hintergrund ist die KI-Integration.

In den USA sieht sich der Technologiekonzern Apple mit einer neuen Sammelklage konfrontiert, die dem Unternehmen vorwirft, ältere Modelle der Apple Watch durch den Ausschluss vom kommenden Betriebssystem watchOS 27 systematisch in ihrer Funktionalität einzuschränken. Die am 12. August 2026 beim US District Court für den Distrikt Nordkalifornien eingereichte Klageschrift wirft Apple sogenanntes „Software-Tethering“ vor.

Vorwurf der künstlichen Obsoleszenz

Der Kläger Richard Goetz, der nach eigenen Angaben im Dezember 2022 eine Apple Watch Ultra 1 für 799 US-Dollar erwarb, führt die juristische Auseinandersetzung unter dem Aktenzeichen 3:26-cv-08384 an.

In der Klageschrift werde argumentiert, dass Apple den Software-Support für vergleichsweise junge Geräte vorsätzlich beendet habe. Betroffen von diesem Ausschluss sind neben der Ultra 1 auch die Modelle der Series 6, 7 und 8 sowie die Apple Watch SE 2.

Die Klägerseite behaupte, dass die Geräte durch die Inkompatibilität mit watchOS 27 faktisch unbrauchbar gemacht oder in ihrem Wert erheblich gemindert würden. In diesem Zusammenhang falle der Begriff des „Bricking“ – ein Zustand, in dem Hardware durch Software-Beschränkungen ihre vorgesehene Funktion verliert. Die Klage fordert Schadensersatz und strebt ein Verfahren vor einer Geschworenenjury an.

Anzeige

Wer sich mit der Software-Logik von Apple-Geräten befasst, sollte auch die Sicherheit bei System-Aktualisierungen im Blick behalten. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen die einfache Schritt-für-Schritt-Methode für sichere Updates ganz ohne Stress. So installieren Sie iOS-Updates sicher – ohne Datenverlust

Strategische Hardware-Anforderungen für KI-Funktionen

Hintergrund des Ausschlusses ist die Einführung von watchOS 27, das laut Branchenberichten eine tiefgreifende Integration von künstlicher Intelligenz in die Siri-Sprachsteuerung vorsieht. Während die neue Softwareversion mit den Modellen Series 9 bis 11, der SE 3 sowie der Ultra 2 und 3 kompatibel ist, bleiben die älteren Generationen außen vor.

Marktbeobachter weisen darauf hin, dass die kommenden Hardware-Generationen, die voraussichtlich Anfang September auf einem Apple-Event vorgestellt werden, über signifikant leistungsstärkere Prozessoren verfügen.

Die Apple Watch Series 12 und die Ultra 4 sollen mit dem neuen S11- beziehungsweise S12-Chip ausgestattet werden. Dies markiere den ersten echten CPU-Leistungssprung seit der Einführung des S9-Chips im Jahr 2023. Diese Rechenleistung sei notwendig, um die neuen KI-Anwendungen flüssig auszuführen.

In der am 22. August 2026 veröffentlichten zweiten Beta-Version von watchOS 27 sei die vollständige Siri-KI-Erfahrung noch nicht enthalten, was auf eine laufende Optimierung der Software für die neue Hardware hindeutet.

Anzeige

Mit jedem neuen System-Update verändern sich oft auch wichtige Privatsphäre-Optionen auf Ihren Geräten. Ein erfahrener Experte erklärt Ihnen in diesem Gratis-Leitfaden, welche Einstellungen Sie nach einer Aktualisierung sofort überprüfen sollten. Kostenlosen Ratgeber für sichere Geräte-Updates herunterladen

Erwartungen an die neue Hardware-Generation

Für das im September 2026 erwartete Produkt-Update kursieren bereits detaillierte Spezifikationen. Die Apple Watch Series 12 könnte demnach die Rückkehr des Keramik-Gehäuses markieren, das zuletzt im Jahr 2019 angeboten wurde. Frühere Versionen dieser Edition starteten bei einem Preis von 1.249 US-Dollar.

Für die Apple Watch Ultra 4 werden ein um 10 bis 15 Prozent dünneres Gehäuse sowie ein Sensor-Array mit acht Sensoren für erweiterte Gesundheitsfunktionen wie Hypertonie-Benachrichtigungen und verbessertes Schlaf-Tracking erwartet. Das Display soll eine Helligkeit von bis zu 3.000 Nits erreichen, während die Akkulaufzeit auf über 42 Stunden im Normalbetrieb steigen könnte.

Trotz der rechtlichen Herausforderungen bleibt Apple marktführend im Smartwatch-Segment. Im ersten Quartal des Jahres hielt das Unternehmen einen Marktanteil von 23 Prozent, gefolgt von Huawei mit 17 Prozent. Analysten bewerten den aktuellen Strategiewechsel hin zu KI-gestützter Hardware als Versuch, die Position gegenüber der Konkurrenz weiter zu festigen, auch wenn dies den Unmut von Bestandskunden älterer Modelle hervorruft.