watchOS 27: Apple sperrt fünf ältere Watch-Modelle aus

Apple schließt fünf Watch-Modelle von watchOS 27 aus. Grund sind die hohen Hardware-Anforderungen neuer KI-Funktionen.

Apple bereitet die größte Kompatibilitätswende in der Geschichte der Apple Watch vor. Fünf aktuelle Modelle erhalten kein Update mehr – der Grund liegt in der künstlichen Intelligenz.

Der Technologiekonzern hat die technischen Hintergründe für die drastischen Einschnitte bei watchOS 27 offengelegt. In Interviews begründeten Führungskräfte den Schritt mit den gestiegenen Hardware-Anforderungen neuer KI-Funktionen und Bedienungsgesten. Die Konsequenz: Die Apple Watch Series 6, 7 und 8, die zweite Generation der SE sowie die originale Ultra werden das Update im Herbst nicht erhalten.

Der S9-Chip als entscheidende Hürde

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Cait Dooley, Apples Produktmarketing-Managerin, und David Clark, Senior Director für watchOS, erklärten, dass die neuen Funktionen „Siri AI“ und die „Tap“-Geste zwingend den S9-Chip oder dessen Nachfolger voraussetzen. Diese Prozessorgeneration verfügt über eine dedizierte Neural Engine, mehr Arbeitsspeicher und eine spezifische Speicherarchitektur. „Die älteren Modelle der Series 6 bis 8 basieren noch auf der gleichen CPU-Architektur mit Thunder-Kernen“, so die Manager. „Die neue Hardware ist als Co-Partner für Apple Intelligence konzipiert.“

Die Liste der unterstützten Modelle umfasst künftig die Apple Watch Series 9, 10 und 11, die Ultra 2 und Ultra 3 sowie die dritte Generation der SE. Besitzer der ausgeschlossenen Modelle müssen nicht komplett auf die Uhr verzichten: Apple sichert weiterhin Sicherheitsupdates und die Kompatibilität mit aktuellen iOS-Versionen zu.

Neue Gesten und smartere Assistenten

Das Herzstück von watchOS 27 ist die neue „Tap“-Geste. Nutzer können Widgets im Smart Stack auswählen, indem sie kurz Daumen und Zeigefinger zusammenführen. Die Funktion ergänzt bestehende Gesten wie den Doppeltipp und das Handgelenkdrehen für eine freihändige Bedienung.

Weitere Neuerungen im Überblick:

  • Siri AI: Verbesserte Konversationsfähigkeiten und Zugriff auf persönliche Daten – allerdings zum Start nicht in der EU verfügbar
  • Gesundheit und Fitness: Aktualisierter Zyklustracker mit Wechseljahreserkennung und „Workout Buddy“, der unabhängig vom iPhone funktioniert
  • Smart Stack: Proaktive Widget-Vorschläge und dynamischeres App-Raster
  • Find My: Konsolidierte Tracking-App für besseres Gerätemanagement

Eine Entwickler-Beta ist bereits verfügbar, die öffentliche Beta soll im Juli folgen.

iOS 27: Weniger radikal, aber ähnlich ambitioniert

Anders als bei der Watch fällt der Kompatibilitätsschnitt bei iOS 27 moderater aus. Das System unterstützt weiterhin das iPhone 11 und die zweite Generation des SE. Allerdings benötigen die fortschrittlichsten Apple-Intelligence-Funktionen mindestens ein iPhone 15 Pro oder neuer.

Zu den Highlights des mobilen Betriebssystems zählt „Spatial Reframing“ – ein KI-Werkzeug zur Perspektivanpassung von Fotos. Kalender und Erinnerungen erhalten eine natürliche Sprachverarbeitung, die Termine, Orte und Teilnehmer automatisch erkennt. Siri AI greift dabei vollständig auf den Benutzerkalender zu. Eine „Visual Intelligence“-Funktion erlaubt zudem das gleichzeitige Importieren mehrerer Termine aus einem einzigen Foto.

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Der große Wurf im gesamten Ökosystem

Apples Software-Fahrplan für 2026 zeigt einen klaren Bruch mit alter Hardware. Das kommende macOS „Golden Gate“ wird voraussichtlich keine Intel-basierten Macs mehr unterstützen und gilt als letzte Version mit vollständiger Rosetta-2-Kompatibilität.

Auch iPadOS 27 setzt neue Grenzen: Mindestens ein A14-Bionic- oder M1-Chip ist erforderlich. Bei tvOS 27 fallen die Apple TV HD von 2015 und das erste 4K-Modell von 2017 weg. Die Botschaft ist eindeutig: Apple treibt die lokale KI-Verarbeitung voran – und lässt alte Hardware hinter sich.