Apple hat die zweite Beta von watchOS 27 für Entwickler veröffentlicht – und zieht damit einen harten Schnitt bei der Hardware-Unterstützung. Das Update vom 23. Juni bringt nicht nur ein überarbeitetes Interface, sondern markiert den größten Kompatibilitätsbruch in der Geschichte der Apple Watch.
Nur noch aktuelle Modelle unterstützt
Die neue Betriebssystemversion setzt auf Leistung statt Breite. Wer watchOS 27 nutzen möchte, braucht mindestens eine Apple Watch Series 9, eine Apple Watch Ultra 2 oder die dritte Generation der Apple Watch SE. Damit fallen die Series 8 und die ursprüngliche Apple Watch Ultra komplett weg – ein harter Einschnitt für Besitzer dieser Modelle.
Der Grund liegt auf der Hand: Der S9-Chip und seine Nachfolger bieten bis zu 52 Prozent mehr Rechenleistung als frühere Generationen. „Diese Performance ist notwendig für die lokalen Siri-KI-Funktionen und die erweiterten Gestensteuerungen“, so ein Entwickler aus dem watchOS-Team. Zudem benötigen bestimmte KI-gestützte Features ein iPhone 15 Pro oder neuer als Partner-Gerät.
Neues Layout und verschwundene Funktionen
Die zweite Beta führt ein Dynamic App Grid ein, das die bisherige Waben- oder Listenansicht ersetzt. Das System zeigt fünf Apps an, die es basierend auf Nutzerverhalten und aktuellen Bedingungen auswählt – mit einem zentralen Siri-Symbol für Sprachsteuerung.
Apple hat zudem seine Ortungsdienste zusammengelegt: Die bisher getrennten Apps „Geräte suchen“, „Personen suchen“ und „Gegenstände suchen“ firmieren jetzt unter einem Dach. Die neue einheitliche Find My-App integriert Kartenansichten und Precision Finding.
Überraschend: Die beliebte Walkie-Talkie-Funktion wurde in dieser Version komplett gestrichen.
watchOS 27 streicht die Walkie-Talkie-Funktion und unterstützt nur noch Series 9, Ultra 2 und SE (3. Gen.). Mit unserer kostenlosen Checkliste prüfen Sie in zwei Minuten, ob Ihre Apple Watch betroffen ist – und welche Alternativen es gibt. Kompatibilitäts-Checkliste anfordern
Workout Buddy und Smart Stack
Der Workout Buddy kommt jetzt ohne iPhone aus und unterstützt erweiterte Sprachoptionen für spanischsprachige Nutzer. Die Smart Stack-Vorschläge wurden verbessert und liefern relevantere Widgets im Tagesverlauf. Auch die Precision Finding-Funktion für AirTags und andere Gegenstände wurde direkt auf der Uhr integriert.
Gesundheitsfunktionen: Mehr Tempo, weniger KI
Das Herzstück bleibt die Gesundheitsüberwachung. watchOS 27 bringt ein verbessertes Herzfrequenz-Tracking mit häufigeren und genaueren Messungen – eine Reaktion auf die wachsende Konkurrenz durch spezialisierte Fitness-Wearables.
Der große Wurf bleibt jedoch vorerst aus: Der als Project Mulberry bekannte KI-gestützte Gesundheitscoach wurde zurückgestuft. Nach einem Führungswechsel – Eddy Cue übernahm die Projektleitung – konzentriert sich das Team nun auf „Datenperfektion“. Branchenbeobachter rechnen damit, dass einige Komponenten zwar im Herbst erscheinen, die vollständige Integration sich aber über den gesamten iOS-27- und watchOS-27-Lebenszyklus hinziehen wird.
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Zeitplan: Public Beta im Juli
Nach der aktuellen Entwickler-Phase plant Apple für Juli 2026 eine öffentliche Beta. Die finale Version soll dann im Herbst 2026 zusammen mit weiteren Hardware-Neuheiten erscheinen – darunter voraussichtlich eine neue Apple TV 4K-Generation.

