Fünf Apple-Watch-Generationen erhalten kein watchOS 27 mehr. Der Grund: Die neuen KI-Funktionen brauchen deutlich mehr Rechenleistung.
Apple hat die Hardware-Anforderungen für watchOS 27 bekannt gegeben – und damit einen der größten Kompatibilitätseinschnitte in der Geschichte der Apple Watch eingeleitet. Nach der Veröffentlichung der ersten Entwickler-Beta am 19. Juni steht fest: Fünf ältere Modelle werden keine großen Betriebssystem-Updates mehr erhalten.
Betroffen: Modelle ab Series 6 bis zur ersten Ultra
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Die neue watchOS-Version unterstützt nur noch eine schmalere Gerätepalette. Dazu gehören die Apple Watch Series 9, Series 10 und Series 11 sowie die Ultra 2, Ultra 3 und die dritte Generation der SE. Fünf Modelle fliegen aus der Unterstützungsliste: die Series 6, Series 7, Series 8, die zweite SE-Generation und die erste Apple Watch Ultra.
Das bedeutet: Geräte, die zwischen vier und sechs Jahren auf dem Markt sind, bekommen keine neuen Funktionen mehr. Sie erhalten jedoch weiterhin kritische Sicherheitsupdates und bleiben mit iPhones unter aktueller iOS-Version nutzbar.
Der Chip als entscheidende Hürde
Die Hintergründe für den radikalen Schnitt liefern Apple-Manager gleich mit. Cait Dooley, Product Marketing Manager für die Apple Watch, erklärte, dass die Kernfunktionen des Updates – insbesondere die neue Siri-KI und die erweiterten Tap-Gesten – die Rechenleistung des S9-Chips oder neuerer Prozessoren voraussetzen.
David Clark, Senior Director für watchOS Software Engineering, betonte, dass watchOS 27 die Apple Watch zum echten Partner des Apple-Intelligence-Ökosystems machen soll. Die neue Siri-KI benötigt eine dedizierte Neural Engine und deutlich mehr Arbeitsspeicher als ältere Modelle bieten. Branchenkreisen zufolge sind mindestens 1,5 Gigabyte RAM erforderlich – einige Modelle verfügen inzwischen über 2 GB RAM und 64 GB Speicher, um die gestiegenen Datenverarbeitungsanforderungen zu stemmen.
Das bringt watchOS 27
Das Update führt mehrere leistungsintensive Funktionen ein, die den Hardware-Sprung erklären:
- Siri-KI-Integration: Nutzt die Neural Engine für schnellere, komplexere lokale Verarbeitung
- Dynamisches App-Raster: Neu gestaltete Oberfläche mit Siri-gesteuerten Vorschlägen
- Workout Buddy: Neue Fitnessfunktion, die unabhängig vom iPhone läuft
- Gesundheits-Tracking: Menopause-Erkennung im Zyklus-Tracking
- Präzisions-Suche: Vereinheitlichte „Wo ist?“-App mit Ortungstechnologie
Auf der iPhone-Seite unterstützt iOS 27 voraussichtlich dieselben Modelle wie der Vorgänger – also zurück bis zum iPhone 11. Die fortschrittlichsten Apple-Intelligence-Funktionen bleiben jedoch dem iPhone 15 Pro oder neueren Modellen vorbehalten.
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Zeitplan: Public Beta im Juli, Finale im Herbst
Nach der Entwickler-Beta vom Donnerstag plant Apple die nächste Phase: Eine öffentliche Beta soll im Juli 2026 erscheinen. Die finalen, stabilen Versionen von watchOS 27 und iOS 27 werden für den Herbst 2026 erwartet.
Für Besitzer der gestrichenen Watch-Modelle bleibt der Trost: Die Uhren bleiben mit dem neuen iOS kompatibel und funktionieren weiterhin für Benachrichtigungen und Gesundheitsüberwachung – nur ohne die neuesten Funktionen.

