Die erste öffentliche Beta von watchOS 27 ist da. Sie bringt mehr Unabhängigkeit beim Sport, aber auch neue Abhängigkeiten vom iPhone.
Seit dem 13. Juli können Tester die neue Apple-Watch-Software ausprobieren. Der Clou: Während die Uhr bei Fitnessaktivitäten künftig besser ohne das iPhone auskommt, braucht sie für die KI-Funktionen das Smartphone umso dringender. Ein Update, das die Beziehung zwischen den Geräten neu definiert.
Strenge Hardware-Vorgaben
Die Kompatibilitätsliste fällt überschaubar aus. watchOS 27 läuft ausschließlich auf der Apple Watch Series 9, 10 und 11, den Ultra-Modellen 2 und 3 sowie der dritten SE-Generation. Ältere Modelle sind raus. Zwingend erforderlich ist zudem ein iPhone mit iOS 27 – ebenfalls im Public-Beta-Stadium.
Einmal aktualisiert, gibt es kein Zurück: Ein Downgrade auf watchOS 26 ist nicht möglich. Die Installation selbst verlangt mindestens 50 Prozent Akku und eine Verbindung zum Ladegerät. Frühe Tester berichten zudem von einer instabilen Beta mit teils fehlerhaften Funktionen.
Siri AI: Smarte Hilfe mit Haken
Die mit Spannung erwartete KI-gestützte Siri-Version ist das Herzstück des Updates. Sie soll die Uhr zum „Handgelenk-Computer“ machen – doch die Umsetzung ist nicht ganz rund. Für personalisierte Antworten und Gesprächsverläufe benötigt Siri AI ein iPhone in der Nähe, das mit Apple Intelligence ausgestattet ist.
Wer die neue watchOS 27 Beta ausprobiert, profitiert vom Workout Buddy ohne iPhone – aber auch von neuen Abhängigkeiten. Unser Praxis-Guide zeigt, wie Sie die wichtigsten Funktionen nutzen und Fallstricke vermeiden. Jetzt kostenlosen Praxis-Guide anfordern
Die neue „Call Context“-Funktion zeigt dann relevante Informationen aus beiden Geräten an. Wer das Smartphone zu Hause lässt, verliert jedoch den Zugriff auf die erweiterten KI-Fähigkeiten. Ein klarer Kompromiss zwischen Autonomie und Vernetzung.
Mehr Freiheit beim Sport
Anders sieht es beim „Workout Buddy“ aus: Die Trainingsbegleitung funktioniert jetzt komplett ohne iPhone. Läufer können Tempo und Strecke verfolgen, auch wenn das Handy in der Schublade liegt. Neu hinzugekommen sind Unterstützung für Laufband-Training und Spanisch als Sprachoption.
Auch die Ortung verlorener Geräte wurde verbessert. Die „Wo ist?“-App integriert nun Precision Finding für präzisere Navigation. Zudem verspricht Apple deutlich schnellere AirDrop-Übertragungen – angeblich bis zu 80 Prozent schneller. Apps sollen sich im Schnitt 20 Prozent flotter öffnen lassen als unter watchOS 26.
EU-Regeln: Akkus bleiben drin – aber nicht für immer
Siri AI und Call Context klingen vielversprechend – aber ohne iPhone in der Nähe bleiben die KI-Funktionen stumm. Erfahren Sie in unserem Guide, wie Sie die Beta optimal einrichten und welche Hardware Voraussetzung ist. Praxis-Guide jetzt sichern
Während Apple die Software optimiert, hat die EU-Kommission am 14. Juli eine wichtige Entscheidung für die Hardware getroffen: Smartwatches und Fitness-Tracker sind von der geplanten Pflicht zu benutzerwechselbaren Akkus ausgenommen. Grund sind Sicherheitsbedenken – ein herausnehmbarer Akku würde Wasserdichtigkeit und Stabilität gefährden.
Allerdings müssen die Batterien weiterhin von Fachleuten austauschbar sein. Hersteller sind verpflichtet, Ersatzakkus für mindestens fünf Jahre bereitzustellen. Die Regelung tritt voraussichtlich am 18. Februar 2027 in Kraft, vorbehaltlich der Zustimmung von EU-Parlament und Rat.

