Apple hat bestätigt: Die erste Generation der Apple Watch Ultra wird das kommende Betriebssystem watchOS 27 nicht mehr unterstützen. Nach der Ankündigung auf der WWDC 2026 und der Veröffentlichung der Entwickler-Beta am 14. Juni 2026 wurde klar, dass die Hardware-Anforderungen deutlich gestiegen sind. Mehrere relativ aktuelle Modelle fallen durchs Raster.
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Fehlende Neural Engine wird zum Verhängnis
Der Hauptgrund für den Ausschluss der 2022 für rund 800 Euro gestarteten Ultra ist das Fehlen einer modernen Neural Engine. Branchenbeobachter sind sich einig: watchOS 27 setzt zwingend den S9 System in Package (SiP) oder neuer voraus. Die erste Ultra-Generation arbeitet noch mit einem Chip, der nicht über die nötige Rechenleistung der S9- und S10-Generationen verfügt.
Die Streichung betrifft jedoch nicht nur die Ultra. Apple beendet auch den Support für die Apple Watch Series 6, Series 7 und Series 8 sowie die zweite Generation der Apple Watch SE. Kompatibel mit watchOS 27 sind damit nur noch die Series 9, 10, 11, SE 3 sowie Ultra 2 und 3.
Neue Funktionen, gestrichene Klassiker
Das Update, das im Herbst 2026 für die Allgemeinheit erscheinen soll, bringt einige Neuerungen mit sich. Dazu gehören eine neue Siri-KI-Oberfläche, ein dynamisches App-Raster und die Funktion „Workout Buddy“ – inklusive Spanisch-Unterstützung. Hinzu kommen Menopause-Tracking, ein überarbeitetes „Mein iPhone suchen“ und Verbesserungen am Smart Stack.
Technisch verspricht Apple schnellere Musik-Synchronisation, Echtzeit-Trainingsdaten und eine verbesserte Akkulaufzeit. Doch der Preis für den Fortschritt ist hoch: Die Walkie-Talkie-App wurde in der aktuellen Beta bereits entfernt, der klassische App-Umschalter soll ebenfalls verschwinden.
16 Geräte fallen weg – ein tiefer Einschnitt
Die Streichung der ersten Ultra ist Teil einer größeren Software-Offensive, die 2026 insgesamt 16 Apple-Geräte betrifft. Der Konzern treibt den Wechsel zu Apple Silicon und neueren Neural Processing Units voran – mit weitreichenden Folgen:
- macOS 27 (Codename Golden Gate) verabschiedet sich von allen Intel-Macs, darunter das MacBook Pro 16 Zoll von 2019 und der Mac Pro von 2019.
- iPadOS 27 unterstützt nur noch Geräte mit A14-Bionic-Chip oder neuer. Das betrifft das iPad Air 3, das iPad Pro 11 Zoll der ersten Generation und das iPad mini 5.
- tvOS 27 lässt die Apple TV HD von 2015 und die erste Apple TV 4K-Generation außen vor.
Während das iPhone 11 und neuere Modelle mit iOS 27 kompatibel bleiben, sorgt die schnelle Abkehr von Wearable-Hardware aus dem Jahr 2022 für Kritik.
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Frust bei Nutzern – sinkende Wiederverkaufswerte
Die Entscheidung verärgert viele Kunden, die erst vor vier Jahren in die Premium-Ultra oder die Series 8 investiert haben. Besonders bitter: Die Apple Watch SE 2 – eigentlich als günstige Langzeitinvestition gedacht – verliert nun deutlich an Wiederverkaufswert, da ihr Update-Zyklus endet.
Die betroffenen Uhren laufen zwar mit älteren Betriebssystemversionen weiter. Doch ohne watchOS 27 bleiben künftige Sicherheitsupdates und neue App-Funktionen außen vor. Eine öffentliche Beta für unterstützte Geräte wird für Juli 2026 erwartet, der finale Release folgt im Herbst.

