Apple hat auf der WWDC 2026 die Liste der unterstützten Geräte für das kommende Betriebssystem OS 27 drastisch eingeschränkt. Besonders hart trifft es die Apple Watch – fünf Modelle fliegen aus dem Support, darunter überraschend die erst 2022 vorgestellte Apple Watch Ultra der ersten Generation. Hauptgrund: Die neuen KI-Funktionen rund um „Apple Intelligence“ brauchen schlicht zu viel Rechenleistung.
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Die größte Streichaktion der Watch-Geschichte
Mit watchOS 27 verabschiedet sich Apple von fünf Modellen auf einen Schlag – ein Novum in der Produktgeschichte. Betroffen sind die Series 6, Series 7, Series 8, die zweite Generation der SE sowie die erste Apple Watch Ultra. Die neue Software setzt zwingend den S9- oder S10-Chip voraus. Ältere Chips können die KI-gestützten Funktionen nicht mehr stemmen.
Besonders bitter: Die Apple Watch Ultra kostete bei ihrer Markteinführung im September 2022 rund 820 Euro – und erhält nun weniger als vier Jahre große Updates. Bisher waren Apple-Kunden sechs Jahre Support gewohnt. Zwar sollen Sicherheitsupdates weiterkommen, doch neue Features wie die KI-gestützte Siri oder das „Workout Buddy“-Tool bleiben den Besitzern verwehrt.
Für Verwirrung sorgte kurzzeitig die Series 9: Apples Website listete sie fälschlich als inkompatibel. Inzwischen ist klar: Series 9, Series 10, Series 11, Ultra 2, Ultra 3 und die dritte SE-Generation werden voll unterstützt.
Das Ende der Intel-Ära bei Mac
Mit macOS 27, intern „Golden Gate“ genannt, zieht Apple endgültig einen Schlussstrich unter die Intel-Ära. Sämtliche Intel-Macs verlieren den Support – der Wechsel zu Apple Silicon ist damit komplett vollzogen. Zudem entfernt Apple das Apple Filing Protocol (AFP). Die Folge: Time Capsules lassen sich nicht mehr für Time-Machine-Backups nutzen, es sei denn, Nutzer greifen zu komplizierten Workarounds.
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iPad, iPhone und Apple TV: Wer rausfliegt
Auch iPad-Nutzer müssen Abschied nehmen. iPadOS 27 unterstützt folgende Modelle nicht mehr:
- iPad mini (5. Generation)
- iPad Air (3. Generation)
- iPad Pro (2018)
- iPad (8. Generation)
Das iPhone 11 und alle neueren Modelle bleiben dagegen an Bord – iOS 27 zeigt sich hier großzügiger.
Beim Apple TV streicht tvOS 27 die Unterstützung für das Apple TV HD (2015) und die erste Apple TV 4K-Generation (2017). Die neue Software läuft nur noch auf der zweiten und dritten Generation und verspricht bis zu 30 Prozent schnellere App-Starts.
KI als Treiber der Obsoleszenz
Der Hauptgrund für die radikalen Kürzungen ist „Apple Intelligence“ – die neue KI-Plattform, die tief in OS 27 integriert wird. Branchenberichten zufolge benötigen die KI-Funktionen teils mindestens 12 Gigabyte Arbeitsspeicher, um flüssig zu laufen. Die überarbeitete Siri soll zum Herzstück des neuen Systems werden – startet aber voraussichtlich nur auf Englisch und könnte sich in der EU wegen regulatorischer Hürden verzögern.
Die Beta von watchOS 27, seit dem 8. Juni verfügbar, offenbarte zudem eine weitere Überraschung: Die Walkie-Talkie-Funktion wurde ersatzlos gestrichen – ein Feature, das seit 2018 zur Ausstattung gehörte.
Kritik an Apples Strategie
In sozialen Netzwerken und Fachforen regt sich Unmut. Dass relativ neue Geräte wie die Series 8 oder die Ultra von 2022 bereits den Support verlieren, sehen viele kritisch. Marktbeobachter warnen vor sinkenden Wiederverkaufswerten, besonders auf internationalen Märkten, wo ältere Modelle weiterhin beliebt sind.
Zwar bleiben die betroffenen Geräte funktionsfähig – doch der Verlust der Feature-Parität mit neueren Modellen markiert einen Bruch mit Apples Ruf für besonders lange Gerätelebenszyklen.

