watchOS 27: Apple wirft fünf Watch-Modelle raus

Apple Watch Auslieferungen steigen um 21 Prozent, während watchOS 27 fünf ältere Modelle ausschließt. Der S9-Chip wird zur Pflicht.

Die Apple Watch erlebt einen wahren Boom: Im ersten Quartal 2026 stiegen die Auslieferungen um 21 Prozent, während der Konzern gleichzeitig eine der größten Software-Umstellungen der Produktgeschichte ankündigt. Mit watchOS 27 fallen gleich fünf ältere Modelle weg.

Starkes Wachstum trotz schrumpfendem Markt

Der globale Smartwatch-Markt wuchs im ersten Quartal 2026 nur um vier Prozent – Apples Verkaufszahlen legten dagegen um 21 Prozent zu. Das zeigen aktuelle Daten von Counterpoint Research. Der Marktanteil der Kalifornier kletterte von rund 20 auf 23 Prozent.

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Besonders gefragt waren die günstige Apple Watch SE 3 für 249 Euro sowie die Serie 11 mit erweiterten Gesundheitsfunktionen. Während Nordamerika weiterhin der wichtigste Absatzmarkt bleibt, verzeichneten China und Europa die höchsten Zuwachsraten.

Die Konkurrenz hat dagegen zu kämpfen: Samsung verlor 28 Prozent seiner Auslieferungen, der Marktanteil fiel von sieben auf fünf Prozent. Huawei hält mit 17 Prozent den zweiten Platz hinter Apple, konnte aber immerhin um zwölf Prozent zulegen. Branchenexperten rechnen bis 2030 mit einem jährlichen Wachstum von drei Prozent – bei gleichzeitig steigenden Durchschnittspreisen.

watchOS 27: Fünf Modelle raus, S9-Chip Pflicht

Mit der für Herbst 2026 angekündigten Version watchOS 27 vollzieht Apple einen ungewöhnlich harten Schnitt. Erstmals werden fünf Modelle gleichzeitig von der Kompatibilitätsliste gestrichen. Voraussetzung ist ein S9-Prozessor oder neuer.

Betroffen sind:
– Apple Watch Series 6, 7 und 8
– Apple Watch SE (zweite Generation)
– Apple Watch Ultra (erste Generation)

Weiterhin Updates erhalten die Series 9, 10 und 11, die Ultra 2 und 3 sowie die SE 3.

Cait Dooley, bei Apple für das Watch- und Gesundheitsmarketing zuständig, und David Clark vom watchOS-Entwicklungsteam begründen den Schritt mit den gestiegenen Hardware-Anforderungen. Die Integration von Siri-KI und erweiterten Tipp-Gesten benötige den Neural Engine und mindestens zwei Gigabyte Arbeitsspeicher – beides bietet erst der S9-Chip.

KI als Treiber der nächsten Generation

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Der Vorstoß zu leistungsfähigerer Hardware ist kein Zufall. Apple will die Watch zum zentralen Begleiter seines KI-Ökosystems ausbauen. Der S9-Chip sei nötig, um eine einheitliche Nutzererfahrung über alle Geräteklassen hinweg zu gewährleisten, so die Verantwortlichen.

watchOS 27 wird voraussichtlich eine verbesserte Herzfrequenzmessung bringen. Ein spezieller KI-Gesundheitscoach – intern als „Project Mulberry“ bekannt – lässt dagegen auf sich warten. Branchenbeobachter rechnen nicht vor einer späteren Phase des iOS-27-Zyklus mit dem Start. Das ist brisant, denn Wettbewerber setzen bereits KI für Echtzeit-Coaching ein. Kritiker bezeichnen die aktuelle Gesundheits-App-Oberfläche als zu klinisch und unpersönlich.

Für Besitzer älterer Modelle gibt es eine gute Nachricht: Die Uhren bleiben mit gekoppelten iPhones weiterhin funktionsfähig. Entwickler testen bereits eine Beta von watchOS 27, eine öffentliche Testversion soll im Juli 2026 erscheinen. Ob es für die ausgemusterten Modelle noch Sicherheitsupdates gibt, ließ Apple offen.